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Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

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Künstler: Künstler unbekannt

Titel: Gedenkstein für den jüdischen Friedhof Wickede

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts existierte ein jüdischer Friedhof am Bockumweg in Wickede. Er lag südlich des evangelischen Gottesackers und wurde 1938 von den Nationalsozialisten zerstört. 1940 fanden Umbettungen nach Dortmund statt. Bereits ein Jahr nach Ende des NS-Regimes entstand im Auftrag der Stadt Dortmund an gleicher Stelle eine Grünanlage mit Gedenkstein, rekonstruierten Grabsteinen und zwei Bänken. UG

Standort:
Do-Wickede, Bockumweg, 44319 Dortmund
Jahr:
1946
Beschriftung:
keine separate Beschilderung; Inschrift: "An dieser Stelle hat der israelische Friedhof der Gemeinde Wickede seit ungefähr 150 Jahren bestanden und ist 1938 dem Rassenhaß und der Unduldsamkeit zum Opfer gefallen. Die jetzt hier geschaffene Grün- und Ruheanlage ist in den Besitz der Stadt Dortmund übergegangen und wird der Obhut und Pflege aller Bürger anvertraut. Diese Anlage wurde 1946 geschaffen."
Technik/Material:
Marmor
Höhe:
ca. 1,2 m
Breite:
0,8 m
Kunstwerknr.:
44319-006
Gedenkstein für den jüdischen Friedhof
Gedenkstein für den jüdischen Friedhof

Der geschliffene, dunkle Stein mit unbearbeiteten Bruchkanten trägt die Inschrift: „An dieser Stelle hat der israelische Friedhof der Gemeinde Wickede seit ungefähr 150 Jahren bestanden und ist 1938 dem Rassenhaß und der Unduldsamkeit zum Opfer gefallen. Die jetzt hier geschaffene Grün- und Ruheanlage ist in den Besitz der Stadt Dortmund übergegangen und wird der Obhut und Pflege aller Bürger anvertraut. Diese Anlage wurde 1946 geschaffen." UG

Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945, erstellt vom Stadtarchiv Dortmund, Dortmund 1981, S. 265ff.; Hartmut Stratmann, Günter Birkmann: Jüdische Friedhöfe in Westfalen und Lippe, Düsseldorf 1987, S. 47.; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 12, S. 44.

Quelle: lt. Zänker: Widerstand und Verfolgung in Dortmund.1933-1945, S.265ff.