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Gauklerbrunnen im Stadtgarten

Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

Künstler: Clemens Buscher

Titel: Grabstätte Familie Otto Taeglichsbeck

Das Grabmal erinnert an den Direktor des Königlichen Oberbergamts Dortmund und Reichstagsabgeordneten Otto Taeglichsbeck (1838-1903). Es zeigt einen Knappen in Bergmannstracht trauernd vor einem Monolith aus Schwarz-Schwedisch. Der Monolith verjüngt sich nach oben. Ihn schmückt ein Bronzemedaillon mit dem Porträt des Verstorbenen im Halbprofil nach rechts. Darunter erinnern die preußische Krone sowie Hammer und Schlegel an die berufliche Stellung Taeglichsbecks. Aus dem Naturstein ist eine Tafel herausgearbeitet mit der Inschrift: „Dem Andenken des Berghauptmanns Taeglichsbeck gewidmet von den Bergbautreibenden, den Königlichen und den Privat-Bergbeamten des Oberbergamtbezirkes Dortmund“. Ein bronzener Lorbeerkranz und Palmwedel sind ihm zu Ehren am Stein niedergelegt. UG

Standort:
Do-Mitte, Robert-Koch-Straße/Ostfriedhof (Feld 10), 44143 Dortmund
Jahr:
1904
Beschriftung:
"Dem Andenken / des Berghauptmannes / Taeglichsbeck / Gewidmet von den / Bergbautreibenden / den Koeniglichen und den Privat=/Bergbe/amten des Oberberg=/Amtenbezirks Dortmund" (Versalien)
Technik/Material:
Schwarz-Schwedisch, Bronze
Höhe:
Gesamt: 3,97 m; Skulptur: 1,99 m; Sockel: 0,57 m; Steinplatte:0,9 m
Breite:
Skulptur: 0,77 m; Sockel: ca. 2 m; Platte: 0,7 m
Durchmesser:
Medaillon: 1,5 m
Kunstwerknr.:
44143-005
Grabmal Familie Taeglichsbeck
Grabmal Familie Taeglichsbeck

Taeglichsbeck begann seine berufliche Laufbahn in der preußischen Bergverwaltung 1856 als Bergexpektant. 1864 wurde er Bergreferendar und 1867 erfolgte die Ernennung zum Bergassessor. 1863-73 leitete er die Zeche Ver. Maria Ann und Steinbank in Wattenscheid-Höntrup. Anschließend kehrte er in den Staatsdienst zurück und arbeitete für verschiedene Bergbaubehörden. Schließlich wurde er um 1892 zum Berghauptmann ernannt und leitete das Oberbergamt Dortmund. Er setzte sich für Arbeitssicherheit im Bergbau ein sowie für eine Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation der Bergleute. 1881-84 war er nationalliberaler Abgeordneter im Reichstag. UG

Andreas Bolz, Matthias Kampmann: Gräber aus der Gründerzeit. Der Ostfriedhof als Beispiel für einen ungewöhnlichen Kunst-, Geschichts- und Erholungsort, in: Heimat Dortmund, 1996, Heft 2, S. 32-38, hier S. 32-33; Emilia Köhne, Heinrich Schade: Nachtrag zur Arbeit von Rosemarie Sova, geb. Nöring. Typoskript. Dortmund o. J. (um 1997), Nr. 38; Michael Lemken: Ein Ort (nicht nur) für Prominente - Der Ostfriedhof, in: Heimat Dortmund 2011, Heft 3, S. 24-27, hier: S. 24-25.
Nach einem Studium der Bildhauerei an der Münchner Kunstakademie und einem zweijährigen Studienaufenthalt in Italien wurde Clemens Buscher (1855-1916) 1883 als Fachlehrer für ornamentales und figurales Modellieren, Holzschnitzen und Freihandzeichnen an die Düsseldorfer Kunstgewerbeschule berufen, dort später zum Professor ernannt. Aus gesundheitlichen Gründen beendete er 1902 seine Lehrtätigkeit, blieb aber freischaffend tätig. Er fertigte zahlreiche Statuen, Denkmäler, Büsten und Ehrengaben, schuf u.a. Standbilder Kaiser Wilhelms I. in Mülheim an der Ruhr (1898), Bochum (1904) und Frankfurt am Main (1891–1896). Clemens Buscher war Gründungsmitglied des Düsseldorfer Malkastens. UG