Dortmund überrascht. Dich.
Gauklerbrunnen im Stadtgarten

Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

Informationen zum Coronavirus

Informationen zu den aktuell geltenden Regelungen finden Sie hier:

Künstler: Künstler unbekannt

Titel: Gedenkstein Kriegsgefangenenlager Stralag VI D

Seit 2007 erinnert auf dem Gelände der Westfalenhallen AG ein hoher, nur grob bearbeiteter Sandstein samt Bronzetafel an das Stammlager VI D für Kriegsgefangene, die im Zweiten Weltkrieg in der Schwerindustrie des Ruhrgebiets als Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Das Lager befand sich 1939-1941 in der Westfalenhalle. Als die Kapazität nicht mehr ausreichte, wurden auf 17 Hektar des Volksparks Holzbaracken errichtet. Im Stralag VI D waren von 1939-1945 insgesamt 70.000 Gefangene untergebracht. UG

Standort:
Do-Mitte, Rheinlanddamm, an der Westfalenhalle, am Ende der Fußgängerbrücke über die B1, 44139 Dortmund
Jahr:
2007
Beschriftung:
Inschrift Bronzetafel: „MAHNUNG UND GEDENKEN VON 1939 BIS 1945 WAREN IM KRIEGSGEFANGENENLAGER STALAG VI D IN DER WESTAFLENHALLE UND IN DEN ANGRENZENDEN BARACKEN VIELE TAUSEND KRIEGSGEFANGENE AUS ZAHLREICHEN LÄNDERN, VORWIEGEND AUS POLEN, BELGIEN, FRANKREICH, JUGOSLAWIEN, DER SOWJETUNION UND ITALIEN INTERNIERT. UNTER BRUCH INTERNATIONALER ABKOMMEN MUSSTEN DIE KRIEGSGEFANGENEN UNTER MENSCHENUNWÜRDIGEN BEDINGUNGEN ZWANGSARBEIT IN RÜSTUNGS- UND INDUSTRIEBETRIEBEN, AUF ZECHEN UND IN PRIVATEN UND KOMMUNALEN UNTERNEHMEN LEISTEN. MEHRERE TAUSEND KRIEGSGEFANGENE STARBEN INFOLGE VON WILLKÜRAKTEN, KRANKHEIT, UNTERERNÄHRUNG UND DURCH BOMBENANGRIFFE, DENEN SIE SCHUTZLOS AUSGELIEFERT WAREN.“
Technik/Material:
Sandstein, Bronze
Höhe:
2,7 m; Bronzeplatte: 0,95 m
Breite:
1,4 m; Bronzeplatte: 0,6 m
Kunstwerknr.:
44139-066
Gedenkstein Kriegsgefangenenlager Stalag
Gedenkstein Kriegsgefangenenlager Stalag

Die Inschrift erinnert: „Mahnung und Gedenken. Von 1939 bis 1945 waren im Kriegsgefangenenlager Stralag VI D in der Westfalenhalle und in den angrenzenden Baracken viele tausend Kriegsgefangene aus zahlreichen Ländern, vorwiegend aus Polen, Belgien, Frankreich, Jugoslawien, der Sowjetunion und Italien interniert. Unter Bruch internationaler Abkommen mussten die Kriegsgefangenen unter menschenunwürdigen Bedingungen Zwangsarbeit in Rüstungs- und Industriebetrieben, auf Zechen und in privaten und kommunalen Unternehmen leisten. Mehrere tausend Kriegsgefangene starben infolge von Willkürakten, Krankheit, Unterernährung und durch Bombenangriffe, denen sie schutzlos ausgeliefert waren.“ UG

http://www.erport-do.de/wiki/index.php/Stalag_VI_D_-_Dortmund-Westfalenhalle; Markus Günnewig: Gedenken an Zwangsarbeit durch Kriegsgefangene in Dortmund, in: Heimat Dortmund 2011, Heft 1, S. 62-63, hier: S. 63; Bruno Fischer: Ruhrgebiet 1933-1945. Der historische Reiseführer, Berlin 2009. S. 100

Quelle: http://www.erport-do.de/wiki/index.php/Stalag_VI_D_-_Dortmund-Westfalenhalle; Markus Günnewig: Gedenken an Zwangsarbeit durch Kriegsgefangene in Dortmund, in: Heimat Dortmund 2011, Heft 1, S. 62-63, hier: S. 63.