Gauklerbrunnen im Stadtgarten

Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

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Künstler: Firma F. Müller

Titel: Kriegerehrenmal 1914/1918 und 1939/1945

Das Kriegerehrenmal an der Denkmalstraße erinnert mit einer ungewöhnlichen Gestaltung an die Gefallenen im Ersten Weltkrieg aus den Gemeinden Husen und Kurl. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfuhr es eine Umgestaltung.

Standort:
Do-Kurl-Husen, Denkmalstraße, 44319 Dortmund
Jahr:
1928
Beschriftung:
keine separate Beschilderung; Inschrift: "Dem Andenken der in zwei Weltkriegen Gefallenen und Vermißten der Gemeinde Husen und Kurl. Wir mahnen" "Euer Opfer ist Unsere Verpflichtung: Frieden"
Technik/Material:
Sandstein
Höhe:
3 m; Tafel: ca. 1,84 m
Breite:
2 m; Tafel: 0,94 m
Kunstwerknr.:
44319-015
Kriegerehrenmal
Kriegerehrenmal

Ein in seiner Form ungewöhnliches Kriegerehrenmal ist an der Denkmalstraße zu sehen. Auf einem kleinen gepflasterten Platz steht eine etwa drei Meter hohe, abgestumpfte Sandsteinpyramide. Sie wird von einer metallenen, kleinen Kreuzform bekrönt. Im oberen Bereich des Denkmals mahnt die Inschrift "Euer Opfer ist Unsere Verpflichtung: Frieden" zu einem friedvollen Miteinander. Auf einer etwa mannshohen Steintafel ist: "Dem Andenken der in zwei Weltkriegen Gefallenen und Vermißten der Gemeinde Husen und Kurl. Wir mahnen" zu lesen. Das Denkmal war von den Kriegervereinen und anderen Vereinen sowie der Bevölkerung beauftragt und finanziert worden. Ausgeführt wurde es von der Firma F. Müller aus Bochum. Nur kurze Zeit nach der Eingemeindung von Husen und Kurl nach Dortmund, erfolgte am 8. Juli 1928 die Grundsteinlegung und am 9. September 1928 die Enthüllung des Denkmals. Es sah damals noch etwas anders aus: an der Vorderseite trug eine Bronzetafel die Inschrift „Treue um Treue“ und die Namen der 101 [auch 105 genannt, Anm. d. V.] Gefallenen der Gemeinden Husen und Kurl. Oben schloss es mit einem steinernen Bild des Eisernen Kreuzes ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bronzetafel durch eine Steintafel mit dem oben genannten Text ersetzt und das Eiserne Kreuz durch ein schlichtes Metallkreuz ausgetauscht. Das Kriegerehrenmal an der Denkmalstraße ist ein relativ frühes und schlichtes Beispiel des Gedenkens an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges und später der Opfer des Zweiten Weltkrieges. Hier ging und geht es mehr um Trauer- und Erinnerungsarbeit denn um neuerliche Einstimmung auf die Mobilmachung, wie sie an vielen Denkmälern der 1930er Jahre abzulesen ist. SR

Anonym: Das Soldatentreffen in Husen-Kurl, in: Dortmunder Zeitung, 16. Juni 1928; Anonym: Ohne Titel (Dortmund-Husen-Kurl), in: Dortmunder Zeitung, 7. Juli 1928; Anonym: Ohne Titel (Dortmund-Husen. Grundsteinlegung für das Ehrenmal in Dortmund-Husen-Kurl), in: Dortmunder Zeitung, 11. Juli 1928; Anonym: Gefallenen-Ehrung im Stadtteil Husen-Kurl, in: Dortmunder Zeitung, 9. September 1928; Anonym: Einweihung des Kriegerdenkmals im Stadtteill Husen-Kurl, in: Tremonia, 11. September 1928; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 59, S. 75.; http://www.lokalkompass.de/dortmund-ost/leute/volktstrauertag-gedenken-am-husener-ehrenmal-m2647132,488526.html [Abruf: 30.06.2015]