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Gauklerbrunnen im Stadtgarten

Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

Künstler: Eberhard Linke

Titel: o. T. (Trinkbrunnen)

Über 30 Trinkwasserbrunnen von Eberhard Linke bieten von April bis Oktober eine kühle Erfrischung. Auch auf dem Dorstfelder Wilhelmplatz ist eine der stilisierten Bronzerosen zu finden.

Standort:
Do-Dorstfeld, Wilhelmplatz, 44149 Dortmund
Jahr:
1986
Beschriftung:
keine separate Beschriftung, unten in der Bronze ist "Dortmunder Stadtwerke AG" zu lesen
Technik/Material:
Bronze
Höhe:
1,2 m
Durchmesser:
0,4 m
Kunstwerknr.:
44149-008
Trinkbrunnen
Trinkbrunnen

Nachdem der Saulheimer Bildhauer Eberhard Linke 1982 den Gauklerbrunnen und wenige Jahre später den Kannenbrunnen vor der Hauptverwaltung der DEW21 realisiert hatte, entstanden ab 1986 die ersten bronzenen Trinkbrunnen im Auftrag des Dortmunder Energie und Wasserversorgers. Heute stehen über 30 Trinkbrunnen des gleichen Typs im gesamten Dortmunder Stadtgebiet. Über einem Schaft erhebt sich eine tellerartige Auswölbung, wie eine stilisierte Rosenblüte auf ihrem Stängel. Aus der „Blüte“ sprudelt ein 20 Zentimeter hoher Wasserstrahl, der mehrfach den Schaft umfließt, bevor er dann wieder im Kanalnetz versinkt. Die Brunnen sind zwischen April und Oktober als Erfrischungsstationen für jeden Durstigen nutzbar. Der erste Brunnen wurde im Frühjahr 1987 eingeweiht. Mit der Umgestaltung des Wilhelmplatzes in Dorstfeld wurde auch hier 1995 ein Brunnen aufgestellt. SR

Andreas Pfeiffer: Eberhard Linke. Terrakotten und Bronzen, Ausst.-Kat. Städtische Galerie Heilbronn, Heilbronn 1998.; Kunstverein Eisenturm (Hg.): Eberhard Linke. Plastiken und Zeichnungen, Ausst.-Kat. Kunstverein Eisenturm Mainz, Mainz 1998.; Eberhard Linke: Der Bildhauer Eberhard Linke, 3. Bände, Darmstadt 2007.; Gerhard Kilger (Hg.): Eberhard Linke. Menschenbilder, Ausst.-Kat. DASA Dortmund, Dortmund 2010.; http://eberhardlinke.de/ [Abruf: 03.03.2014]; https://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_Linke [Abruf: 03.03.2014];
Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 309, S. 244.; Westfälische Rundschau, 14.10.1995.; http://www.dew21.de/de/ueber-dew21/Gesellschaftliches-Engagement/Trinkwasserbrunnen.htm [Abruf: 28.8.2014]; http://www.dew21.de/de/ueber-dew21/Presse--Kommunikation/Pressemeldungen/32-DEW21-Trinkwasserbrunnen-bieten-kostenlose-Erfrischung.htm [Abruf: 28.8.2014].
Eberhard Linke wurde 1937 in Luban/Schlesien geboren. Bis 1964 studierte er Bildhauerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Von 1972-2002 hatte er eine Lehrtätigkeit an der Fachhochschule Mainz inne, ab 1974 eine Professur. 1979 erhielt er den Villa-Massimo-Preis, 1989 den Staatspreis Rheinland-Pfalz für Kunst und Architektur sowie im Folgenden weitere Auszeichnungen. Seit 1980 waren seine Arbeiten in zahlreichen Einzelausstellungen zu sehen, u.a. im Nassauischen Kunstverein in Wiesbaden oder in der DASA in Dortmund. Er realisierte zahlreiche Skulpturen und Brunnen im öffentlichen Raum an verschiedenen Standorten in Deutschland. Linkes Arbeiten waren ebenso in zahlreichen Museen in Deutschland und Japan vertreten. Er lebt und arbeitet in Saulheim und Flonheim. SR

Quelle: lt. Zänker: Ruhr-Nachrichten, 31.10.1986