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Gauklerbrunnen im Stadtgarten

Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

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Künstler: Artur Schulze-Engels

Titel: o. T. (Liegender)

Der Dortmunder Bildhauer Artur Schulze-Engels gestaltete 1959 die Betonfigur „Liegender“ mit abstrahierten Formen, die zweimal in Dortmund aufgestellt wurde.

Standort:
Do-Mitte, Alfons-Spielhoff-Platz, 44137 Dortmund
Jahr:
1959/1965 (Datierung des Nachgusses unbekannt)
Beschriftung:
keine separate Beschriftung.
Technik/Material:
Beton
Höhe:
ca. 0,7 m
Breite:
ca. 1,3 m
Kunstwerknr.:
44137-060
Liegender
Liegender

Am Alfons-Spielhoff-Platz befindet sich der Beton-Abguss des „Liegenden“, einer unterlebensgroßen Skulptur von 1965, die im Auftrag der Stadt Dortmund von Artur Schulze-Engels für die Grünfläche hinter dem Wilhelm-Hansmann-Haus angefertigt wurde. Die geschlechts- und gesichtslose, abstrahierte Figur liegt, auf den linken Arm gestützt, mit angewinkelten Beinen auf der Seite. Sie verbirgt das Gesicht hinter der linken Hand, den rechten Arm hat sie auf dem rechten, aufgestellten Bein abgelegt. Das linke Bein liegt angewinkelt auf dem Boden, an den Knöcheln kreuzen sich beide Beine. Arme und Beine enden in Stümpfen. Schulze-Engels verwendete hier einfache, kubische Elemente. Die anatomischen Details verschmelzen miteinander, so entsteht ein geschlossener Eindruck. Der Dortmunder Bildhauer Artur Schulze-Engels (1910-1995) hat seit 1949 zahlreiche weitere Werke für den öffentlichen Raum in Dortmund geschaffen, zum Beispiel an der Kaiserstraße den Pfennigroller oder den Bierkutscher am Stadtgarten. IF

Ruhr-Nachrichten, 2. August 1969; Westfälische Rundschau, 16. November 1975; Ruhr-Nachrichten, 16. November 1975; Westfälische Rundschau, 5. November 1980; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 5. November 1980; Artur Schulze-Engels. Plastik, Rudolf Wiemer, Grafik, hg. v. Kulturamt der Stadt Dortmund, Ausst.-Kat. Torhaus Rombergpark, Dortmund 1982; BBK Info, Mitteilungsblatt des Berufsverbandes Bildender Künstler Westfalen Süd / Nord e.V., 3/1985; Ruhr-Nachrichten, 26. Oktober 1985; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 26. Oktober 1985; Ruhr-Nachrichten, 7. November 1985; Stadt Dortmund (Hg.): Artur Schulze-Engels, Dortmund 1985; Dortmunder Notizen, 2/88; Ruhr-Nachrichten, 11. August 1990; Westfälische Rundschau, 6. November 1990; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 6. November 1990; Anoym (R.F.): Kunst-Werke vebrannten im Flammen-Meer, in: Ruhr-Nachrichten, 19. Oktober 1992; Dirk Berger: Nach Brandstiftung: Bildhauer Artur Schulze-Engels hört auf, in: Westfälische Rundschau, 20. Oktober 1992; Ruhr-Nachrichten, 11. November 1992; Ruhr-Nachrichten, 6. November 1995; Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 9. Dezember 1995; Ruhr-Nachrichten, 9. Dezember 1995; Tayfun Belgin: Dortmunder Künstlerverzeichnis, Dortmund 1997, S.145; Tayfun Belgin: Dortmunder Künstlerverzeichnis, Dortmund 1997, S.145.
Roland Altmann u. a.: 25 Jahre Dortmunder Gruppe, Dortmunder Künstlerbund. Eine Dokumentation, Dortmund 1980, S. 186.; Stadt Dortmund (Hg.): Artur Schulze-Engels, Dortmund 1985, o. S., Abb. 11.; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 228, S. 191.;
Artur Schulze-Engels wurde am 6. November 1910 in Dortmund geboren. Er machte zunächst eine Ausbildung zum Kirchenmaler, an die er ein Studium an der Kunstgewerbeschule Dortmund und an der Hochschule für Bildende Künste Berlin anschloss. Er erhielt 1938 ein Stipendium der Schüchtermann- Stiftung Dortmund für einen einjährigen Aufenthalt in Paris. 1940 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und geriet in fünfjährige Kriegsgefangenschaft. Ab 1949 arbeitete er als freischaffender Bildhauer in Dortmund. Er starb kurz nach seinem 85. Geburtstag im Dezember 1995. Seit 2009 erinnert ein nach ihm benannter Platz am Ende der Kaiserstraße an den Dortmunder Bildhauer, der mit vielen beliebten Werken, wie zum Beispiel dem „Bierkutscher“, in Dortmund vertreten ist. SR

Quelle: Zänker: 25 Jahre Dortmunder Gruppe/ Dortmunder Künstlerbund, S. 186.