Gauklerbrunnen im Stadtgarten

Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

Künstler: Theo Uhlmann

Titel: o. T. (Windplastik)

Für eine Wohnanlage in Brackel gestaltete Theo Uhlmann 1979 eine windbewegliche Plastik aus Edelstahl. Das Werk basiert auf grundlegenden geometrischen und technoiden Formen.

Standort:
Do-Brackel, Schöffenweg, Wohnanlage, 44309 Dortmund
Jahr:
1979
Beschriftung:
keine separate Beschilderung
Technik/Material:
Edelstahl u. Bronze
Höhe:
ca. 3,5 m
Kunstwerknr.:
44309-006
Windplastik
Windplastik

Die 3,5 Meter hohe Plastik von dem Bildhauer Theo Uhlmann wurde von der Gemeinnützigen Deutschen Wohnungsbaugesellschaft in Auftrag gegeben. Auf einem Edelstahlpfeiler ist ein zweifach rechtwinklig abgeknickter Edelstahlrahmen drehbar auf einer mechanischen Welle montiert. Sein Umriss beschreibt, frontal betrachtet, ein Quadrat mit abgerundeten Ecken, in der Mitte ist eine kreisrunde Öffnung, in die zwei bewegliche Binnenformen eingefügt sind. Für die Windgriffigkeit und als Gestaltungselement wurde eine fast Dreiviertel vollständige Scheibe mit einer quadratischen Platte in ihrem unteren Viertel verwendet. Die matt schwarz lackierten Formen des Mobiles kontrastieren mit dem glänzenden, hellen Edelstahl. Die winderzeugte Bewegung, die Rahmen und Binnenform mit- oder gegeneinander dreht, ist ein integraler, ästhetischer Bestandteil und Voraussetzung des kinetischen Objektes. Die Gestaltung basiert auf grundlegenden geometrischen und technoiden Formen, ohne symbolische Bedeutung. Von Theo Uhlmann gibt es zahlreiche weitere Werke im öffentlichen Raum Dortmunds wie zum Beispiel eine ähnliche, windbewegliche Plastik in Hacheney oder die „Drei Musen“, eine figürliche Gestaltung vor dem Hauptsitz der Stadtsparkasse. IF

Stadtarchiv Dortmund, Bestand 500, Prof. Theodor Uhlmann; Stadt- und Pressedienst, 3.3.1982; Ruhr-Nachrichten, 5.3.1982; Westfälische Rundschau, 5.3.1982; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 27.3.1982; Ruhr-Nachrichten, 17.8.1988; Ruhr-Nachrichten, 5.3.1992; Westfälische Rundschau, 6.3.1992; Theodor Uhlmann: Theodor Uhlmann. Skulpturen, Objekte, Zeichnungen, 1961-1997, Dortmund 1997; Westfälische Rundschau, 30.4.2001; Ruhr-Nachrichten, 30.4./1.5.2001; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 30.4./1.5.2001; Ruhr-Nachrichten, 2.5.2001; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 3.5.2001; Ruhr-Nachrichten, 5.5.2001.
Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr.373, S.289.;
Theo Uhlmann wurde am 6. März 1932 im münsterländischen Südkirchen geboren. Er machte zunächst eine Holz- und Steinbildhauerlehre, die er mit der Meisterprüfung abschloss. 1953 zog er nach Dortmund und studierte an der Werkkunstschule bei Karel Niestrath. Wohl in diesem Rahmen erfolgte seine Mitarbeit an dem seit 1954 entstehenden Antifaschistischen Mahnmal in der Bittermark. Seine eigenen bildhauerischen Arbeiten waren zunächst der geometrisch-konkreten Kunst zuzuordnen. In den achtziger Jahren wendete er sich der menschlichen Figur zu.1964 übernahm Theo Uhlmann einen Lehrauftrag an der Werkkunstschule Dortmund. Zehn Jahre später, mit der Umwandlung der Einrichtung zur Fachhochschule wurde er zum Professor ernannt. Neben seiner bildhauerischen und lehrenden Tätigkeit beteiligte sich Uhlmann in verschiedenen Funktionen am politischen Geschehen in Dortmund. So war er lange Jahre Vorsitzender des Kulturausschusses, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Verwaltungsratsvorsitzender der städtischen Sparkasse. Ebenso war er Bundesvorsitzender des Bundesverbandes Bildender Künstler. Theo Uhlmann starb am 28.04.2001. SR