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Austellung im Hoeschmuseum

Hoesch-Museum

Museum

Hoesch-Museum zeigt Schau zu 2.500 Jahren Geschichte von Eisen und Stahl im Siegerland

Nachricht vom 19.07.2021

Das Siegerland ist die Keimzelle der deutschen Eisen- und Stahlindustrie. Die Geschichte dieser Montanregion ist Gegenstand der nächsten Ausstellung im Hoesch-Museum, ihr Titel: "EisenWasserLand. 2500 Jahre Geschichte von Eisen und Stahl im Siegerland".

Hoesch-Museum zeigt "EisenWasserLand. 2500 Jahre Geschichte von Eisen und Stahl im Siegerland"

Hoesch-Museum zeigt "EisenWasserLand. 2500 Jahre Geschichte von Eisen und Stahl im Siegerland". Die Bleche für die Außenhaut dieser Waschmaschine werden auch heute noch im Siegerland produziert.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Torsten Tullius

Die von thyssenkrupp Steel Europe in Auftrag gegebene Wanderausstellung beginnt bei den keltischen Eisensuchern, die um circa 500 v. Chr. in die Region kamen, und führt weiter über die karolingische Waldschmiede zu den Entwicklungen und technologischen Veränderungen des Mittelalters.

Die Besonderheiten des Siegerlandes beförderten und begrenzten zugleich die Entwicklung der Eisen- und Stahlgewinnung. Aus den steilen Höhen und engen Tälern oder der Abgeschiedenheit der Region resultierten lange Zeit verkehrstechnische Probleme. Der besondere Siegerländer Wirtschaftskreislauf – die Haubergswirtschaft – ist ein Ansatz zur nachhaltigen Niederwaldbewirtschaftung und prägte die ökonomische Entwicklung der Gegend jahrhundertelang.

Industrialisierung im 19. Jahrhundert

Die Ausstellung berücksichtigt die rasanten Entwicklungen der Industrialisierung im 19. Jahrhundert ebenso wie die politische Situation bis 1949. Die Ausstellung endet mit einem Blick auf die heute von thyssenkrupp Steel Europe betriebenen Anlagen der Oberflächenveredelung in Eichen und Ferndorf. Beide Betriebe kamen über die Hüttenwerke Siegerland AG 1951 zur Dortmund-Hörder Hüttenunion und wurden 1969 in die Hoesch Siegerland AG umgewandelt.

Der Direktor des MKK, Dr. Jens Stöcker, und die Leiterin des Hoesch-Museums, Isolde Parussel, erkären an einer Stele die zyklische Haubergswirtschaft im Siegerland. Eine spätmittelalterliche Form nachhaltigen Wirtschaftens.

MKK-Direktor Dr. Jens Stöcker und die Leiterin des Hoesch-Museums, Isolde Parussel, erkären die Haubergswirtschaft im Siegerland, eine spätmittelalterliche Form nachhaltigen Wirtschaftens.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Torsten Tullius

Die Wanderausstellung wurde erarbeitet von zwei früheren Mitarbeitern von thyssenkrupp Steel Europe, Axel Ganseuer und Karl-Heinz Schäfer. An ihrer ersten Station im Hoesch-Museum wird sie durch ausgewählte Archivalien und Exponate ergänzt. Die Ausstellung soll anschließend am Kreuztaler Standort von thyssenkrupp Steel Europe sowie im Besucherzentrum Duisburg und im dortigen Ausbildungszentrum gezeigt werden.

Auftakt im Hoesch-Museum

"Es freut uns sehr, dass sie ihren Auftakt im Hoesch-Museum haben wird. Diese Ausstellung ist ein Beleg für die überaus konstruktive Partnerschaft zwischen dem gemeinnützigen Trägerverein Freunde des Hoesch-Museums, der Stadt Dortmund und thyssenkrupp Steel, die seit Anbeginn das Fundament unseres Hauses ist", sagt Dr. Karl Lauschke, Vorsitzender Freunde des Hoesch-Museums e.V.

"Wir freuen uns über die Ausstellung 'EisenWasserLand', zeigt sie doch nicht nur interessante Einblicke in längst vergangene Zeiten, sondern vor allem, dass es in unserer Welt des Stahls nicht ohne Veränderung, Wandel und Weiterentwicklung geht. Ohne die stetigen Entwicklungen des Werkstoffs und der Technologien zu seiner Herstellung und Verarbeitung in den letzten 2.500 Jahren hätten wir heute nicht den Stahl, den wir für die Zukunft brauchen – für die Elektromobilität und Windenergie. Wir wünschen der Ausstellung viel Erfolg und den Besucher*innen einen kurzweiligen Einblick in unsere Welt des Stahls", erläutert Christina Aumann von thyssenkrupp Steel Europe. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch.

Zum Thema

Die Ausstellung dauert bis zum 12. September 2021, der Eintritt ist frei.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.