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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

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Künstler: Unbekannt

Titel: Grabstätte Familie Reiner Daelen

Die Gruft des Ingenieurs Reiner Daelen (1813-1887) und seiner Familie gehört zu den ältesten erhaltenen Grabstätten auf dem Hörder Friedhof. Eine Gedenktafel der Hoesch Aktiengesellschaft erinnert seit 1987 an das Wirken des ehemaligen Leiters der Hermannshütte.

Standort:
Do-Hörde, Friedhof Hörde, Am Ölpfad, 44263 Dortmund
Jahr:
1887
Beschriftung:
Tafel: “Reiner Daelen wirkte in Hörde von 1847 bis 1869. Er trat als Leiter des Maschinellen Betriebes und der Herstellung von Eisenbahnachsen und –rädern in die Hermann Dietrich Piepenstock & Co Kom. Ges. in Hörde ein. Nach der Umwandlung in den Hoerder Bergwerks- und Hüttenverein im Jahr 1852 leitete er ab 1854 als Oberingenieur die zu dieser Gesellschaft gehörende „Hermannshütte“. Er schuf zahlreiche technische Neuerungen und vergrößerte das Werk durch bedeutende Neubauten. In seine Zeit fällt die Errichtung eines Bessemer-Stahlwerkes, mit dem die Massenstahlerzeugung beginnt. Auf seine Anregung hin wurde 1860 u. a. gemeinsam mit Leopold Hoesch der Verein Deutscher Eisenhüttenleute gegründet. Von 1859 bis 1869 gehörte er dem Rat der Stadt Hörde an.“
Technik/Material:
Grabstein: Sandstein; Sockel: Sandstein ?
Höhe:
Grabstein: ca. 0,08 m; Sockel: ca. 0,35-0,55 m
Breite:
Grabstein: 0,90 m; Sockel: 0,7 m
Kunstwerknr.:
44263-041
Grab Daelen
Grab Daelen

Die Grabstätte ist schlicht gestaltet, besteht nur aus einer großen, rechteckigen Grabplatte, die leicht abgeschrägt auf einem von Efeu umwucherten Sockel liegt. Der Stein trägt die Namen der Verstorbenen und ist mit einem Lorbeerkranz verziert. Reiner Daelen war zunächst in verschiedenen Maschinenfabriken als Werksführer tätig, bevor er seine hüttenmännische Laufbahn bei Eberhard Hoesch & Söhne, Düren, begann. Dort baute er nach belgischem Muster den ersten Puddelofen in der Region. 1847-1869 arbeitete er sehr erfolgreich im Puddel- und Walzwerk von Piepenstock & Co. in Hörde bzw. im Hörder Bergwerks- und Hüttenverein, wo er zuletzt als Oberingenieur die Gesamtleitung der Hermannshütte innehatte. Danach gründete er das Neußer Eisenwerk, das er noch zehn Jahre leitete. Seit dem 100. Todestag Daelens erinnert eine Gedenktafel der Hoesch Aktiengesellschaft an das Wirken des Ingenieurs in Hörde.

Willi Garth: Impressionen aus Hörde. Zeichnungen, Dokumente und Geschichte(n), Dortmund 2012, S. 133-134.