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Austellung im Hoeschmuseum

Hoesch-Museum

Kultur

Hoesch Museum stellt Bilder von Ruth Baumgarte aus

Nachricht vom 09.03.2018

Stahlindustrie aus der Sicht einer Künstlerin: Das Hoesch-Museum präsentiert vom 11. März bis zum 6. Mai 2018 die Ausstellung "Ruth Baumgarte und das Wirtschaftswunder. Farbrausch am Kessel". Die Ausstellung umfasst ca. 60 künstlerische Einzelwerke, Aquarelle, Zeichnungen und Gemälde der Künstlerin aus den 1940er bis 1970er Jahren zu Themen der Industrie und Arbeit.

Porträt Ruth Baumgarte

Ein Porträt der Künstlerin Ruth Baumgarte.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund: Katrin Pinetzki

Ruth Baumgarte wurde ,1923 in Coburg geboren, und wuchs als Tochter der Schauspielerin Margarethe Kellner-Conrady und des Schauspielers, Regisseurs und Ufa-Direktors Kurt Rupli in Berlin auf. Die Künstlerin kam durch ihren zweiten Ehemann, den Bielefelder Fabrikanten Hans Baumgarte, damaliger Eigentümer eines prosperierenden Unternehmens im Kessel- und Apparatebau, Anfang der 1950er-Jahre mit der Stahlindustrie in Berührung. Als eine der wenigen Frauen in der Kunstgeschichte erfasste sie fortan immer wieder Menschen im Kontext der Industrie.

Pressekonferenz Hoesch Museum

Wolfgang E. Weick (Freunde des Hoesch-Museums e.V.), Martin Fenner (Kunststiftung Ruth Baumgarte), Dr. Jens Stöcker (Direktor des Museums für Kunst und Kulturgeschichte), Michael Dückershoff (Leiter des Hoesch-Museums) und Alexander Baumgarte, Sohn der Künstlerin und Vorstandsvorsitzender der Kunststiftung Ruth Baumgarte) v.l.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund: Katrin Pinetzki

Ruth Baumgarte ist eine der wenigen Frauen in der Geschichte der Industrie, die sich künstlerisch mit den Themen Technik und Arbeit auseinandergesetztz hat. Sie fertigte ihre Werke direkt vor Ort an.

Dabei erfasst sie in ihrer Kunst nicht nur die Dimensionen der Schwerindustrie, sondern auch technische Details und Arbeitsabläufe. In ihren Porträts setzt sie dem Arbeiter ein Denkmal, indem sie Entbehrungen und Stolz festhält. Ein Kennzeichen ihrer Arbeiten ist die ausdrucksbetonte, teils expressive Farbe sowie Farbflächen und Formen, die bis ins Abstrakte gehen können.

Der Morgen: Rut Baumgarte

Das Bild "Der Morgen" von Ruth Baumgarte.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Kunststiftung Ruth Baumgarte

Obwohl sich der Raum in Baumgartes Werken zuweilen auflöst, wirkt der Mensch dabei nie verloren, sondern lebendig und würdevoll. Teils malerisch, teils grafisch dokumentiert Baumgarte bis in die späten 1960er-Jahre die deutsche Nachkriegsgeschichte

Zum Thema

Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, 11. März, um 11:00 Uhr, liest die bekannte Schauspielerin Hannelore Hoger ausgewählte Texte zur Industriearbeit von Martin Walser und Egon Erwin Kisch im Hoesch Museum. Der Eintritt ist frei.