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Gauklerbrunnen im Stadtgarten

Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

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Künstler: Friedel Dornberg

Titel: Hüttenmann

Der „Hüttenmann“ auf dem Phoenix-Platz unweit der Hochofenanlage von Phoenix-West erinnert an Dortmunds vergangene Zeit als bedeutende Industrie- und Arbeiterstadt. UG

Standort:
Do-Hörde, Phoenixplatz, 44263 Dortmund
Jahr:
1953
Beschriftung:
Keine separate Beschriftung.
Technik/Material:
Bronze
Höhe:
ca. 2,2 m
Breite:
ca. 0,9 m
Kunstwerknr.:
44263-025
Hüttenmann
Bild: Jürgen Spiler
Hüttenmann
Bild: Jürgen Spiler

Der „Hüttenmann“ von Friedel Dornberg, eine überlebensgroße Bronzefigur mit hochgeklapptem Hitzeschutzschild und langer Lederschürze, wirkt wie ein Relikt einer vergangenen Zeit, denn längst hat Hörde seine Rolle als international bedeutsamer Industriestandort aufgeben müssen. 1953-1959 war die Skulptur zunächst als Brunnenfigur auf dem Neumarkt in Hörde konzipiert, nur wenige Straßenzüge von der Hochofenanlage entfernt. Anlässlich der Bundesgartenschau (1959) wurde sie am Teich auf dem neu gestalteten Vorplatz des Dortmunder Hauptbahnhofes aufgestellt. Da begrüßte sie als Symbol einer noch weitgehend intakten Industrie- und Arbeiterstadt die Gäste. Mit dem Struktur- und Imagewandel Dortmunds, explizit seit Neubau der Stadt- und Landesbibliothek (1998/99), wurde dieser Standort hinfällig. Im Westfalenpark blickte der Hüttenmann von nun an wehmütig auf die Reste des Hochofenwerks in Hörde, das 1998 im Zuge der allgemeinen Stahlkrise aufgegeben worden war. 2009 kehrte die Skulptur auf Initiative des Vereins zur Förderung der Heimatpflege e.V. Hörde nach Hörde zurück. UG

Allgemeines Künstler-Lexikon, Bd. 29, München, Leipzig 2001, S. 90.
Fritz H. Sonnenschein: Verzeichnis der Denkmäler, Brunnen, Ehrenmäler in der Stadt Dortmund, 1. August 1956, VII.9 (Stadtarchiv Dortmund) ; Friedrich Horstmann: Willst Du ein Bild von Erz und Stein, in: Ruhr-Nachrichten, 18. April 1957; Anneliese Krömeke: Denkmäler, Gedenktafeln und symbolische Figuren im Raum Dortmund - Ein Beitrag zur Heimatkunde des Großstadtraumes Dortmund, Pädagogische Akademie Dortmund, Staatsexamen, 1960 , S. 80-82, Abb. 35, 35a (Stadtarchiv Dortmund); Hans Magoley und Norbert Wörner: Architekturführer Dortmund, Dortmund 1984, Nr. 154; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 130, S. 123; Willi Garth: Hüttemann gehört in seine Heimat!, in: Ruhr-Nachrichten, 31. August 2005; Peter Bandermann: Eine Skulptur kehrt aus dem Westfalenpark zurück, in: Ruhr-Nachrichten,12. Mai 2009; Anonym (ban): Hörde holt den Hüttemann in die Heimat, in: Ruhr-Nachrichten, 13. Mai 2009; Anonym: Rückkehr nach über 50 Jahren, in: Freizeit und Kultur,13. Mai 2009; Peter Bandermann: Ein ganzer Kerl - dank Willi. Die Bronzeskulptur auf dem Phoenix-Platz, in: Ruhr-Nachrichten, 19. Mai 2009; Julia Gaß: Friedel Dornfeld (sic!) hat das Stadtbild geprägt, in: Ruhr-Nachrichten, 27. Juli 2009.
Friedel Dornberg (1910-1989) studierte Bildhauerei an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Dortmund bei Friedrich Bagdons sowie an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei Fritz Klimsch und als Meisterschülerin bei Hugo Lederer. Danach war sie in Berlin tätig, u.a. für die Staatliche Porzellan-Manufaktur. An den Großen Westfälischen Kunstausstellungen in Dortmund beteiligte sie sich 1937-1942. Auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen in München war sie 1938, 1940-1941 präsent. Für die Steinfigur "Große Sitzende" erhielt sie 1938 den Staatspreis. Dornberg lebte bis 1941 in Berlin. Anschließend kehrte sie in ihre Heimatstadt Dortmund zurück, wo sie nach dem Zweiten Weltkrieg wiederholt mit Aufträgen bedacht wurde. Dornberg war Mitglied des Westfälischen Künstlerbundes Dortmund. UG