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Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

Künstler: Helga Wendhut-Brésan

Titel: Turm

Als ,,Kunst am Bau’’ konzipierte die deutsche Bildhauerin Helga Wendhut-Brésan 1956 die Edelstahlskulptur ,,Turm’’ für die Jugend- und Bildungseinrichtung Fritz-Henßler-Haus.

Standort:
Do-Mitte, Schwanenwall, Fritz-Henßler-Haus, 44135 Dortmund
Jahr:
1956
Beschriftung:
keine separate Beschilderung
Technik/Material:
Stahl
Höhe:
ca. 6 m
Kunstwerknr.:
44135-024
Turm
Turm

Die Stahlskulptur ,,Turm’’ von Helga Wendhut-Brésan steht seit 1956 vor der Stirnwand des viergeschossigen Ostflügels des Fritz-Henßler-Hauses, das als Jugend- und Bildungsinstitution im selben Jahr erbaut wurde. Die Skulptur, bestehend aus spitzwinkligen Formen, die auf drei leicht konvergierenden Stahlrohren sitzen, steht vor einer Wand, die mit blau-gräulichen Natursteinplatten verkleidet ist. Aus den Stahlplatten sind teilweise Kreise ausgestanzt. An einigen Ecken sind die Platten geknickt oder umfangen die Stahlrohre. Die Skulptur erscheint wie ein abstraktes Gewächs, an dem sich Blätter an Ästen nach oben ranken. Zugleich wirken die Platten wie Papierflieger, die sich mit ihren nach oben gerichteten Spitzen in die Luft abheben. Der ,,Turm’’ wurde im Rahmen des Programms ,,Kunst am Bau’’ und parallel zur Eröffnung des Fritz-Henßler-Hauses realisiert. Der von dem Architekten Fido Spröde entworfene Vierflügelbau entspricht dem Formenvokabular der Fünfzigerjahre-Architektur: weg von Regelmäßigkeit und strengem Aufbau hin zu verspielter, unregelmäßiger Geometrie. Die künstlerische Gestaltung des Außenraums durch Wendhut-Brésan passt sich Form- und Materialvielfalt, farblichen und geometrischen Kontrasten und der Asymmetrie dieser Stilrichtung an. Die damit erzielte Atmosphäre von Leichtigkeit und Transparenz entspricht dabei der Bedeutung des Hauses: in dem sich Jugendliche untereinander, aber auch mit den dort lernenden Erwachsenen begegnen können. Die dünnen, geometrisch-organischen Stahlkonstruktionen der ,,Turm’’-Arbeit nehmen diese Leichtigkeit auf und kehren zugleich das Material Stahl als essenziellen Bestandteil des Stahlbetonskeletts nach außen. FW

Das neue Dortmund, hg. i.A. des BDA, Kreisgruppe Dortmund, Darmstadt 1958, S.13.; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 314, S. 249.;

Quelle: Lit.:Das neue Dortmund, S.13.