Dortmund überrascht. Dich.
Gauklerbrunnen im Stadtgarten

Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

Künstler: Artur Schulze-Engels

Titel: Abstrakter Fisch

Die Spiel- und Kletterplastik „Abstrakter Fisch“ im Dorstfelder Schulte-Witten-Park ist eine der abstrakteren Arbeiten Artur Schulze-Engels’. Die Stadt kaufte sie, nachdem das Atelier des Künstlers 1992 zweimal gebrannt hatte.

Standort:
Do-Dorstfeld, Wittener Straße 3, Haus Schulte Witten, Parkseite, 44149 Dortmund
Jahr:
1985
Beschriftung:
keine separate Beschriftung
Technik/Material:
Beton
Höhe:
1,15 m
Breite:
1,3 m
Kunstwerknr.:
44149-010
Abstrakter Fisch
Abstrakter Fisch

Artur Schulze-Engels „Abstrakter Fisch“ zählt zu den Spiel- und Kletterplastiken, die der Dortmunder Bildhauer schuf. Abstrakte geometrische Formen aus Beton bilden eine fischähnliche Form nach. Ein Spalt im vorderen Bereich sowie runde Mulden deuten Maul und Augen an. 1993 kaufte die Stadt die Plastik für 12.000 DM und stellte sie alsbald im Schulte-Witten-Park auf, wo sie im Oktober des Jahres zusammen mit der Wiedereröffnung des renovierten Schulte-Witten-Hauses der Öffentlichkeit übergeben wurde. In dem kleinen Park wurde der ‚Fisch’ nicht nur während der Dorstfelder Ferienspiele von vielen Kindern ausgiebig genutzt. Um das Spielen sicherer zu machen, wurden die Ecken und Kanten angerundet. Vorausgegangen waren dem Ankauf der Plastik von dem Künstler zwei Atelier-Brände im August und Oktober 1992. Dabei war schwerer Schaden entstanden. Artur Schulze-Engels hatte der Stadt für die Entsorgung und den Abriss des beschädigten Ateliers unter anderem den „Abstrakten Fisch“ zu Sonderkonditionen angeboten. Die Stadt nahm das Angebot an und erweiterte so den Bestand der Arbeiten von Artur Schulze-Engels im Dortmunder Stadtraum. Die Spielplastik hatte bereits 1985 kurz an der Kaiserstraße gestanden und bildete gemeinsam mit dem „Straßenfeger“ den Auftakt zur dortigen Kunstmeile. SR

Ruhr-Nachrichten, 2. August 1969; Westfälische Rundschau, 16. November 1975; Ruhr-Nachrichten, 16. November 1975; Westfälische Rundschau, 5. November 1980; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 5. November 1980; Artur Schulze-Engels. Plastik, Rudolf Wiemer, Grafik, hg. v. Kulturamt der Stadt Dortmund, Ausst.-Kat. Torhaus Rombergpark, Dortmund 1982; BBK Info, Mitteilungsblatt des Berufsverbandes Bildender Künstler Westfalen Süd / Nord e.V., 3/1985; Ruhr-Nachrichten, 26. Oktober 1985; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 26. Oktober 1985; Ruhr-Nachrichten, 7. November 1985; Stadt Dortmund (Hg.): Artur Schulze-Engels, Dortmund 1985; Dortmunder Notizen, 2/88; Ruhr-Nachrichten, 11. August 1990; Westfälische Rundschau, 6. November 1990; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 6. November 1990; Anoym (R.F.): Kunst-Werke vebrannten im Flammen-Meer, in: Ruhr-Nachrichten, 19. Oktober 1992; Dirk Berger: Nach Brandstiftung: Bildhauer Artur Schulze-Engels hört auf, in: Westfälische Rundschau, 20. Oktober 1992; Ruhr-Nachrichten, 11. November 1992; Ruhr-Nachrichten, 6. November 1995; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 9. Dezember 1995; Ruhr-Nachrichten, 9. Dezember 1995; Tayfun Belgin: Dortmunder Künstlerverzeichnis, Dortmund 1997, S.145; Tayfun Belgin: Dortmunder Künstlerverzeichnis, Dortmund 1997, S.145.
Westfälische Rundschau, 9. November 1985; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 9. November 1985; Anonym (Jo): Bildhauer bittet um Hilfe: Kunst gegen Abbruchbirne, in: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 11. November 1992; Ruhr-Nachrichten, 5. Oktober 1993.
Artur Schulze-Engels wurde am 6. November 1910 in Dortmund geboren. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Kirchenmaler, an die er ein Studium an der Kunstgewerbeschule Dortmund und an der Hochschule für Bildende Künste Berlin anschloss. Er erhielt 1938 ein Stipendium der Schüchtermann- Stiftung Dortmund für einen einjährigen Aufenthalt in Paris. 1940 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in fünfjährige Kriegsgefangenschaft. Ab 1949 arbeitete er als freischaffender Bildhauer in Dortmund. Er starb kurz nach seinem 85. Geburtstag im Dezember 1995. Seit 2009 erinnert ein nach ihm benannter Platz am Ende der Kaiserstraße an den Dortmunder Bildhauer, der mit vielen beliebten Werken, wie zum Beispiel dem „Bierkutscher“, in Dortmund vertreten ist. SR