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Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

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Künstler: Jan Bormann

Titel: o. T. (Vier Polyeder)

Jan Bormanns vier Polyeder vor der Westfalia-Apotheke in Oberdorstfeld bestehen aus Anröchter Dolomit. Sie gliedern den Platz und bieten Aufenthaltsqualität auf der kleinen Freifläche.

Standort:
Do-Dorstfeld, Hügelstraße 23, 44149 Dortmund
Jahr:
1975
Beschriftung:
keine separate Beschriftung
Technik/Material:
Anröchter Dolomit
Höhe:
0,8 bzw. 0,4 m
Breite:
0,8 m
Kunstwerknr.:
44149-002
Vier Polyeder
Vier Polyeder

Vor der 1951 eröffneten Westfalia-Apotheke in Oberdorstfeld liegen auf einer kleinen, rot gepflasterten Freifläche vier polyederförmige Steine aus Anröchter Dolomit. Während drei Steine etwa die gleiche Größe, zumindest Höhe haben, fällt ein Stein mit größerer Höhe auf. Dieser vierzehnseitige Stein wurde aus einer Würfelform geschnitten. Die vier Steinblöcke definieren den Vorplatz an zwei seiner Außenkanten, und bilden in ihrer Anordnung einen rechten Winkel. Die Platzgestaltung erfolgte, als die Tochter des Apothekers 1973 das Geschäft übernommen hatte und Jan Bormanns Atelier noch nahe der Apotheke auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Dorstfeld lag. Das steinerne Ensemble strukturiert den Platz, bietet Sitzmöglichkeiten und verhindert das Abstellen von Autos auf dieser Fläche. Es zeigt in Material und Form Ähnlichkeiten zur zeitnahen Gestaltung der Kolpingstraße in der Dortmunder Innenstadt. SR

Westfälische Rundschau, 16. August 1980; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 16. August 1980; Dortmunder Gruppe / Dortmunder Künstlerbund (Hg.): 25 Jahre Dortmunder Gruppe, Dortmunder Künstlerbund. Eine Dokumentation, Bönen 1981, S. 50ff; Jan Bormann. Skulpturen, Erika A. Schäfer. Fotografien, hg. v. Oberstadtdirektor d. Stadt Herne, Alexander von Knorre, Jan Bormann und Erika A. Schäfer, Ausst.-Kat. Flottmannhallen Herne, Emschertalmuseum, Herne 1981; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 12. Mai. 1982; Thomas Grygiel: Jan Bormann, in: Saur. Allgemeines Künstlerlexikon, Bd. 13, München, Leipzig 1996; S. 74; Jan Bormann. Metaphern. Arbeiten eines Bildhauers, Ausst.-Kat., Flottmann-Hallen, Herne 2009; Nadine Albach: Kratzen an der Freiheit der Kunst, in: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 21. November 2009; Anonym (Dema): Kunst im öffentlichen Raum wird vernachlässigt, in: Ruhr Nachrichten, 21. November 2012; Emschergenossenschaft (Hg.),Hans van Oyen: Die blaue Welle. Jan Bormann und das Neue Emschertal – Begegnung mit einem Künstler, Bönen 2014; http://www.schiffart.de/pdf/bormann_vita.pdf [Abruf: 11.03.2014]
Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 365, S. 285; http://www.westfalia-apotheke-dortmund.de/; [Abruf: 2.9.2014]
Jan Bormann wurde 1939 in Dortmund geboren. Er machte zunächst eine Ausbildung als Steinbildhauer, die er mit der Meisterprüfung abschloss und arbeitete einige Jahre in dem Handwerksberuf. Von 1965 bis 1969 studierte er Bildhauerei an der Städtischen Höheren Fachschule für Gestaltung, der späteren Fachhochschule bei Professor Herbert Volwahsen. Nach seinem Studium übernahm er bis 1978 eine Lehrtätigkeit an der FH Dortmund. Seit den 1970er Jahren entstanden zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum im In- und Ausland. Zudem waren und sind seine Arbeiten in Einzelausstellungen, Gruppenausstellungen und auf Bildhauersymposien zu sehen. Bormann verwendet vorwiegend Naturstein und Holz in seinen plastischen Arbeiten. In neueren Werken sind auch andere Materialien wie Stahl zu finden. Jan Bormann lebt und arbeitet mit der Künstlerin Erika A. Schäfer in Castrop-Rauxel. SR