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Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

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Künstler: Josef Gollwitzer

Titel: o. T. (Nashorn)

Ein wuchtiges Nashorn aus Bronze begrüßt die Bewohner und Besucher des Dortmunder Collegium Augustinum in der Kirchhörder Straße. Diese Skulptur von Josef Gollwitzer ist insgesamt 44 Mal in Deutschland im öffentlichen Raum zu finden – einige als ,,Leitbild’’ vor den Seniorenstiften des Augustinum-Unternehmens.

Standort:
Do-Lücklemberg, Kirchhörder Straße/Olpketalstraße, 44229 Dortmund
Jahr:
1978
Beschriftung:
Keine Angabe
Technik/Material:
Bronzehohlguss
Höhe:
1,74 m
Breite:
2,2 m
Kunstwerknr.:
44229-005
Nashorn
Nashorn

Die Figur wurde nach einem Entwurf von Gollwitzer in der Münchener Kunstgießerei Herbig im Hohlgussverfahren hergestellt. Bei genauerer Betrachtung fallen die groben, ,,porös’’ wirkenden Partien auf den größeren Flächen des Rumpfes auf, während die beiden Hörner und die Ohren feiner ausgearbeitet sind. Beide Varianten der Oberflächenbehandlung entsprechen dem natürlichen Erscheinungsbild des Tieres. In nur zarten Konturen sind Augen, Mund und Rippen angedeutet. Trotz der markanten Hörner, die das Nashorn als oftmals bedrohlich und herausfordernd charakterisieren, wirkt Gollwitzers Darstellung eher liebenswürdig und sanft. Wegen dieser doppeldeutigen Eigenschaften scheint Georg Rückert, Gründer der Augustinums-Häuser Ende der 1950er-Jahre besonders das Nashorn als Symbol für sein Unternehmen gewählt zu haben. In der Publikation von Dieter Lattmann über die Geschichte des Augustinums heißt es: ,,Das Nashorn verkörpert die Eigenschaften, die das Collegium Augustinum gerne für sich beansprucht: ein freundliches Tier, das keine Feinde hat, ein wuchtiger, aber wendiger Koloss, den zu reizen nicht ungefährlich ist. Ein Dickhäuter von gleichwohl höchster Sensibilität, Einzelgänger mit dennoch ausgeprägtem Familiensinn.’’ Auch bei einer der letzten Stiftseröffnungen in 2010 warb die Direktorin des Stuttgarter Hauses, Petra Hellenthal mit dem Tier zugeschriebenen Eigenschaften ,,Furchtlosigkeit und Unbeirrbarkeit’’ für das Konzept der sozialen Einrichtungen des seit über 50 Jahren tätigen Unternehmens. Der Pressesprecher ergänzte: ,,Das selbstbestimmte Leben in der eigenen Umgebung wird durch das Nashorn symbolisiert.’’ Auch in Dortmund dient die Plastik zur Verschönerung des Eingangsbereiches, sondern als Symbolträger. FW

Dieter Lattmann, ,,Es will Abend werden’’, 2016, ohne Paginierung. Stuttgarter Nachrichten, ,,Ein friedliebendes Nashorn bewacht das Wohnstift’’, von Jens Noll, 26. März 2010, in: https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.ein-friedliebendes-nashorn-bewacht-das-wohnstift.df9977aa-9006-4989-8afe-f9c853bcc13a.html (zuletzt abgerufen: 19.12.2017)
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