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Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

Künstler: Artur Schulze-Engels

Titel: Pfennigroller

Trotz des Währungswechsels ist der „Pfennigroller“ von Artur Schulze-Engels ein Symbol für die Geschäftigkeit an der Kaiserstraße. Die Bronzeskulptur begann ihre ‚Karriere’ als Spardose.

Standort:
Do-Mitte, Kaiserstraße, 44135 Dortmund
Jahr:
1988
Beschriftung:
Schild auf dem Sockel: "Pfennigroller/v. A. Schulze-Engels"
Technik/Material:
Bronze
Höhe:
Skulptur: 0,97 m; Sockel: 0,49 m
Breite:
1,26 m; 1,18 m
Kunstwerknr.:
44135-030
Pfennigroller (von Artur Schulze-Engels)
Bild: Jürgen Spiler
Pfennigroller (von Artur Schulze-Engels)
Bild: Jürgen Spiler

Gegenüber der Sparkasse an der Kaiserstraße steht auf einem massiven Sockel eine abstrahierte Bronzefigur, die einen Pfennig vor sich herrollt. Die Münze ist nahezu so groß wie die Figur selbst, so dass der Eindruck einer gewissen Mühe und körperlichen Anstrengung entsteht. Die Skulptur von Artur Schulze-Engels wurde zunächst als Spardose in verschiedenen Geschäften an der Kaiserstraße verteilt, um die Finanzierung des Gusses zu unterstützen. Im September 1986 wurde das Gipsmodell der Skulptur der Öffentlichkeit präsentiert und im gleichen Jahr an ihrem heutigen Standort platziert. Die Bronzefassung wurde erst im Februar 1988 an gleicher Stelle aufgestellt. Die Figur steht symbolisch für die Geschäftigkeit auf der Kaiserstraße, auch wenn sich die Währung des Geldes mittlerweile geändert hat. SR

Ruhr-Nachrichten, 2. August 1969; Westfälische Rundschau, 16. November 1975; Ruhr-Nachrichten, 16. November 1975; Westfälische Rundschau, 5. November 1980; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 5. November 1980; Artur Schulze-Engels. Plastik, Rudolf Wiemer, Grafik, hg. v. Kulturamt der Stadt Dortmund, Ausst.-Kat. Torhaus Rombergpark, Dortmund 1982; BBK Info, Mitteilungsblatt des Berufsverbandes Bildender Künstler Westfalen Süd / Nord e.V., 3/1985; Ruhr-Nachrichten, 26. Oktober 1985; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 26. Oktober 1985; Ruhr-Nachrichten, 7. November 1985; Stadt Dortmund (Hg.): Artur Schulze-Engels, Dortmund 1985; Dortmunder Notizen, 2/88; Ruhr-Nachrichten, 11. August 1990; Westfälische Rundschau, 6. November 1990; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 6. November 1990; Anoym (R.F.): Kunst-Werke vebrannten im Flammen-Meer, in: Ruhr-Nachrichten, 19. Oktober 1992; Dirk Berger: Nach Brandstiftung: Bildhauer Artur Schulze-Engels hört auf, in: Westfälische Rundschau, 20. Oktober 1992; Ruhr-Nachrichten, 11. November 1992; Ruhr-Nachrichten, 6. November 1995; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 9. Dezember 1995; Ruhr-Nachrichten, 9. Dezember 1995; Tayfun Belgin: Dortmunder Künstlerverzeichnis, Dortmund 1997, S.145; Tayfun Belgin: Dortmunder Künstlerverzeichnis, Dortmund 1997, S.145.
Ruhr-Nachrichten, 1. Okober 1985; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 26. Juli 1986; Ruhr-Nachrichten, 26. Juli 1986; Westfälische Rundschau, 26. Juli 1986; Ruhr-Nachrichten, 26. Juli 1986; Ruhr-Nachrichten, 17. September 1986; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 17. September 1986; Westfälische Rundschau, 17. Dezember 1986; Westfälische Rundschau, 22. Januar 1988; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 275, S. 223.
Artur Schulze-Engels wurde am 6. November 1910 in Dortmund geboren. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Kirchenmaler, an die er ein Studium an der Kunstgewerbeschule Dortmund und an der Hochschule für Bildende Künste Berlin anschloss. Er erhielt 1938 ein Stipendium der Schüchtermann- Stiftung Dortmund für einen einjährigen Aufenthalt in Paris. 1940 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in fünfjährige Kriegsgefangenschaft. Ab 1949 arbeitete er als freischaffender Bildhauer in Dortmund. Er starb kurz nach seinem 85. Geburtstag im Dezember 1995. Seit 2009 erinnert ein nach ihm benannter Platz am Ende der Kaiserstraße an den Dortmunder Bildhauer, der mit vielen beliebten Werken, wie zum Beispiel dem „Bierkutscher“, in Dortmund vertreten ist. SR

Quelle: Lit. Zänker: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 26.7.1986