Gauklerbrunnen im Stadtgarten

Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

Künstler: Georg Hartje

Titel: Gedenktafel Alte Krone

Die Bronzetafel zeigt eine Häuserzeile am Alten Markt, zur linken die „Krone am Markt“, das Stammhaus der Privatbrauerei Dortmunder Kronen, und zur rechten das Alte Rathaus im barocken Zustand. Unter der Tafel erklärte ursprünglich eine zweite Tafel: „Stammhaus der Privatbrauerei Dortmunder Kronen / bereits 1430 als Brauhaus erwähnt / älteste Braustätte Dortmunds und Westfalens / 250 Jahre im Familienbesitz / 550 Jahre Brautradition / bis 1873 wurde hier das Kronenbier gebraut.“ UG

Standort:
Do-Mitte, Hansa-Carré-Passage, Alter Markt, 44137 Dortmund
Jahr:
um 1960
Beschriftung:
li. unten: "GUSS G. SCHMÄKE DDRF"; rechts unten: "HARTJE"; unten: "ALTE KRONE AM MARKT UM 1729"
Technik/Material:
Bronze
Höhe:
0,85 m
Breite:
1,77 m
Kunstwerknr.:
44137-002
Gedenktafel Alte Krone am Markt
Gedenktafel Alte Krone am Markt

Die Gedenktafel erinnert an die lange Brautradition in Dortmund, insbesondere an die erfolgreiche Geschichte der Privatbrauerei Dortmunder Kronen. Das alte Brauhaus „Krone am Markt“, die älteste Gastwirtschaft und Braustätte Dortmunds, wird bereits 1430 vom Dortmunder Chronisten Dietrich Westhoff erwähnt. 1729 wurde sie samt Braugerechtigkeit und –gerätschaften von Johann Wenker (1675–1732) und seiner Ehefrau erworben. Franz Heinrich Wenker (1825-1905) wurde zum eigentlichen Gründer der Kronenbrauerei. Er führte 1843 nach bayrischem Vorbild die untergärige Braumethode ein. 1873 wurde die Brauerei an die Kronenburg an die Märkische Straße verlegt und zu einem Großbetrieb ausgebaut. Nachdem die Kronenbrauerei 1987 die Dortmunder Stifts-Brauerei und 1992 die Dortmunder Thier Brauerei übernommen hatte, wurde sie 1996 an die Dortmunder Actien-Brauerei verkauft. UG

Stadtarchiv Dortmund, Dortmunder Adressbuch; Bundesgartenschau Dortmund 1959 – Plastik, hg. von der Gesamtleitung der Bundesgartenschau Dortmund. Ausschuss für allgemeine künstlerische Gestaltung, Dortmund 1959, Werkverzeichnis, o.S.; http://www.lwl.org/pressemitteilungen/mitteilung.php?urlID=14161 [Abruf: 5.7.2019]
Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 16, S. 47.
Der Bildhauer Georg Hartje wurde 1900 in München geboren und lebte ab 1926 in Dortmund. Hier arbeitete er für verschiedene öffentliche Auftraggeber. Wiederholt war er mit seiner Frau und Bildhauerin Grete Hartje-Coers auf den Großen Westfälischen Kunstausstellungen 1926-1943 präsent, die seit 1934 alljährlich im „Haus der Kunst“ in Dortmund stattfanden. Hartje entwarf die Reliefs mit Arbeitsdarstellungen für das Finanzamt Dortmund (1938) und das Relief „Bergmann, Soldat, Hüttenmann“ (1939) an der Dortmunder Kaserne. Seine Arbeiten aus den 30er Jahren sind ganz dem Nationalsozialismus verpflichtet. Auch nach 1945 waren seine gegenständlichen Skulpturen gefragt. 1957 entstand sein mächtiges Wisent aus Bronze, das 1959 in den Dortmunder Westfalenpark einzog. In den 1950er Jahren lebte Hartje in Langscheid am Sorpesee. Wann er starb, ist unbekannt. UG, SR, IF

Quelle: Stadtarchiv Dortmund, Dortmunder Adressbuch;