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Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

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Künstler: Theo Uhlmann

Titel: o. T. (Dreiteilige Plastik)

Die dreiteilige Plastik von Theo Uhlmann in Dortmund-Dorstfeld entstand im Rahmen des Neubaus der BAA. Mit ihren Formen bildet sie einen Kontrast zum Gebäude.

Standort:
Do-Dorstfeld, Bundesanstalt für Arbeitstschutz, Friedrich-Henkel-Weg/Vogelpothsweg, 44149 Dortmund
Jahr:
1979/80
Beschriftung:
keine separate Beschriftung
Technik/Material:
Bronze
Höhe:
5,6 bzw. 2,5 m
Kunstwerknr.:
44149-001
Dreiteilige Plastik
Dreiteilige Plastik

„Unserer Meinung nach mußten gestalterische Gegensätze geschaffen werden, die in einem beziehungsreichen Spannungsverhältnis zur gebauten Umgebung standen.“ Ein plastisches Beispiel, dass dieser Aussage Uhlmanns entspricht, gibt es seit Errichtung des Neubaus der BAA in Dortmund-Dorstfeld. Die auch als „Drei Klang“ bezeichnete dreiteilige Plastik entstand im Zuge der Kunst-am-Bau-Verordnung, auch, obwohl sie frei auf einer Rasenfläche vor dem Gebäude steht. Ihre auf Sockeln ruhenden, runden aufgelockerten Formen bilden einen Kontrast zur geschlossenen und eckigen Struktur des Gebäudes dahinter. Eine aufgebrochene Ovalform mit einer aufragenden Stange steht zwischen zwei zur Mitte hin geneigten U-Formen. Auch die kleineren seitlichen Plastiken sind mit Binnenformen ausgestaltet. Während die linke zwei ineinandergreifende Zahnkränze zeigt, ist in die rechte U-Form eine Kugel mit Kreissegmenten eingesetzt. Diese Plastiken stehen ganz im Zeichen einer konkret-geometrischen Plastik und geradezu im Gegensatz zu den figürlichen Arbeiten Uhlmanns in den achtziger Jahren. Wer will, mag in den Binnenformen Andeutungen dreier Gefährdungen aus der Arbeitswelt erkennen: Druckverformung, Räderwerk und Lärm. SR

Stadtarchiv Dortmund, Bestand 500, Prof. Theodor Uhlmann; Stadt- und Pressedienst, 3.3.1982; Ruhr-Nachrichten, 5.3.1982; Westfälische Rundschau, 5.3.1982; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 27.3.1982; Ruhr-Nachrichten, 17.8.1988; Ruhr-Nachrichten, 5.3.1992; Westfälische Rundschau, 6.3.1992; Theodor Uhlmann: Theodor Uhlmann. Skulpturen, Objekte, Zeichnungen, 1961-1997, Dortmund 1997; Westfälische Rundschau, 30.4.2001; Ruhr-Nachrichten, 30.4./1.5.2001; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 30.4./1.5.2001; Ruhr-Nachrichten, 2.5.2001; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 3.5.2001; Ruhr-Nachrichten, 5.5.2001.
Ruhr-Nachrichten, 16.6.1979; Broschüre der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Unfallforschung, o.J. o.S.; 25 Jahre Dortmunder Gruppe/Dortmunder Künstlerbund. Eine Dokumentation, Dortmund 1980, S. 206; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 376, S. 290f; Theodor Uhlmann: Theodor Uhlmann. Skulpturen, Objekte, Zeichnungen, 1961-1997, Dortmund 1997, S. 102 f.
Theo Uhlmann wurde am 6. März 1932 im münsterländischen Südkirchen geboren. Er machte zunächst eine Holz- und Steinbildhauerlehre, die er mit der Meisterprüfung abschloss. 1953 zog er nach Dortmund und studierte an der Werkkunstschule bei Karel Niestrath. Wohl in diesem Rahmen erfolgte seine Mitarbeit an dem seit 1954 entstehenden Antifaschistischen Mahnmal in der Bittermark. Seine eigenen bildhauerischen Arbeiten waren zunächst der geometrisch-konkreten Kunst zuzuordnen. In den achtziger Jahren wendete er sich der menschlichen Figur zu.1964 übernahm Theo Uhlmann einen Lehrauftrag an der Werkkunstschule Dortmund. Zehn Jahre später, mit der Umwandlung der Einrichtung zur Fachhochschule wurde er zum Professor ernannt. Neben seiner bildhauerischen und lehrenden Tätigkeit beteiligte sich Uhlmann in verschiedenen Funktionen am politischen Geschehen in Dortmund. So war er lange Jahre Vorsitzender des Kulturausschusses, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Verwaltungsratsvorsitzender der städtischen Sparkasse. Ebenso war er Bundesvorsitzender des Bundesverbandes Bildender Künstler. Theo Uhlmann starb am 28.04.2001. SR

Quelle: Lit. lt. Zänker: Broschüre der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Unfallforschung. 25 Jahre Dortmunder Gruppe/Dortmunder Künstlerbund, S. 206.