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Austellung im Hoeschmuseum

Hoesch-Museum

Städtische Museen

Neues Preismodell der Museen sorgt für Besucherplus - Fortsetzung in 2018

Nachricht vom 22.12.2017

Nach dem ersten Jahr der zweijährigen Testphase zieht die Stadt Dortmund eine positive Bilanz für ihr Modell "Wiedersehen macht Freunde". Wer einmal eine Eintrittskarte fürs Museum Ostwall, das Museum für Kunst und Kulturgeschichte oder das Brauerei-Museum kauft, kann mit diesem Ticket das ganze Jahr und beliebig oft die Dauerausstellungen kostenlos besuchen.

Freuen sich über den Erfolg des neuen Preismodells: v.l. Dr. Jens Stöcker (Direktor des MKK), Dr. Stefan Mühlhofer (stellv. Leiter der Kulturbetriebe) und Regina Selter, stellv. Direktorin des Museums Ostwall

Freuen sich über den Erfolg des neuen Preismodells: v.l. Dr. Jens Stöcker (Direktor des MKK), Dr. Stefan Mühlhofer (stellv. Leiter der Kulturbetriebe) und Regina Selter, stellv. Direktorin des Museums Ostwall
Bild: Stadt Dortmund / Katrin Pinetzki

"Im kommenden Jahr 2018 wird die Kampagne 'Wiedersehen macht Freunde' fortgesetzt. Eine Evaluation nach Ablauf der zwei Jahre wird zeigen, ob das Preismodell auf Dauer bleibt", erklärt Stadtsprecherin Katrin Pinetzki.

Auch der Eintritt ins Kindermuseum Adlerturm und in das Westfälische Schulmuseum in Marten sind 2018 weiterhin komplett frei, darüber hinaus der Eintritt in alle Museen für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Ziele des neuen Preismodells sind es, neue Besuchergruppen für die Museen zu erschließen und die Besucherinnen und Besucher häufiger in die Dauerausstellungen zu locken. Dafür sorgt nicht nur die "5-Euro-Flatrate": Parallel entwickeln die städtischen Museen ein attraktives Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm in ihren Häusern und bringen ihre Präsenzsammlungen in Bewegung.

"Die ersten Erfahrungen 2017 haben uns gezeigt, dass wir mit der neuen Preispolitik genau die richtige Idee hatten", sagt Dr. Stefan Mühlhofer, kommissarischer Leiter der Kulturbetriebe Dortmund. Die ausführliche Auswertung steht noch aus – doch schon 2017 zeigte sich, dass die Dauerausstellungen 3.000 Besuche mehr als im Vorjahr verzeichneten.

Fast wie im echten Leben

Gleichzeitig sind die Museen bereits in Bewegung geraten. Das Museum Ostwall im Dortmunder U präsentiert seine Sammlung seit dem Herbst komplett neu unter dem Titel "Fast wie im echten Leben". Insgesamt 225 Kunstwerke zeigt das Museum in Themenräumen, die an die Alltagserfahrungen der Besucherinnen und Besucher andocken. An neun Aktionspunkten in der Ausstellung und im KunstAktionsRaum können sie außerdem selbst kreativ werden. Das MO hat dazu einen Arbeitsplatz mitten in der Sammlung erreichtet, so dass die Gäste in Kontakt mit den Ausstellungsmacherinnen kommen können. In den regelmäßigen öffentlichen Führungen und in der "Kunstpause am Mittag" lernen Besucher immer wieder neue Aspekte der Sammlung kennen.

Im Mai eröffnet im MO die Ausstellung "Kunst & Kohle: Schichtwechsel". Auch diese können die Besitzer eines "Wiedersehen macht Freunde"-Tickets kostenlos besuchen.

Verblüffende neue Ansichten

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte gewährte seinen Besucherinnen und Besuchern im Herbst verblüffende neue Ansichten und Einblicke: Mitglieder einer Hörder Künstlergruppe setzten sich mit Bildern, Objekten oder ganzen Räumen der Dauerausstellung im MKK auseinander und ergänzten, kommentierten oder kontrastierten sie mit eigenen Arbeiten. Die Schau unter der Titel "Gegenüber" lud dazu ein, das Museum und seine Sammlung alter Meister, volkskundlicher Objekte oder Jugendstil-Arbeiten mit dem Blick des 21. Jahrhunderts neu zu entdecken.

Außerdem sind im MKK bereits erste Resultate des anstehenden Umbaus zu entdecken: Die archäologische Abteilung wurde aus dem Erdgeschoss entfernt. Aktuell ist dort die Weihnachtsausstellung zu sehen, ab dem 2. Februar die Ausstellung "Material an Sammlungen", die durch das gesamte Museum führt. Gestaltet wird sie von Studierenden am Seminar für Kulturanthropologie des Textilen der TU Dortmund. Im Anschluss präsentiert das Museum dort eine spannende Intervention zur Geschichte der Kinos in Dortmund.

Im Herbst wird an dieser Stelle, direkt im Eingangsbereich, das "Stadtlabor" einziehen: eine offene Spielfläche für alle Dortmunderinnen und Dortmunder zum Recherchieren, Forschen, Mitmachen.