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Hoesch-Museum

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Kultur

NRW-Stiftung und Landschaftsverband Westfalen-Lippe unterstützten die "Heimkehr" des Stahl-Bungalows ans Hoesch-Museum finanziell

Nachricht vom 17.11.2021

Mit knapp 140.000 Euro unterstützt der LWL den Umzug des Stahl-Bungalows zum Hoesch-Museum. Am Freitag (12. November) übergab LWL-Direktor Matthias Löb den Förderbescheid an Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal. Die NRW-Stiftung stellt dem Verein "Freunde des Hoesch-Museums e. V." außerdem bis zu 250.000 Euro zur Verfügung

Oberbürgermeister Thomas Westphal (2.v.re.) am Freitag den Förderbescheids von LWL-Direktor Matthias Löb (2.v.li.) entgegen. Neben ihm: Isolde Parussel (Leiterin des Hoesch-Museums) und Dr. Karl Lauschke (li., Vorsitzender der Freunde des Hoesch-Museums).

Hinter dem Hoesch-Museum, auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte, soll im kommenden Jahr der Stahl-Bungalow aus Hombruch aufgestellt werden. Dort nahm Oberbürgermeister Thomas Westphal (2.v.re.) am Freitag den Förderbescheids von LWL-Direktor Matthias Löb (2.v.li.) entgegen. Neben ihm: Isolde Parussel (Leiterin des Hoesch-Museums) und Dr. Karl Lauschke (li., Vorsitzender der Freunde des Hoesch-Museums).
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) unterstützt das Hoesch-Museum mit knapp 140.000 Euro dabei, ein stählernes Hoesch-Fertighaus aus dem Jahr 1965 von seinem aktuellen Standort in Hombruch ans Museumsgelände in der Dortmunder Nordstadt zu versetzen. Am neuen Standort wird es nicht nur das größte Exponat des Hoesch-Museums, sondern auch ein Ort für Ausstellungen, Veranstaltungen und Begegnungen.

Ein Stück Kulturgeschichte kehrt zurück

"Mit der Verlagerung des Hoesch-Bungalows gelingt eine sinnvolle Erweiterung in doppelter Hinsicht: Das Hoesch-Museum kann seine Vermittlungsarbeit ausbauen und zugleich ein begehbares Großobjekt aus dem Material präsentieren, um das es hier geht: Stahl. Es entsteht ein Begegnungsort, an dem man sich gerne trifft und wohlfühlt. Wir freuen uns, dass der LWL einen Beitrag zu neuen Qualitäten in der Dortmunder Nordstadt leisten kann", sagte LWL-Direktor Matthias Löb.

"Das Stahlhaus wird das Museum nicht nur als Original-Exponat und als Erweiterung des Ausstellungsraums bereichern. Es wird auch eine wichtige Verbindungsfunktion im neu entstehenden Quartier auf dem Westfalenhüttengelände haben. So kann das Stahlhaus eine Brücke zwischen Gestern und Heute, zwischen Kultur und Alltag sein", sagte Oberbürgermeister Thomas Westphal. "Ich danke Ihnen herzlich für die Unterstützung".

Die Förderung durch den LWL ist ein wichtiger Baustein in der Finanzierung des Projekts: Die für Anfang 2022 geplante Versetzung des Bungalows und Einrichtung auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte wird insgesamt geschätzt knapp 900.000 Euro kosten.

Weitere Fördermittel kommen aus dem Förderprogramm "Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen." des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW (250.000 Euro), der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (50.000 Euro) und der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege (250.000 Euro). Der Trägerverein "Freunde des Hoesch-Museums" selbst beteiligt sich mit mindestens 135.000 Euro.

Übergabe der Förderurkunde am Hoesch-Museum (v.l.n.r.): Wolfgang Weick (stv. Vorsitzender Freunde des Hoesch-Museums e.V.), Prof. Dr. Barbara Schock Werner (Vizepräsidentin NRW-Stiftung), Eckhard Uhlenberg (Präsident NRW-Stiftung), Dr. Karl Lauschke (Vorsitzender Freunde des Hoesch-Museums e.V.), Isolde Parussel (Leiterin Hoesch-Museum)

Übergabe der Förderurkunde am Hoesch-Museum (v.l.n.r.): Wolfgang Weick (stv. Vorsitzender Freunde des Hoesch-Museums e.V.), Prof. Dr. Barbara Schock Werner (Vizepräsidentin NRW-Stiftung), Eckhard Uhlenberg (Präsident NRW-Stiftung), Dr. Karl Lauschke (Vorsitzender Freunde des Hoesch-Museums e.V.), Isolde Parussel (Leiterin Hoesch-Museum)
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / NRW-Stiftung / Bernd Hegert

NRW-Stiftung unterstützt räumliche Erweiterung des Hoesch-Museums

Die NRW-Stiftung stellt dem Verein Freunde des Hoesch-Museums e. V. bis zu 250.000 Euro für das Projekt zur Verfügung. Bei einem Besuch überreichten Stiftungspräsident Eckhard Uhlenberg und Vizepräsidentin Prof. Dr. Barbara Schock-Werner am 9. November 2021 die Förderurkunde an den Vereinsvorsitzenden Dr. Karl Lauschke.

Der Stahlbungalow vom Typ "L 141" stammt aus dem Jahr 1965/66. Nach dem Umzug aus der ehemaligen Hoesch-Siedlung Kleinholthausen soll er künftig als Großobjekt und Begegnungsraum des Hoesch-Museums dienen. "Als begehbares Ausstellungsobjekt wird mit dem Stahlbungalow die funktionale Architektur der 1960er-Jahre anschaulich vermittelt", betont Barbara Schock-Werner. Eckhard Uhlenberg begründet die Förderzusage der Stiftung: "Die Förderung des Ehrenamts ist ein wichtiges Anliegen der NRW-Stiftung. Seit über 15 Jahren unterstützt der Verein Freunde des Hoesch-Museums die Museumsarbeit mit vorbildlichem ehrenamtlichem Einsatz." Für sein Engagement wurde der Verein 2016 bereits mit dem WegWeiser-Preis des Fördervereins NRW-Stiftung ausgezeichnet.

Seit ihrer Gründung 1986 konnte die Nordrhein-Westfalen-Stiftung rund 3.400 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt etwa 288 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie überwiegend vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, zunehmend aber auch aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden.

Ausstellungsstück steht stellvertretend für die anderen Stahl-Fertighäuser

Am neuen Standort an der Westfalenhütte wird das stählerne Fertighaus vom Typ "L141", damals ein innovatives Eigenheim, zu einem historisch bedeutenden Exponat der Sammlung – und mit 141 Quadratmetern Grundfläche zugleich zum größten. Es ist eines von insgesamt rund 200 in den 1960er-Jahren produzierten Stahl-Fertighäusern und gehört zur dritten und letzten Generation. In Hombruch errichtete Hoesch ab 1962 eine kleine Siedlung aus Stahlfertighäusern, in denen vor allem leitende Angestellte von Hoesch wohnten; einer der Bungalows steht aber auch auf der Insel Mallorca.

Die Translozierung des Gebäudes ist für Anfang 2022 geplant. Der Zeitplan sieht vor, das im Originalzustand erhaltene Stahlhaus am Hoesch-Museum im Herbst einzuweihen. Der Bungalow wird auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte stehen und vorerst nur über das Hoesch-Museum zugänglich sein.

Zum Thema

Die Stadt Dortmund betreibt derzeit den Ankauf des Grundstücks samt Portierhaus, in dem das Hoesch-Museum untergebracht ist, und gewährleistet damit die Bindungsfrist der Drittmittel. Thyssenkrupp Steel Europe (tks) als bisheriger Eigentümer unterstützt dies und damit die weitere Arbeit des Museums mit einem sehr fairen Preis. Der neue Standort des Stahlhauses wird den Freunden des Hoesch-Museums in Erbpacht zur Verfügung gestellt.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.