Gauklerbrunnen im Stadtgarten

Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

Künstler: Anselm Treese

Titel: 1994 hingesetzt

„1994 hingesetzt" ist eine von zwei Skulpturen des bekannten Dortmunder Bildhauers Anselm Treese in Dortmund-Wellinghofen. Sie stellt Zahlen und abstrakte Figuren zugleich dar.

Standort:
Do-Wellinghofen, Wellinghofer Amtsstraße/Ecke Preinstraße/ Marktplatz, 44265 Dortmund
Jahr:
1994
Beschriftung:
„1994 hingesetzt von Anselm Treese/Gestiftet von der Stadtsparkasse Dortmund“
Technik/Material:
Bronze
Höhe:
1,45 m
Breite:
1,15 m
Kunstwerknr.:
44265-012
Figur 1994
Figur 1994

Auf dem Wellinghofer Marktplatz „sitzt“ eine Bronzeskulptur von Anselm Treese. Sie stellt die Ziffern 1994 dar, aber auch eine abstrakte Sitzgruppe. Als Zahlen sind die Skulpturenelemente leicht verbogen, als Figuren flegeln sie sich aneinandergeschmiegt auf der kleinen, runden Mauer. „1994 hingesetzt“ ist eine der Jahreszahlenskulpturen von Treese, die er über viele Jahre entwarf. Die Wellinghofer Skulptur bildete den Abschluss der Sanierung des Markplatzes. Die Pflasterarbeiten des Platzes waren 1993 abgeschlossen. Anselm Treeses Entwurf konkurrierte mit dem eines abstrakten Fantasiegebildes des ebenfalls in Dortmund bekannten Bildhauers Reinhold Kostrzewa. Die Fraktionen der Bezirksvertretung Hörde entschieden sich schließlich für Treeses „1994 hingesetzt“. Die Anfertigung der Skulptur wurde mit 80.000 Mark von der Sparkasse unterstützt. Im September 1994 enthüllte Anselm Treese die mehrere Zentner schwere Skulptur im Beisein von über hundert Menschen. Nicht weit von ihr ist eine weitere Arbeit des Bildhauers zu finden, die Großplastik "Plastik in Funktion einer Treppe" an der Johann-Gutenberg-Realschule. SR

Anselm Treese, hg. v. Stadt Dortmund, Alfons Spielhoff, Ausst.-Kat. VHS Dortmund/Fritz-Henßler-Haus, Dortmund 1961; Otto Königsberger: Anselm Treese, Dortmund 1965; Anselm Treese: Anselm Treese. Zur Information und Anregung. Der Bildhauer Anselm Treese zeigt Ergebnisse seines Schaffens, Dortmund 1972; Werner Warsinksy: Anselm Treese, in: Dortmunder Kulturarbeit, Heft 30/73; S. 19-22; Anselm Treese: Anselm Treese. Rückblicke 1982-1955, Dortmund o. J.; Westfälische Rundschau, 23.11.1987; Ruhr-Nachrichten, 4.8.1990; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 15.8.1990; Ruhr-Nachrichten, 25.8.1990; Anselm Treese: Wände und Mauern als Kunstobjekte, Dortmund 1993, S. o . A.; Ruhr-Nachrichten, 16.8.2000; Westfälische Rundschau, 16.8.2000; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 16.8.2000; Ruhr-Nachrichten, 22.6.2004; Ruhr-Nachrichten, 23.6.2004; Ruhr-Nachrichten, 16.8.2005; Westfälische Rundschau, 17.8.2010; Ruhr-Nachrichten, 14.8.2010; https://de.wikipedia.org/wiki/Anselm_Treese [Abruf: 27.3.2014]; http://www.keom02.de/KEOM%202001/raum/hagen/treese_anselm.html [Abruf: 27.3.2014]
Ruhr-Nachrichten, 21.4.1994; Westfälische Rundschau, 20.9.1994; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 20.9.1994.
Anselm Treese wurde am 16. August 1930 in Dortmund-Hörde geboren. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Schreiner und arbeitete in diesem Beruf. Ab 1953 schloss er ein Studium an der Werkkunstschule zunächst in Lünen, dann in Dortmund bei Karel Niestrath ab. Seit seinem Studium war Treese als freischaffender Bildhauer tätig. Bereits in den 1950er Jahren wurden seine Werke „Aufschrei“, „Flamme“ und „Vergänglich“ in öffentlichen Gebäuden in Lünen aufgestellt. Bekannt wurde er in Dortmund spätestens mit seiner kontrovers diskutierten Betonplastik vor der Reinoldikirche, die 1975 fertig gestellt wurde. Treeses Arbeiten für den öffentlichen Raum, vorrangig Betonplastiken und Ziegelreliefs, finden sich im Ruhrgebiet und Umgebung. Er starb am 18. Juni 2004 in Dortmund. SR