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Gauklerbrunnen im Stadtgarten

Kunst im öffentlichen Raum

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): zielske photographie

Künstler: Künstler unbekannt

Titel: Mahnmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes

Das Mahnmal für die jüdischen Opfer des NS-Regimes auf dem Dortmunder Ostfriedhof ist „Den Toten der jüdischen Gemeinde Dortmund 1933-1945“ gewidmet. Es zeigt einen Davidstern und trägt unter einer hebräischen Inschrift noch die Zeilen: „Im Angesicht Gottes eingedenk ihrer Lieben mussten sie ihr Leben lassen für den Glauben ihrer Väter.“ Die hohe Stele aus hellem Naturstein steht auf einem Sockel, verjüngt sich leicht nach oben und endet in einem waagerechten Abschussstein. Vor ihr ist auf einem kleinen Podest ein breiter Blumenkübel platziert. Das Ensemble erhebt sich auf einer rechteckigen Grundplatte, zu der fünf Stufen hinaufführen. Die Gedenkstätte wird von sechs Steinen eingefriedet, die mit Ketten verbunden sind und als Inschriften die Namen der Konzentrationslager Auschwitz, Mauthausen, Theresienstadt, Buchenwald, Zamosch (Zamoœæ) und Riga tragen, zu den Dortmunder Juden deportiert wurden. UG

Standort:
Do-Mitte, Robert-Koch-Straße/Ostfriedhof (Feld 14), 44143 Dortmund
Jahr:
nach 1945
Beschriftung:
"DEN TOTEN/ DER/ JÜDISCHEN GEMEINDE/ DORTMUND/ 1933-1945" hebräischer Schriftzug mittig; unten: "IM ANGESICHT GOTTES/ EINGEDENK IHRER LIEBEN/ MUSSTEN SIE IHR LEBEN LASSEN/ FÜR DEN GLAUBEN IHRER VÄTER" je auf einem der sechs Begrenzungssteine: "AUSCHWITZ", "MAUTHAUSEN", "THERESIENSTADT", "BUCHENWALD", "ZAMOSCH", "RIGA"
Technik/Material:
Stein
Höhe:
Steinplatte mit Schriftzug: max. 3,17 m; Schale: 0,6 m; Stufen: 0,16 m;
Breite:
Steinplatte: 1,38 m; Stufen: 1m;
Durchmesser:
Schale: 1,04 m;
Kunstwerknr.:
44143-006
Denkmal für die jüdische Gemeinde
Denkmal für die jüdische Gemeinde

Das Mahnmal befindet sich in Feld 14 des Ostfriedhofs, das allein jüdischen Bestattungen vorbehalten war. Diese fanden seit 1898 regelmäßig statt, nahmen aber infolge des NS-Regimes ab 1936 deutlich ab. Ab 1943 wurden sie ganz eingestellt, denn Dortmunder Juden, die nicht emigriert waren, starben in den Konzentrationslagern Auschwitz, Mauthausen, Theresienstadt, Buchenwald, Zamosch (Zamoœæ) und Riga. Der jüdische Teil des Ostfriedhofs wurde während des Zweiten Weltkrieges von Bomben stark verwüstet. im Zuge der Wiedergutmachung verpflichtete sich die Stadt Dortmund nach Ende des NS-Regimes, den jüdischen Teil des Friedhofs wieder instand zu setzen und zu erhalten. UG

Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund (Hg.): „Unsere tapferen Helden...““ Kriegs- und Kriegerdenkmäler und politische Ehrenmale – Dortmunder Beispiele, Essen 1987, S. 46; Öffentliche Denkmäler und Kunstobjekte in Dortmund. Eine Bestandsaufnahme unter Leitung von Jürgen Zänker, erarbeitet von Iris Boemke u. a., Dortmund 1990, Nr. 80, S. 90; Geschichten aus dem Stadtbezirk. Der Ostfriedhof. Herausgegeben von der Stadt Dortmund, Dortmund 2006, S. 30.