Dortmund überrascht. Dich.
Austellung im Hoeschmuseum

Hoesch-Museum

Informationen zum Coronavirus

Informationen zu den aktuell geltenden Regelungen finden Sie hier:

Kultur

Finanzierung für Stahl-Bungalow steht: Ministerin Scharrenbach übergab Förderbescheid

Nachricht vom 18.10.2021

Nun ist das Finanzielle geklärt: Das Land NRW beteiligt sich mit 250.000 Euro daran, den Stahl-Bungalow von seinem aktuellen Standort in Hombruch an das Hoesch-Museum zu versetzen.

Übergabe des Förderbescheids mit (v.li.) Dr. Stefan Mühlhofer (Geschäftsführender Direktor der Kulturbetriebe), Isolde Parussel (Leiterin des Hoesch-Museum), Stefan Heinrich und Jens Leder (Vorstandsmitglieder des Vereins der Freunde des Hoesch-Museums) und Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Übergabe des Förderbescheids: (v.l.) Dr. Stefan Mühlhofer (Geschäftsführender Direktor der Kulturbetriebe), Isolde Parussel (Leiterin des Hoesch-Museum), Stefan Heinrich und Jens Leder (im Vorstand des Vereins der Freunde des Hoesch-Museums) sowie NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Anja Kador

Gesichert ist also: Das Hoesch-Museum wird sich um das stählerne Fertighaus aus dem Jahr 1965 erweitern. Die nun zugesagten Mittel, um das Original-Exponat zu versetzen, stammen aus dem Förderprogramm "Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen." des NRW-Heimatministeriums. Das MHKBG gibt gemeinsam mit der NRW-Stiftung den höchsten Förderbeitrag für das Projekt.

Am Freitag, 15. Oktober, besuchte NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach den Stahl-Bungalow an seinem aktuellen Standort in Dortmund-Hombruch und übergab den Förderbescheid des Landes an den Verein der Freunde des Hoesch-Museums.

Hoesch zeigte sich innovativ mit Stahlbau

Der Bungalow war über viele Jahre Heimat für die Familie eines leitenden Angestellten bei Hoesch und zugleich ein Produkt des Stahlunternehmens, mit dem sich Hoesch über die Region hinaus als vielseitiges, innovatives Unternehmen präsentierte. "In unserem landeseigenen Förderprogramm fördern wir, was Menschen verbindet. Dortmund ist sehr eng verbunden mit Hoesch und Stahl", sagte Scharrenbach bei der Übergabe des Bescheids.

Freunde des Hoesch-Museums dankbar

"Dank Ihrer Unterstützung kann dieses einzigartige Gebäude als anschauliches Beispiel einer technologischen Innovation und einer bestimmten Architektur und Wohnform der 1960er-Jahre gesichert werden", freute sich Jens Leder, Vorstandsmitglied der Freunde des Hoesch-Museums. "So bleibt ein historisches Erbe der Industriegeschichte Dortmunds erhalten und ist an seinem neuen Standort zwischen den Altbauten um den Borsigplatz und dem neu entstehenden Wohnquartier zugleich Ausdruck von Zuwanderung, Integration und Heimat."

An seinem neuen Standort wird der Bungalow das Hoesch-Museum als größtes Exponat sowie Bildungs- und Begegnungsort bereichern.

Stahlfertighäuser mit besonderem Hintergrund

Weitere Fördermittel zur Versetzung des Stahl-Bungalows ans Hoesch-Museum kommen vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (140.000 Euro), der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (50.000 Euro) und der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege (250.000 Euro). Der Trägerverein "Freunde des Hoesch-Museums" selbst beteiligt sich mit 135.000 Euro.

Am neuen Standort an der Westfalenhütte wird das stählerne Fertighaus vom Typ "L141" - damals ein hochinnovatives Eigenheim - zu einem historisch bedeutenden Exponat der Sammlung. Und mit 141 Quadratmetern Grundfläche zugleich zum größten.

Es ist eines von insgesamt rund 200 in den 1960er-Jahren produzierten Stahl-Fertighäusern und gehört zur dritten und letzten Generation. In Hombruch errichtete Hoesch ab 1962 eine kleine Siedlung aus Stahlfertighäusern, in denen vor allem leitende Angestellte von Hoesch wohnten; einer der Bungalows steht aber auch auf der Insel Mallorca.

Versetzt werden soll das Gebäude Anfang 2022. Der Zeitplan sieht vor, das im Originalzustand erhaltene Stahlhaus am Hoesch-Museum im Herbst einzuweihen. Der Bungalow wird auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte stehen und vorerst nur über das Hoesch-Museum zugänglich sein.

Dieser Beitrag befasst sich mit Angelegenheiten der Stadtentwicklung bzw. Wirtschaftsförderung der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.