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2010 - 2014 - Ausstellungsarchiv - Ausstellungen - Museum für Kunst und Kulturgeschichte - Museen - Freizeit & Kultur - Stadtportal dortmund.de

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Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Besuchergruppe besichtigt Objekte in einer Ausstellung
Bild: Jan Bischofs

Ausstellungsarchiv seit 2010

20.09.2014 - 26.10.2014

Zum neunten Mal hat die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH den DEW21 Kunstpreis ausgeschrieben, um Bildenden Künstlerinnen und Künstlern aus dem Ruhrgebiet ein Forum zu bieten und ihre Arbeit zu fördern.

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DEW21 engagiert sich seit Bestehen im Dortmunder Kulturleben und fördert mit dem Kunstpreis nachhaltig die kulturelle Entwicklung der Region.

Mittlerweile hat sich der Preis in der Bildenden Kunst als einer der wichtigsten Kunstpreise des Ruhrgebiets etabliert. Eine Fachjury wählte aus 180 Bewerbungen elf Künstlerinnen und Künstler aus. In einem zweiten Jurygang wurden die Preisträger ermittelt. Auch in diesem Jahr wurde ein Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler bis zum Alter von einschließlich 30 Jahren verliehen, der sich ausdrücklich an den künstlerischen Nachwuchs im Ruhrgebiet richtet.

Der erste Preisträger erhält neben dem Preisgeld eine Einzelausstellung mit Katalog im folgenden Jahr. So wird parallel zur Kunstpreisausstellung 2014 die Preisträgerausstellung von Lisa Domin gezeigt, die den DEW21 Kunstpreis 2013 gewonnen hat.

Für die Kunstpreisausstellung 2014 wurden Künstlerinnen und Künstler aus allen Sparten der Bildenden Kunst – Film, Video, Malerei, Installation, Fotografie und Skulptur – eingeladen. Die diesjährigen Nominierten sind Sebastian Bartel, Anja Bohnhof, Astrid Busch, Anett Frontzek, Erich Füllgrabe, Maria Gerdwilker, Cornelius Grau, Gudrun Kemsa, Nadja Verena Marcin, Rana Matloub und Anja Warzecha.

Preisträgerausstellung Lisa Domin

„Lisa Domins künstlerischer Weg führte sie von der Performance über den Film zur Auseinandersetzung mit Bild und Sprache. In ihren performativen Videos spielen Improvisation, Zufall und dabei entstehende Fehler ebenso eine Rolle, wie die groteske Situation und ihre Selbstdarstellung. Ob als dilettantische Stepperin vor der Kulisse Islands, als streitendes Cowgirl oder als ins Leere springende Schwimmerin, stets wird die Aktion von der Künstlerin selbst ausgeführt und ins Absurde geführt. Leichtigkeit und Unmittelbarkeit bestimmen das filmische Œuvre der Künstlerin, die sich mit einer antiquierten Kamera durch das Setting bewegt und das Werk durch digitalen Filmschnitt in die modernen Medien transportiert.“ (Susanne Hinrichs)

Der Eintritt in die Ausstellung zum DEW21 Kunstpreis ist frei.

25.09.2014 - 19.10.2014

Aus einer anderen Perspektive haben dreizehn Studierende des Master Studienganges Szenografie und Kommunikation der Fachhochschule Dortmund die Ausstellung im MKK betrachtet.

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Unter der Leitung von Prof. Nora Fuchs, Fachhochschule Dortmund und in enger Kooperation mit dem MKK haben sie Objekte neu betrachtet und ermöglichen so in einem besonderen Rundgang jenseits aller Leitsysteme einen „Blickwechsel“.

Die Studierenden haben Kunstwerke bewusst subjektiv gesehen und auf der Grundlage bestehende Exponate eigene Arbeiten entwickelt.

Die Suche nach Balance und die Frage, ob das Gewicht der Seele messbar ist, spielen genauso eine Rolle wie die interaktive Auseinandersetzung mit der Schandmaske, ein Puzzle, das zu einem hybriden Bild zusammengefügt werden kann oder ein Webstuhl in den im Rahmen einer zweiwöchigen Performance Alltagsgegenstände verwoben werden.

Studierende der FH

Die Vernissage zur Ausstellung „Blickwechsel“ findet am 24. September um 18 Uhr statt. Gezeigt wird die Ausstellung in der Ausstellung vom 25. September bis zum 19. Oktober und natürlich während der Museumsnacht am 27. September.

29.06.2014 - 31.08.2014

Glanzstücke aus der Sammlung des Museums Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst

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Rund 200 Werke von Künstlern aus dem 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart erzählen die Geschichte der Karikatur und laden zur Entdeckung der vielfältigen Form satirischer Zeichenkunst ein. Von Pier Leone Ghezzi bis James Gillray, von Wilhelm Busch bis Thomas Theodor Heine, von Loriot bis Ronald Searle, von F. K. Waechter bis Franziska Becker spannt sich der Bogen und zeigt, wie die Künstler mit Witz und Humor, mit Spott und Kritik politische Ereignisse und gesellschaftliche Entwicklungen begleiteten, Personen der Zeitgeschichte charakterisierten, menschliche Eitelkeiten entlarvten und mit Klatsch und Tratsch unterhielten.

07.06.2014 - 03.08.2014

Westfalen und Lippe im Ersten Weltkrieg
Eine Ausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen

Die Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen beleuchtet die Geschehnisse 1914–1918 explizit aus dem Blickwinkel der Zivilbevölkerung.

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Wie sah der Alltag in Westfalen im Zeichen von Not, Entbehrung, Trennung und Verlust aus? Persönliche Erinnerungen, Fotografien und Exponate, darunter Gebrauchsgegenstände, Tagebücher, Feldpost, Notgeld, Nagelbilder, eiserner Schmuck und „Hurra-Kitsch“, legen den Fokus auf die „Heimatfront“.

Begleitiprogramm zur Ausstellung [pdf, 131 kB]

22.03.2014 - 01.06.2014

Fotografien von Emschergenossenschaft und Lippeverband 1899-2014

Das Fotoarchiv der Emschergenossenschaft und des Lippeverbandes mit mehr als 200.000 Bildern zählt zu den größten Bildarchiven des Ruhrgebiets.

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Seit 1899 werden, sofern möglich, alle Baumaßnahmen, einschließlich des Ausgangszustands sowie des Resultats, unter den vielfältigsten Aspekten fotografisch begleitet. Diese kontinuierliche Dokumentationsarbeit führte zu einer unvergleichlichen Sammlung einmaliger visueller Zeitdokumente, welche nicht nur die Kultur, die Technik und das Leben der Region zeigt, sondern darüber hinaus auch unter fotografiehistorischen Gesichtspunkten von Bedeutung ist.

Seit dem Jahr 2008 existiert unter dem Titel „REVISITED“ ein Kooperationsprojekt mit der FH Dortmund, in dem über 40 mehrteilige Arbeiten an unterschiedlichen Abschnitten von Emscher und Seseke entstanden, die einen "jungen Blick" auf die sich wandelnde Landschaft und deren Bewohner gewähren. Die Ausstellung soll die kulturelle Bedeutung des fotografischen Archivs als Bildgedächtnis der Region ebenso verdeutlichen, wie die besonderen Leistungen der in der Vergangenheit tätigen Fotografinnen und Fotografen, die, jeweils in ihrer Zeit, auf einem hohen gestalterischen und technischen Niveau gearbeitet haben.

09.10.2013 - 30.03.2014

Ein Forschungs- und Ausstellungsprojekt von 15 Museen

Der Düsseldorfer Kunsthändler Alfred Flechtheim (1878–1937) gehört zu den bedeutenden Galeristen des 20. Jahrhunderts.

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Der Nationalsozialismus veränderte sein Leben jedoch drastisch: 1933 musste er Deutschland verlassen, aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde er öffentlich diffamiert, seine Galerien in Düsseldorf und Berlin wurden liquidiert oder von früheren Partnern fortgeführt, noch vorhandenen Kunstbesitz transferierte er ins Ausland, vor allem nach London. Dort starb er 1937 an den Folgen eines Unfalls.

Bis heute haben seine Aktivitäten in zahlreichen Museen Spuren in Form von wichtigen Werken hinterlassen. Nahezu alle großen deutschen und internationalen Museen haben entsprechende Kunstwerke in ihren Beständen.

Es ist das Ziel dieses Projektes, die Wege der Werke in die Museen, d. h. ihre Provenienz und Handelsgeschichte vom Künstler zum Händler und zum Sammler zu verfolgen. Flechtheim pflegte eine besondere Beziehung zu Dortmund, da er mit der Dortmunder Kaufmannstochter Betti Goldschmidt verheiratet war. Auch das MKK besitzt Arbeiten mit einem Bezug zur Galerie Flechtheim. Diese sind nun mit ausführlichen Beschriftungen versehen.

Alle Werke, die sich in den insgesamt 15 am Projekt beteiligten Museen befinden, sind unter www.alfredflechtheim.com erfasst.

25.01.2014 - 18.05.2014

Für Walter Sack hat sich die Begegnung von Wirklichkeitsabbildung und Wirklichkeitsinszenierung ganz unbemerkt über viele Jahre vollzogen. Seine Landschaftsaufnahmen, Details von Gestein, Natur und Erde verraten das gleiche Interesse wie seine späteren Inszenierungen im Atelier. Obwohl er vom natürlichen Licht zum Kunstlicht wechselte, obwohl sich der Horizont von der Unendlichkeit des Landschaftspanoramas auf einen halben Quadratmeter Stein und Zement reduzierte, ist es faszinierend zu beobachten, wie sich die Bilder in ihren Strukturen, in ihrem Lichteinfall, in der Oberflächenbehandlung und Komposition immer wieder ähneln.

Ursprünglich war Sack Mitarbeiter im Werbestudio der Agfa Gevaert. Später arbeitete er mit Otl Aicher für das Erscheinungsbild der Olympiade 1972, wurde Weltreisender, dann Werber mit eigenem Studio und war von 1987 bis 2005 Professor für Fotografie an der Fachhochschule Dortmund.

30.11.2013 - 02.03.2014

In einer Sammlung von Doppelporträts zeigt die Fotokünstlerin Herlinde Koelbl, wie die Körper der Abgebildeten durch Uniformen zu Gestalten werden.

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Bischof, Geisha, General: Es ist ihre Berufskleidung, die diesen Menschen eine Identität verleiht. Koelbl hat 70 Menschen in Deutschland und im Ausland porträtiert – zunächst in ihrer Standes- und Berufsbekleidung und anschließend so, wie sie sich in ihrer Freizeit kleiden. Erforscht wurde in dieser Serie, was die unterschiedlichen Uniformen aus den Personen machen. Die Kategorien der Wahrnehmung anderer Menschen werden in dieser Ausstellung bestätigt und gleichzeitig verunsichert: In welcher Kleidung zeigen sich die Porträtierten in ihrer sozialen Rolle, in welcher kommt ihr individueller Charakter zur Geltung?

Vertreten waren Menschen aus Berufsgruppen, in denen eine spezifische Kleidung traditionell eine große Rolle spielt wie etwa beim Militär, in den Kirchen oder im Hotelwesen; daneben waren aber zahlreiche andere Professionen beteiligt: ein Astronaut, ein Bergmann, eine Bundesverfassungsrichterin, ein Clown, ein Diplomat, eine Domina, ein Jockey, eine Kaminkehrerin, ein Metzger, ein Sargträger und viele andere.

Initiale P, Buchmalerei mit Darstellung der Geburt Christi, Tempera auf Pergament, um 1330, MKK

16.11.2013 - 05.01.2014

Die Weihnachtsgeschichte in Bildern
Die Weihnachtsgeschichte ist seit dem frühen Mittelalter ein beliebtes Motiv künstlerischer Darstellungen. Neben den Erzählungen der Evangelisten Lukas und Matthäus im Neuen Testament über die Geburt und Kindheit Jesu ergänzten Legenden die Weihnachtsgeschichte um zahlreiche Details, die sich auch in der Kunst widerspiegeln.

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Dies zeigt sich ebenfalls in den Sammlungen des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, das sich diesem Thema in seiner 13. Weihnachtsausstellung erstmals umfassend widmet. Ergänzt um zwei großformatige Krippen, großzügige Leihgaben des Westfälischen Museums für religiöse Kultur – RELíGIO und des westfälischen Krippenkünstlers Alex Furtmann, vermitteln rund 70 Grafiken, Gemälde, Skulpturen, Reliefs und kunsthandwerkliche Arbeiten aus sieben Jahrhunderten das umfangreiche Motivspektrum der Weihnachtsgeschichte – von der Verkündigung an Maria über die Geburt Christi und Verkündigung an die Hirten bis hin zur Anbetung der Heiligen Drei Könige und Flucht nach Ägypten.

Das älteste Stück der Ausstellung – eine kostbare Buchmalerei mit der Darstellung der Geburt Christi auf Goldgrund – stammt aus dem 14. Jahrhundert. Druckgraphiken von Dürer bis Rembrandt widmen sich in stimmungsvollen Kompositionen den weihnachtlichen Ereignissen. Eines der jüngsten Stücke ist ein Weihnachtsteller von 1977 mit dem Motiv der Flucht nach Ägypten.

Arbeit der DEW21 Kunstpreisträgerin 2012, Barbara Hlali
Bild: Barbara Hlali

21.09.2013 - 03.11.2013

Zum achten Mal hat die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH den DEW21 Kunstpreis ausgeschrieben. DEW21 engagiert sich seit Bestehen im Dortmunder Kulturleben und fördert mit dem Kunstpreis nachhaltig die kulturelle Entwicklung in der Region. Mittlerweile hat sich der Preis als einer der wichtigsten Kunstpreise des Ruhrgebiets etabliert.

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Künstler/-innen, die entweder im Ruhrgebiet geboren sind, dort leben oder ihren Hochschulabschluss in der Region erworben haben, wurden eingeladen, sich zu beteiligen. Eine Fachjury hat aus der großen Anzahl von Einsendungen elf künstlerische Positionen aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Film, Fotografie und Installation in die Ausstellung gewählt. Folgende Künstler/-innen wurden für den DEW21 Kunstpreis 2013 nominiert: Max Jonas Baginski, Andrea Behn, Anne Berlit, Tim Cierpiszewski, Nikola Dicke, Lisa Domin, Susan Feind, Astrid Korntheuer, Stephan Marienfeld, Jürgen Paas, Cornelia Suhan.

In einem zweiten Jurygang wurden die Preisträger ermittelt. Auch in diesem Jahr wurde ein Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler bis zum Alter von einschließlich 30 Jahren vergeben.

Der erste Preisträger erhält neben dem Preisgeld eine Ausstellung im folgenden Jahr. So wird parallel zur Kunstpreisausstellung die Preisträgerausstellung von Barbara Hlali gezeigt, die den DEW21 Kunstpreis 2012 gewonnen hat.

Der Film "Schwester Gretel #2" von Barbara Hlali überzeugte die Jury 2012 in der Fähigkeit, ein höchst persönliches Zeitdokument aus dem Zweiten Weltkrieg, das in seinem Stellenwert für Flucht, Verlust von Besitz und auch von Identität steht, auf eine abstrakte, gegenwartsbezogene Ebene zu ziehen. Die Großmutter erzählte ihrer Enkelin die Geschichte ihrer Flucht im Zweiten Weltkrieg. Diese Erzählung und alte Fotografien liefern die Basis für den Trickfilm.

Themen wie Krieg, Gewalt, Migration, Identität und Verlust griff die Künstlerin bereits in ihren früheren Zeichnungen, Video- und Trickfilmen auf. Neu hingegen ist die offensichtliche Eingebundenheit in einen historischen Kontext und wie eine sehr persönliche, überlieferte Erzählung auf einer abstrakten Ebene filmisch umgesetzt werden kann. Die Ausstellung zeigt weitere filmische und mediale Arbeiten von Barbara Hlali.

07.09.2013 - 27.10.2013

Fotografien und Texte von Sean Gallup

Eine Ausstellung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr Dresden

Die Ausstellung mit Arbeiten des US-amerikanischen Fotografen Sean Gallup (geb. 1968) setzt sich mit rechtsextremen Gewalttaten in Deutschland auseinander. Es werden Porträts von Opfern sowie von aktiven Neonazis und Aussteigern gezeigt und deren Lebensläufe vorgestellt.

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Zwei Jahre bereiste Sean Gallup alte und neue Bundesländer und dokumentierte rechtsextreme Gewalt als gesamtdeutsches Phänomen. Es geht nicht nur darum, die Bösartigkeit in der Gesellschaft aufzuspüren, sondern auch darum, Auswege aus der Gewalt zu finden.

Es geht um die Ermutigung zur Zivilcourage und zu zivilbürgerlichem Engagement, dessen Kern Empathie und Mitgefühl für andere ist.

Die Menschen scheinen direkt aus den Bildern zu schauen und sich an ihr Gegenüber zu wenden. Gallups Fotografien beziehen uns ein als Teil der Gesellschaft und als politisches Subjekt. Sie provozieren die Fragen, warum Menschen andere hassen und was sie dazu bringt, sie schwer zu verletzen oder gar töten zu wollen.

In Zusammenarbeit mit der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Dortmund, der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie Dortmund, Back up, der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt und dem Respektbüro der Stadt Dortmund wird ein Begleitprogramm organisiert sowie Workshops von Jugendlichen für Jugendliche angeboten.

Die Ausstellung wird gefördert im Rahmen des Bundesprogrammes „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“.

Flyer zur Ausstellung [pdf, 492 kB]

14.07.2013 - 08.09.2013

Staatspreis für Kunsthandwerk in NRW

Der Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen ist der bedeutendste und mit insgesamt 45.000 Euro am höchsten dotierte Preis im Kunsthandwerk in Deutschland.

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Er wird seit den 1960er Jahren alle zwei Jahre von der Landesregierung für herausragende Leistungen kunsthandwerklichen Schaffens in den Werkbereichen Schmuck, Gerät aus Metall, Holz, Textil/Leder, Keramik, Stein, Glas und Fotografie/Papier vergeben und hat in der 52-jährigen Geschichte seines Bestehens innovatives Design und vollendete Handwerkskunst gleichermaßen hervorgebracht.

In der diesjährigen Landesausstellung "manu factum" präsentieren die besten Kunsthandwerker aus NRW einen Querschnitt ihres Könnens – vom klassischen Kunsthandwerk bis zur Angewandten Kunst. Gastgeber der Ausstellung ist diesmal das Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Dortmund.

Insgesamt 306 Bewerbungen wurden im Wettbewerb eingereicht, davon 107 zur Ausstellung zugelassen. Die meisten Einsendungen verzeichneten die Bereiche Schmuck, Holz und Textil, die mit 60 Arbeiten über die Hälfte der Exponate stellen. Eine Fachjury bestehend aus Vertretern des (Kunst-)Handwerks, der Wissenschaft, des Deutschen Werkbundes und der Museen traf die Wahl über die Vergabe der neun Staatspreise.

In einer Feierstunde zur Ausstellungseröffnung überreichte NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin am 13. Juli 2013 den Preisträgern die Auszeichnung.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2013:

  • Fotografie/Papier: Karolin Reiß, Aachen
  • Gerät aus Metall: Sara Mellone, Aachen
  • Glas: Torsten Rötzsch, Petershagen
  • Holz: Thomas Fröhlich, Düsseldorf
  • Keramik: Christine Ruff, Wuppertal
  • Schmuck: Sarah Ried, Erkelenz
  • Stein: Katrin Gräfrath, Much
  • Textil/Leder: Katrin Sundmäker, Bielefeld
  • Sonderpreis (Stein): Jörg Schulze-Roloff, Willich

23.02.2013 - 09.06.2013

Die viel gepriesene erste Retrospektive zum Werk von Winsor McCay (1869–1934) findet im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (in Kooperation mit der benachbarten Ausstellungshalle der RWE) einen fulminanten Abschluss: So umfangreich wie in Dortmund war die Ausstellung zuvor nicht zu sehen.

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Winsor McCay ist nicht nur bedeutendster Wegbereiter des Comics im frühen 20. Jahrhundert, sondern hat auch die Standards des Animationsfilms mehr als ein Jahrzehnt vor Walt Disney gültig definiert. Insbesondere durch seine weltbekannten Serien „Little Nemo in Slumberland“ (ab 1905) und „Dream of the Rarebit Fiend“ („Traum eines Käsetoast-Liebhabers“, ab 1904), die großformatig und zumeist farbig in den amerikanischen Sonntagszeitungen erschienen, gelang es dem Multitalent ein großes Publikum zu begeistern. Seine innovativen, an Jugendstil und Vaudeville-Theater orientierten und den Surrealismus vorwegnehmenden Bildfindungen beeindrucken bis heute. Die tiefsinnigen Bilderzählungen entführten die Leser – übrigens zeitgleich mit den psychoanalytischen Traumdeutungen Sigmund Freuds – ins menschliche Unterbewusstsein, in eine Welt der Fantasie, aber auch der Manien und (Alp-)Träume.

Anhand von vielen Originalzeichnungen und den prächtigen Originalseiten der Zeitungen erzählt die Ausstellung auch die spannende Kulturgeschichte von frühen Massenmedien und Entertainment-Betrieben, der Weltausstellungen im 19. Jahrhundert und der US-Gesellschaft im Allgemeinen auf ihrem zerrissenen Weg in den Ersten Weltkrieg.

Historische Postkarten, Spielzeugfiguren, Plakate und Zeitschriften betten McCays Werk ein in den historischen Kontext der aufstrebenden Mega-Metropole New York nach der Jahrhundertwende. Eine abschließende Sektion zu „McCay nach McCay“ zeichnet den Einfluss seines Werks bis in unsere unmittelbare Gegenwart nach.

Zu der Ausstellung wird ein abwechslungsreiches Begleitprogramm in Form von Führungen, Workshops und Ferienangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten.

Flyer zur Ausstellung [pdf, 5,6 MB]

13.04.2013 - 02.06.2013

Jens Sundheim erforscht in seiner Arbeit Lebenswelten, tatsächliche und mögliche. Wie der Mensch lebt und leben möchte, wonach er sucht und was er anstrebt. Wünsche, Idealvorstellungen und Utopien auf der einen Seite, erfassbare Wirklichkeiten auf der anderen.

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Die Entwicklung städtischer Räume spielt in seiner Arbeit eine Rolle, ebenso wie Aspekte technologischen Fortschritts und wissenschaftlicher Forschung. Zeigt Fotografie doch stets etwas Vergangenes und Dagewesenes, schauen Sundheims Bildwelten immer auch in die Zukunft. Seine fotografischen Arbeiten sind vielfältig und vielschichtig. Sie entstehen großenteils mit der eigenen Kamera in der Hand – andere dagegen nutzen und hinterfragen das Internet als Bildbereitstellungs- und -verbreitungsmaschine.

Jens Sundheim studierte Fotografie an der Fachhochschule Dortmund und der University of Plymouth in Exeter, England. Meisterkurs bei Arno Fischer an der Ostkreuzschule Berlin. Mitglied im Künstlerhaus Dortmund. 2011 wurde Jens Sundheim mit dem Stipendium „Mixed Media“ der Kulturstiftung Sparkasse Unna ausgezeichnet, 2012 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Goethe-Instituts Moskau. Seine Arbeiten wurden vielfach international ausgestellt, u.a. in Arles, Zürich, Madrid, Wien, Berlin, Moskau und Tokyo. „Vom Zustand der Menschen und dem Leben auf dem Mars“ ist Jens Sundheims erste museale Einzelausstellung.

www.jens-sundheim.de
www.der-reisende.org

26.01.2013 - 01.04.2013

Erfahrung einer alten Welt. Fotografien von 1953

Als junge Fotografin bereiste Yvonne von Schweinitz, damals Gräfin Kanitz, im Jahr 1953 den Vielvölkerstaat Afghanistan. Sie dokumentierte die eindrucksvollen Kulturen dieses Landes, das der westlichen Welt trotz umfangreicher Medienberichterstattung noch immer in großen Teilen fremd geblieben ist.

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1953 regierte König Zahir Schah den Vielvölkerstaat am Hindukusch, zu einer Zeit, als das Land noch ganz friedlich war. Über Herat und Kandahar ging die Fahrt bis in die Hauptstadt Kabul. Während ihres etwa dreimonatigen Aufenthalts erkundete sie Land und Leute, Kultur und Landschaften, darunter auch das Bamiyan-Tal mit den gigantischen Buddha-Statuen und den Ort Istalif, der für sein Kunsthandwerk von großer Bedeutung war.

Ausgerüstet mit einer Rolleiflex, einer Leica M3 und einer Polaroid-Kamera machte Yvonne von Schweinitz während ihrer Reise hunderte von Schwarz-Weiß- und Farbfotografien, deren guter Zustand nicht nur bemerkenswert ist, sondern die auch auf eindrucksvolle Weise das Leben, die Kulturen, die Menschen, Clans und Stämme dokumentieren und charakterisieren. Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt eine Auswahl der Fotografien und ermöglicht einen seltenen Blick in eine untergegangene Welt.

Die Ausstellung wurde durch Claus Friede*Contemporary Art und Marcard Pro Arte & VV GmbH realisiert und durch die Markert Gruppe gefördert.

Bild
Bild: Emily *2000, Dortmund 2012

03.02.2013 - 21.02.2013

Im Rahmen der vom Land NRW geförderten Initiative Kulturrucksack veranstaltete das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) ein Food-Fotografie-Projekt mit Jugendlichen. Die Ergebnisse der Gruppe waren vom 2. bis 21. Februar 2013 in einer Ausstellung im Foyer des Museums zu sehen.

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Food-Fotografie ist ein internationaler Trend. Besonders virtuell erfreut er sich großer Beliebtheit, viele Blogs beschäftigen sich intensiv mit Fragen wie: Was essen wir? Wann essen wir was? Und sieht man einen Unterschied zwischen den Mahlzeiten im Alltag und bei Festen? Kann man Lebensmittel so fotografieren, dass sie lecker aussehen?

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des kostenlosen Kulturrucksack-Projekts haben im MKK Tipps und Tricks zum Fotografieren erfahren und diese im Museumscafé direkt umgesetzt. Alle ausgestellten Fotografien entstanden im privaten Umfeld und zeigen Alltags- und Festtagsspeisen. Die gezeigten Bilder und die Form der Präsentation wurden von den Jugendlichen selbst gewählt.

Das Projekt sprach nicht nur Dortmunderinnen und Dortmunder an, auch aus Seattle (USA) wurde ein Beitrag eingesendet. Über den Bericht im Newsletter des in der Neukonzeptionierung befindlichen Deutschen Kochbuchmuseums fand das Food-Fotografie-Projekt des MKK auch Teilnehmer in Übersee. Der Newsletter informiert über Aktivitäten des Deutschen Kochbuchmuseums. Obwohl es aktuell keine Dauerausstellung des Deutschen Kochbuchmuseums gibt, können Interessierte weiterhin die Bibliothek nutzen oder an ausgewählten museumspädagogischen Pilotprojekten teil nehmen.

Die Ausstellung wird um ein passendes Objekt des Monats Februar in der Vitrine im Foyer ergänzt: eine Spiegelreflexkamera der Firma Zeiss Ikon aus den frühen 1960er Jahren.

Die Foyer-Ausstellung Food-Fotografie kann zu den regulären Öffnungszeiten des Museums besucht werden, der Eintritt ist frei.

24.11.2012 - 03.02.2013

Ein Gemeinschaftsprojekt des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund und der Universität Trier Fachbereich Kunstgeschichte

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1909 schenkte der Stadtrat und „Grosskaufmann“ Gustav Wiskott dem Museum der Stadt Dortmund eine 1.640 Blatt umfassende Kupferstichsammlung des Malers Engelbert Seibertz (1813–1905). Die Arbeiten aus dem 16. bis 18. Jahrhundert zeigen vorwiegend Werke der italienischen, niederländischen, deutschen und französischen Schulen. Vertreten sind Künstler wie Dürer, Aldegrever, Hollar, van Leyden, van Dyck, Rembrandt und viele andere. Diese Sammlung liegt seit über 100 Jahren geschützt in den Schränken der Graphischen Sammlung des Museums und wird zum ersten Mal in einer großen Ausstellung gezeigt.

Engelbert Seibertz war Porträt- und Historienmaler aus und in Arnsberg, der die Akademien in Düsseldorf und München besucht hatte. Nach Aufenthalten in Prag und Brilon arbeitete er in München für die bayrischen Könige und schuf dort z.B. Fresken im Maximilianeum. Für die Kathedrale in Glasgow entwarf Seibertz Glasfenster. Um das Jahr 1870 begann er mit einer intensiven Sammlertätigkeit.

Die in der Ausstellung gezeigte Auswahl umfasst Themen wie Himmel und Hölle, Liebe und Hass oder Genuss und Entsagung. So entsteht ein spannender Querschnitt der bedeutendsten Blätter durch 300 Jahre Graphikgeschichte.

Es erscheint ein umfangreicher Katalog (19,90 Euro, im Museumsshop erhältlich).

Striezelkinder nach dem Entwurf von Max Schanz, 1937 auf der Weltausstellung in Paris mit einer Goldmedaille prämiert
Bild: Madeleine-Annette Albrecht, MKK

10.11.2012 - 06.01.2013

Weihnachtliches aus dem Erzgebirge

Das Weihnachtsfest wird je nach Region von verschiedenen Bräuchen und Traditionen begleitet. Im Erzgebirge gehört ein reicher, einzigartiger Figurenkosmos zu den Festtagen. Engel und Bergmann sind die bekanntesten Lichterträger der Erzgebirgsweihnacht, dazu gesellen sich viele weitere Figuren, wie etwa Nussknacker, Kurrendesänger und Räuchermänner.

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Eine besondere Rolle spielen Pyramiden und Schwibbögen, die Fenster und Zimmer erleuchten. Die Herstellung von hölzernem Spielzeug und gedrechseltem Weihnachtsschmuck hat im Erzgebirge seit dem Niedergang des Zinnbergbaus zum Ende des 18. Jahrhunderts Tradition. Ehemalige Bergarbeiter begannen zuhause Spielzeug sowie weihnachtliche Figuren und Objekte herzustellen und zu verkaufen. Das Kunsthandwerk wurde zu einem international erfolgreichen Export- und Geschenkartikel; die Vielfalt der Produkte ist einzigartig.

Die zwölfte Weihnachtsausstellung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte zeigt historisches und modernes Kunsthandwerk aus dem Erzgebirge. Die Auswahl berücksichtigt besonders Objekte, die mit dem Designpreis „Tradition und Form“ ausgezeichnet wurden. So steht Weihnachtsschmuck, in dem die Tradition des Handwerks fortgeführt wird, neben Exponaten mit moderner Formensprache. Eine Musik- und Filmstation sowie Beispiele für einzelne Schritte in der handwerklichen Produktion runden die Ausstellung ab.

Installation von Gaby Peters

22.09.2012 - 28.10.2012

Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH hat zum siebten Mal den DEW21 Kunstpreis ausgeschrieben. DEW21 engagiert sich seit Bestehen im Dortmunder Kulturleben und fördert nachhaltig die kulturelle Entwicklung. Mittlerweile hat sich der Preis in der Bildenden Kunst als einer der wichtigsten Kunstpreise des Ruhrgebiets etabliert. Ziel ist es, Künstler/-innen ein Forum zu bieten, ihre Arbeit zu fördern und einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

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In der Schau werden elf von einer Fachjury nominierte Künstler und Künstlerinnen zu sehen sein, aus denen zwei Preisträger ermittelt werden. Erstmalig vergibt die Jury in diesem Jahr einen Förderpreis für junge Künstler/-innen bis 30 Jahre. Dieser Preis richtet sich ausdrücklich an den künstlerischen Nachwuchs im Ruhrgebiet. Der erste Preisträger erhält neben dem Preisgeld eine Ausstellung im folgenden Jahr.

So wird parallel die Preisträgerausstellung von Gaby Peters gezeigt, die den DEW21 Kunstpreis 2011 gewonnen hat. Gaby Peters studierte Bildende Kunst an der Kunsthochschule Mainz und Glasgow School of Art. Zurzeit ist sie Mitglied im Dortmunder Künstlerhaus. Sie ist Bildhauerin und Videokünstlerin und entwickelt kinetische Objekte aus Alltagsgegenständen. Durch die gezielt herbeigeführten Bewegungen dieser Objekte erzeugt sie mit subversivem Humor beim Betrachter Irritationen. Das kalkulierte Scheitern der Maschinen hinterfragt die Schnittstelle Mensch/Maschine.

08.07.2012 - 23.09.2012

Kampagnen für eine moderne Großstadt 1965-1990

Treffpunkt Dortmund“ wurde in den 1970er Jahren der Slogan für die Stadtwerbung. Unter diesem Titel vermitteln zahlreiche Broschüren, übersetzt in viele Sprachen, das Bild einer pulsierenden Großstadt im Grünen, in der Industrie, Wissenschaft, Sport und Kultur überregional ausgerichtet sind und Gastfreundschaft großgeschrieben wird.

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Die Verantwortlichen für die Außendarstellung der nach dem Zweiten Weltkrieg neu erstandenen Stadt traten zu Beginn der 1960er Jahre ab – Zeit für einen Neuanfang.

Unter der Leitung von Eugen Schackmann erfolgte die Neuausrichtung des Informations- und Presseamtes. Eine moderne Öffentlichkeits- und Pressearbeit sowie die Profilierung der Stadt durch Veranstaltungen waren die nun zentralen Aufgaben. Das Image der Ruhrgebietsstadt sollte mit mehr als nur Kohle, Stahl, Bier verbunden sein. Nach innen und in die Region zielten etwa die Wiederbelebung des Rosenmontagsumzugs, der Weihnachtsmarkt oder die Installierung von Stadtrundfahrten.

Überregional ausgerichtet waren Kampagnen wie die 49-Prozent-Grün-Wanderungen, die Internationalen Schachtage oder die Vermarktung von Sport-Events bis hin zur Begründung des „Public Viewing“. Auch neue Medien wurden als Werbemittel aufgegriffen: Die bekannte Dortmunder Filmemacherin Elisabeth Wilms produzierte über Jahre hinweg die Bilder des neuen Dortmund und lieferte quasi Rechenschaft über die modernen Errungenschaften der Stadt ab.

Mithilfe von Plakaten, Filmen, Dortmund-Souvenirs und Bilddokumenten zeichnet die Schau die Stadtwerbung in der „Ära Schackmann“ nach und analysiert die darin vertretenen Images, die z.T. bis heute nachwirken. Ein Begleitprogramm mit Gesprächsveranstaltungen sowie Führungen mit seinerzeit aktiv beteiligten Zeitzeugen runden diese Ausstellung zur Stadtgeschichte der unmittelbaren Vergangenheit ab.

Aimé Mpane: J’ai oublié de rêver, 2010, Installation

14.07.2012 - 02.09.2012

Zeitgenössische Kunst aus der Demokratischen Republik Kongo

Auf 1.000 qm Ausstellungsfläche präsentieren sich von Juli bis September 2012 zwölf zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen aus der Demokratischen Republik Kongo. Die meisten von ihnen leben in einer Wechselbeziehung zwischen Belgien oder Frankreich und Kinshasa, oft mit doppeltem Wohnsitz ausgestattet und künstlerisch hier wie dort aktiv.

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Die Ausstellung zeigt Fotografien, installative Arbeiten, konzeptionelle Kunst, klassische Skulptur und Malerei. Wie dem Kurator Aimé Mpane, zugleich ein wichtiger Künstler der Gegenwart, ist es den meisten Akteuren gelungen, ihre Arbeiten auf mehreren Kontinenten zu vertreten. Vitshois Bondo Mwilambwe, Alain Polo, Aimé Mpane oder Collectif Sadi z. B. sind in Europa, in Afrika oder auf dem nordamerikanischen Kontinent gleichermaßen präsent.

Für den Kurator Aimé Mpane lassen sich die abendländischen/europäischen und afrikanischen Lebensvorstellungen nicht vergleichen. So sehr die kulturellen Äußerungen kongolesischer Völker (heute immerhin 250 an der Zahl) historisch ihren Beitrag durch eine projektionsbeladene Rezeption zur Entwicklung der modernen Kunst in Europa geleistet haben, so fremd sind trotzdem die afrikanischen Lebensverhältnisse und Einstellungsmuster in Europa geblieben. Mit der Ausstellung „Le surréel Congo“ will der Kurator eine Vermittlungsleistung vollbringen, mehr noch allerdings darauf hinweisen, dass sich das riskante Leben für viele im Kongo eher durch die Karikatur, die Verfremdung bewerkstelligen lässt als durch konventionelle Alltagsorganisation. Insofern antwortet die zeitgenössische kongolesische Kunst auch auf die sozialen Umstände, die manchmal unwirklicher nicht sein könnten.

Obwohl offiziell Millionen Menschen in Kinshasa als arbeitslos einzustufen sind und sich täglich als Händlerinnen oder Händler, als Tagelöhner und Boten versuchen müssen, kann eine kleine Familie mit zahlreichen Kindern irgendwie doch überleben. Obwohl kein nach westlichem Maßstab funktionsfähiges öffentliches Transportwesen in Kinshasa existiert, werden Menschen täglich millionenfach hin und her transportiert, genauso Waren und Güter für die zahlreichen Märkte in der Hauptstadt. Für Aimé Mpane besteht eine organisierte Realität in Kinshasa nicht mehr. Die Bewohner der Stadt und Ihre Kunst bewegen sich im Surrealen. Der Schrei als Ausdruck von Angst, Wut und Freude zugleich hat sich in die zeitgenössische kongolesische Kunst als Geste eingraviert. Und doch ist Kinshasa eine Quelle unendlicher Kreativität, da ja schon das einfache Überleben nur kreativ bewältigt werden kann. In dieser Kraft der Kreativität und in der Fähigkeit zur künstlerischen Gestaltung liegt etwas Tröstliches, schließlich sogar Ermunterndes. Die vorgestellten Kunstwerke repräsentieren genau das Bekenntnis zu Humanität, das sich im Widerstand und im Überschreiten der widrigen Realitäten Bahnen bricht. Von Resignation ist dieser Impetus weit entfernt.

Die Ausstellung "Le surréel Congo" ist Teil des Projekts "Kinshasa – Stadt der Bilder". Damit präsentiert die Stadt Dortmund die breiteste Schau zeitgenössischer kongolesischer Kunst, die jemals in Deutschland zu sehen war.

14.04.2012 - 24.06.2012

Eine Ausstellung im Rahmen von „Klopsztanga. Polen grenzenlos NRW“.
Der polnische Fotograf Andrzej Maciejewski zeigt Stillleben aus Früchten und Gemüsen, die von den Bildern alter Holländer inspiriert wurden.

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Die Früchte und Gemüse der Serie „Garten Eden“ weisen jedoch einen wichtigen Unterschied auf, sie wurden im Supermarkt gekauft und tragen alle die Marken ihres Herkunftslandes und ihres Produzenten.

So entstehen Bilder für das 21. Jahrhundert, die ähnlich schöne und gesunde Früchte zeigen wie die verführerischen Gemälde des 17. Jahrhunderts. Was dort den Stolz auf eine beginnende Globalisierung und die Verfügbarkeit exotischer Waren repräsentierte, stellt der Fotograf für die heute allgegenwärtige Fülle in Frage.

Der scheinbar überall existente Garten Eden ist gleichsam angefüllt mit Sündenfallen: Toxide für bessere Ausbeute, Gentechnik für bessere Haltbarkeit und absolute Selektion in der Züchtung für das perfekte Aussehen. Die Klebeetiketten seiner Erzeugnisse wirken wie die Mahnung vor dem Genuss verbotener Früchte.

Maciejewski wurde in Warschau geboren und studierte Fotografie in Warschau und Ostrava in Tschechien. Heute lebt er in Ontario. Sein Werk war bereits in Ausstellungen in Deutschland, Kanada, USA und Polen zu sehen.

10.03.2012 - 10.06.2012

Vom Weltbild der Renaissance zum Kartenbild der Moderne
Eine Sonderausstellung des Förderkreises Vermessungstechnisches Museum e.V.

Der Universalgelehrte Mercator (1512–1594) war der erste Kartograph, der die Welt in ihrer Gesamtheit betrachtete und Karten für große Räume wie z.B. Staaten oder Erdteile hochgenau selbst erstellte. Seine bemerkenswerten Fähigkeiten im Kupferstich schufen Globen, Welt- und Detailkarten in bis dahin nie gekannter Qualität. Sein Atlas prägte unser heutiges Kartenverständnis maßgeblich. Die Sonderausstellung ist einzelnen Aspekten Mercators Schaffens und seinen Auswirkungen auf die Kartographie und Navigation bis heute gewidmet.

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Neben originalen Globen wird an weiteren Exponaten die Entwicklung zum heutigen Globusbild aufgezeigt. Der Mercatoratlas aus dem Jahre 1595 bildet ein zentrales Ausstellungsstück und erschließt sich dem Besucher als virtueller Atlas. Spätere Karten dokumentieren die Veränderung der Landschaft, die Verstädterung, die Ausbreitung der Großindustrie sowie den Rückbau und das gegenwärtige Flächenrecycling. Auf der Zeitachse von 1835 bis heute soll dem Betrachter die Karte als Zeitdokument nahe gebracht werden. Stadtpläne spielen spätestens seit der Verbreitung des „Navis“ eine wichtige Rolle im Alltag. Der Wandel der Stadt vom Mittelalter über die Industrialisierung bis zum gegenwärtigen Strukturwandel wird mit Kartenbeispielen nachvollziehbar gemacht.

Im alltäglichen Leben kommen Menschen immer wieder mit Karten als Informationsmedium in Kontakt. Dabei dient die Karte als Orientierungsmedium, als Zeitdokument, als Kunstobjekt und natürlich die elektronische Karte als aktuelles, technisches Hilfsmittel. Die Entstehung und Entwicklung dieses Mediums wird in der Sonderausstellung anhand originaler Exponate und vielen Mitmachstationen verdeutlicht und widmet sich auch neuesten Trends wie dem GEO-Caching.

Im Rahmen der Ausstellung findet ein umfangreiches Begleitprogramm statt.

  • Öffentliche Führungen durch die Ausstellung
    22. April, 29. April, 6. Mai, 13. Mai, 20. Mai, 27. Mai, 3. Juni, 10. Juni
    (sonntags, jeweils 15.00-16.15 Uhr)
  • Sonderführungen (es werden spezielle Themen vorgestellt)
    29. April, 27. Mai
    (sonntags, jeweils 11.00-12.15 Uhr)
  • Führungen mit dem Kurator Ingo von Stillfried
    19. April, 10. Mai, 7. Juni
    (donnerstags, jeweils 18.00-19.15 Uhr)
  • Vitrinengespräche
    21. April, 28. April, 5. Mai, 12. Mai, 19. Mai, 2. Juni
    (samstags, jeweils 15.00-16.00 Uhr)
  • Vortragsmatinee und Führung
    3. Juni 2012
    11.30-13.00 Uhr)
  • Abendveranstaltungen
    „Eine Entdeckungsreise zurück in die Schaffenszeit Mercators“
    27. April (18.00–22.00 Uhr, 10,00 Euro, Anmeldung empfohlen)

Christian Diehl: Fotografie aus dem Projekt 1m³ Halde

28.01.2012 - 01.04.2012

Wie ein Maulwurf gräbt sich Christian Diehl durch Erde. Nicht irgendwelche Erde, sondern einen Kubikmeter Acker, Wald, Halde und Watt. Er hat jeweils genau einen Kubikmeter Erdreich ausgehoben und durchforstet nun den gesamten Bereich nach Fotoobjekten. Nach und nach entsteht so aus einer „repräsentativen Stichprobe“ ein Überblick zu den Wesensmerkmalen des Bodens.

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Welche Pflanzen und -teile, welche Lebewesen, welche Gesteinsbrocken und welche anderen Details sind dort verborgen? Diehl inszeniert mit seiner Kamera eine komplette Durchleuchtung des Fotogegenstandes. Nach den Prinzipien einer sachlichen Fotografie findet eine Art wissenschaftliche Dokumentation mit künstlerischen Obertönen statt. Sie beleuchtet und streift dabei viele Nachbargebiete wie Geologie, Botanik und Zoologie.

Die einzelnen Bilder sind Versatzstücke aus einem Ganzen, die wie ein Gefüge direkt und assoziativ aufeinander zugeordnet sind, da als verbindende Klammer immer der Ausgangs- und Sammelpunkt in dem einen, präzisen und nach Lage und Herkommen genau identifizierbaren Erdblock gegenwärtig ist. Jede der Fotografien ist jedoch nicht nur Fragmentbild, sondern gleichzeitig ein herausgehobenes Einzelstück mit allen ästhetischen Aspekten, wie sie zu einem Kunstwerk gehören.

19.11.2011 - 29.01.2012

Nelly Sachs, Schriftstellerin, Berlin – Stockholm

Im Mai 1940 floh Nelly Sachs mit einem der letzten Flugzeuge aus Berlin nach Stockholm. Hinter ihr lag mehr als die Hälfte eines Lebens, das nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Bedrohung geraten war. Vor ihr lagen 30 Jahre Exil, in denen ein lyrisches Werk entstand, das 1966 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt wurde.

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Zum ersten Mal würdigt eine große Ausstellung Nelly Sachs’ Leben und Werk. Anhand einer Fülle von bisher unbekannten Fotos, Texten und Zeugnissen werden die wachsende Radikalität und der kulturgeschichtliche Kontext ihrer Dichtung herausgearbeitet.

„Flucht und Verwandlung“ zeigt, wie sich das Werk der Nelly Sachs entfalten konnte: im Gedenken an eine bekannte, aber verloren gegangene Welt, im Kontakt mit einer neuen, aber fremden Kultur – kurz, in Krise und Umbruch. Mit Hilfe vieler Dokumente können zum ersten Mal die Koordinaten ihres „unsichtbaren Universums“ bestimmt werden. Sowohl das reichhaltige Material als auch Einblicke in wichtige Freundschaften mit Paul Celan und Hans Magnus Enzensberger, Margaretha Holmquist und Rosi Wosk zeichnen das Porträt einer der wichtigsten Dichterinnen des 20. Jahrhunderts.

Die von Aris Fioretos und gewerk design in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Berlin, dem Jüdischen Theater Stockholm, der Königlichen Bibliothek Stockholm, der Schwedischen Botschaft und dem Suhrkamp Verlag entstandene Ausstellung startete im März 2010 im Jüdischen Museum Berlin. Nach weiteren Stationen in Stockholm, Zürich und Frankfurt kommt die Ausstellung zu dem Zeitpunkt nach Dortmund, wenn im Dezember 2011 die Stadt Dortmund zum 25. Mal den 1961 gestifteten, nach der Dichterin benannten Literaturpreis vergibt.

Zur Ausstellung erschien eine von Aris Fioretos kommentierte Werkausgabe in 4 Bänden (Gedichte 1940–50, Gedichte 1951–70, Szenische Dichtungen, Prosa und Übertragungen) sowie eine Bildbiographie unter dem Titel „Flucht und Verwandlung“ (320 S., 450 Abb.), allesamt im Suhrkamp Verlag.

Eine Hör-CD mit einem 20-seitigen Booklet liefert ein akustisches Porträt von Nelly Sachs, mit Originaltönen der Schriftstellerin sowie ihrer Freunde und Weggefährten.

Christbaumschmuck

12.11.2011 - 15.01.2012

Christbaumschmuck vom Biedermeier bis heute
Sammlung Monika Lennartz

Der Weihnachtsbaum steht im Mittelpunkt des Weihnachtsfestes. Bereits für die frühe Neuzeit ist etwa in Freiburg das Aufstellen eines mit Früchten und Backwerk geschmückten Baumes von der Bäckerzunft belegt. „Du lieber, schöner Weihnachtsbaum ...“ schrieb Hoffmann von Fallersleben im 19. Jahrhundert. Zu dieser Zeit fand der lichtergeschmückte Weihnachtsbaum zunehmend in allen Gesellschaftsschichten Verbreitung.

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Die diesjährige Weihnachtsausstellung widmet sich anhand von reich geschmückten Bäumen aus der Sammlung Monika Lennartz dem Wandel des Christbaumschmucks vom Biedermeier bis in die heutige Zeit. Gezeigt werden z.B. dickwandige Farbglaskugeln, die Vielfalt der Lauschaer Glasobjekte, Baumschmuck aus Dresdner Pappe, leonischem Draht, Watte oder Wachs.

Die Ausstellung bietet zudem Überraschendes: Bereits im 19. Jahrhundert kamen in Deutschland die ersten künstlichen Bäume aus Draht und gespleißten, grün gefärbten Gänse- oder Entenfedern auf.

Weihnachtsmarktstände en miniature spiegeln detailgetreu die lange Tradition der berühmten Märkte in Nürnberg, Dresden oder München. Leihgaben aus dem Museum der Stadt Lünen, weihnachtliche Druckgraphiken, die im 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts zur Popularisierung des Weihnachtsfestes beitrugen, ergänzen die Schau.

Wir bieten Ihnen ein umfangreiches Begleitprogramm zu der Ausstellung an:

  • Buchbare Führung für Gruppen von max. 20 Personen
    60 Minuten, 30,00 Euro Führungsentgelt zzgl. Eintritt pro Person
  • Führung für KITAs
    Führung und ein altersgerechtes Bastelangebot für 5- bis 6-Jährige, 90 Min., 22,50 Euro zzgl. 2,00 € Materialkosten pro Kind
  • Führung für Grundschulklassen
    Führung durch die Weihnachtsausstellung mit einer Bastelaktion, 90 Min., 45,00 Euro zzgl. 2,00 € Materialkosten pro Kind
  • Kindergeburtstag
    Besuch der Weihnachtsausstellung mit Bastelangebot, 120 Min., 70 Euro und 2,00 Euro Materialkosten pro Kind

Logo DEW21 Kunstpreis 2011

01.10. - 23.10.2011 (Ausstellungshalle)

Bereits zum sechsten Mal hat die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH den alle Sparten der Bildenden Kunst umfassenden Kunstpreis ausgeschrieben. Mittlerweile hat er sich als einer der wichtigsten Kunstpreise des Ruhrgebiets etabliert.

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In der Ausstellung werden zehn von einer Fachjury nominierte Künstler und Künstlerinnen zu sehen sein, aus denen drei Preisträger ermittelt werden.

Der erste Preisträger erhält neben dem Preisgeld eine Ausstellung im folgenden Jahr. So wird parallel die Preisträgerausstellung von Daniel Burkhardt gezeigt, der den DEW21 Kunstpreis 2010 gewonnen hat.

Burkhardt studierte audiovisuelle Medien im Fachbereich Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien in Köln. 2010 erhielt er den DEW21 Kunstpreis für seine Installation „spalten“. Der Künstler nennt seine Arbeiten selbst „RaumZeitSkulpturen“. Filmsequenzen bilden den Ausgangspunkt seiner Arbeiten. Aus dem Filmmaterial wählt er Einzelframes und Szenen aus, um sie digital zu fragmentieren und virtuos zu neuen, technisch perfekten, ästhetisch faszinierenden, zugleich irritierenden "Bild-Filmen" zu montieren. In diesen sind die gewohnten Regeln der Wahrnehmung, die Sukzession im Raum, die Linearität von Handlung und Zeit, die Grenze von organisch und artifiziell, hässlich und schön auf überraschende Weise außer Kraft gesetzt, ist die Vorstellung von Grenze überhaupt in Frage gestellt.

Frau im Badeanzug am Strand

17.07.2011 - 18.09.2011

Modefotografie und -illustration

Eine Ausstellung der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

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Tiefgreifende Modeumbrüche und miteinander kontrastierende Modebilder als Ausdruck gesellschaftlichen Wandels kennzeichnen die "langen 1960er Jahre" wie kaum ein anderer Zeitraum: Die elegante Lady steht neben dem Girl, der futuristische Space-Look neben

nostalgischer Romantik und folkloristisch gefärbter Hippie-Mode, plakative Pop- und Op-Art-Modelle neben sportlichen Freizeitoutfits. Modische Männerkleidung in schmalen Schnitten und auffallenden Mustern, avantgardistisches Textildesign, Make-up, Frisuren, Hüte und eine vielgestaltige Partymode sind weitere markante Facetten.

Es war eine junge kaufkräftige Generation herangewachsen, die mit den Vorstellungen ihrer Eltern nicht mehr konform ging. Neue Entwicklungen, die Eroberung des Weltalls, die Verbreitung der Antibabypille, die Studentenunruhen von 1968 beschreiben schlaglichtartig die Widersprüche dieser Zeit. Popkultur, Film, Musik und Medien lieferten neue Vorbilder für die jungen Konsumenten, die das Einkaufen zunehmend als Freizeitbeschäftigung schätzten. Spätestens ab der Mitte der 1960er Jahre war die elegante Lady durch Frauen wie Brigitte Bardot und Twiggy abgelöst. Die Pariser Haute Couture blieb zwar für die Elite weiterhin stilprägend, jedoch setzen sich daneben die populäre Jugendmode nach Londoner Prägung, der avantgardistische "Italian Style" sowie der Freizeitlook aus Jeans, Pullovern und T-Shirts durch. Eine ausgesprochene Körperlichkeit der neuen Modetrends, insbesondere der Triumph des Minirocks – unterstützt durch die Erfindung der Strumpfhose – bildete den gewollten Gegenpol zu den "biederen" 1950er Jahren.

Diese Modebilder wurden in neuen Publikumsjournalen verbreitet: Die französische Elle, die englische Queen, die deutschen Petra und Brigitte wurden zu Foren für junge Frauen. Mit twen erschien von 1959 bis 1971 ein gestalterisch wie inhaltlich progressives Heft, das zum Leitbild für eine ganze Generation wurde.

Die Modefotografen der "High Sixties", darunter Helmut Newton, Regi Relang und F.C. Gundlach, lieferten imageträchtige Bildinszenierungen. Die Modeillustratoren verloren demgegenüber, abgesehen etwa von dem international renommierten Antonio Lopez, zunehmend an Bedeutung.

In der Ausstellung sind rund 200 originale Modefotografien und -illustrationen aus der Sammlung Modebild – Lipperheidesche Kostümbibliothek zu sehen, der weltgrößten Fachsammlung und Bibliothek zur Kulturgeschichte von Kleidung und Mode. Strumpfhosen und Strümpfe als eines der markantesten Mode-Accessoires dieser Zeit, Zeitschriften, Schallplattencover sowie Kostproben aus Filmen und Musik runden das Spektrum ab.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museum erhältlich ist (12,80 Euro).

17.07.2011-18.09.2011

Erinnerungen an die langen 1960er Jahre

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Parallel zur Ausstellung "High Sixties Fashion" hat das Museum für Kunst und Kulturgeschichte von den Dortmunder Bürger/innen ihre "Lieblingsstücke" aus der Zeit von 1957 bis 1976 erbeten. Nach dem Wiederaufbau, der politischen Stabilisierung und dem Wirtschaftswunder in den jungen Jahren der Bundesrepublik folgte eine lange Spanne des gesellschaftlichen Aufbruchs und der Modernisierung. Jugend- und Popkultur, Emanzipation und Reformen, alternative Lebensstile und überraschendes Design veränderten auch die Sachkultur des Alltags. Diese Umbruchzeit soll mit persönlichen Gegenständen und Geschichten aus Dortmund im Museum präsent werden.

Zu sehen sind Dinge, die sich noch im häuslichen Gebrauch befinden, genauso wie Kleidungsstücke, Accessoires, Kleinmöbel oder Urlaubssouvenirs. Ob der vom ersten Gehaltsvorschuss erworbene, "Schneewittchensarg" genannte Plattenspieler der Firma Braun oder das bei einem Preisausschreiben gewonnene Rot-Weiß Essen-Trikot von Horst Hrubesch – jedes Lieblingsstück hat einen Grund, weswegen es die Zeit überdauert hat und nun in der Ausstellung zu sehen ist.

Zwei Erzählcafés am 20. August und 17. September geben die Gelegenheit, über die eigenen Erinnerungen an die Zeit zwischen 1957 und 1976 bei Kaffee und Kuchen zu plaudern.

11.06.2011 - 31.07.2011

Die Fotografin Eva Horstick-Schmitt reist seit mehr als zehn Jahren durch das Revier und fotografiert Familien in deren Lebensumfeld.

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Das Ergebnis ist ein multikultureller und authentischer Blick hinter die Kulissen, der die Menschen des Ruhrgebietes in den Mittelpunkt stellt. Zu sehen sind Alleinerziehende ebenso wie die Patchworkfamilie, die Familie mit fünf Kindern ebenso wie die Ein-Kind-Familie, in nachdenklichen Situationen, mit lustigen Gesichtern, mit und ohne Hobbies.

Die alten Zöpfe abgelegt, ohne die Wurzeln zu verleugnen und neue Zöpfe ausprobiert, ohne sich zu verbiegen. Das ist das Revier. Die Menschen hier sind authentisch und lebensfroh, können über sich selbst lachen. Das herauszukitzeln und ungekünstelt zu fotografieren ist Horstick-Schmitts Stärke. Die Menschen auf den Bildern wirken wie nahe Verwandte oder Bekannte, die man gerade besucht hat. "Unretuschiert" ist als Dauerfotoprojekt angelegt und gilt als "Denkmal" für die Menschen im Revier.

Die Ausstellung wird durch die Helmut-Raschinski-Stiftung der Dortmunder Volksbank gefördert.

14.05.2011 - 26.06.2011

Schlager sind eine im deutschsprachigen Europa weitverbreitete Stilrichtung der populären Musik. Der Begriff Schlager bezeichnet seit den 1860er Jahren erfolgreiche, "einschlagende" Musikstücke.

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Typische Schlager zeichnen sich durch gefühlsbetonte Texte und eingängige Melodien aus. Die meisten Schlager sind Tagesware für den Augenblick, manche jedoch überdauern in ihrer Beliebtheit und Relevanz Jahrzehnte. Schallplatten und CDs von Interpreten wie Caterina Valente, Udo Jürgens, Peter Alexander sind millionenfach verbreitet. Millionen Menschen lieben den Schlager, Millionen Menschen reiben sich an ihm. Deshalb spielt der Schlager in unserer Gesellschaft eine bedeutende Rolle.

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund zeigt eine von dem Historiker Ingo Grabowsky für das Stadtmuseum Sachsenheim konzipierte Wanderausstellung, die dort bis zum 24. April zu sehen ist.

Anhand von 26 unterhaltsamen wie ernsten Themen wird eine Zeitreise des Schlagers von A bis Z präsentiert: Von A wie Amerika über G wie Grand Prix, P wie Publikum bis Z wie ZDF-Hitparade zeigt sie ein breites Panorama der leichten Muse. Zahlreiche interaktive Elemente und Medien beleben die Ausstellung, die für die Station in Dortmund um weitere Originalexponate bereichert wurde.

Neben Führungen findet am 9. Juni 2011 ein Schlagerabend mit WDR 4 als Talkshow mit den Schlagerstars Mary Roos, Ingrid Peters, Frank Schöbel und Bernhard Brink in der Rotunde des Museums statt. Weitere Veranstaltungen zu dieser Ausstellung entnehmen Sie bitte der Tagespresse.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museum erhältlich ist (15 Euro).

Die große Menorah von Benno Elkan (siebenarmiger Monumentalleuchter)
Bild: Jürgen Spiler

18.03.2011 - 22.05.2011

Die Ausstellung zeigt Werke des 1877 in Dortmund geborenen Künstlers Benno Elkan, die sich in öffentlichem Besitz befinden.

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In München und Karlsruhe zunächst als Zeichner ausgebildet, wandte Elkan sich zunehmend der Plastik zu und war schließlich ganz als Bildhauer tätig. Gegenstand der Ausstellung sind, neben ausgewählten Zeichnungen aus den frühen Studienjahren, Medaillen und Bildnisbüsten. Zudem werden einige seiner Grabdenkmäler vom Dortmunder Ostfriedhof dokumentiert. Auch wird in Fotografien an Elkans spätes Meisterwerk erinnert: die große Menorah, ein siebenarmiger Leuchter vor dem Regierungsgebäude in Jerusalem. Elkan zog 1919 nach Frankfurt/Main, wurde aber 1934 durch die nationalsozialistische Diktatur ins Exil nach London gezwungen, wo er 1960 starb.

Foto aus den Sechzigern: Mann am Schreibtisch mit Schreibmaschine und Globus

19.02.2011 - 01.05.2011

Eine Ausstellung zum 50. Geburtstag der Dortmunder Gruppe 61

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Ein Projekt des Fritz-Hüser-Instituts für Literatur und Kultur der Arbeitswelt in Kooperation mit dem Institut "Moderne im Rheinland" an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Technischen Universität Dortmund.

Wir schreiben das Jahr 1961. In Berlin beginnt der Mauerbau, in ganz Deutschland wird ‚Die Pille’ käuflich und in Dortmund? In Dortmund bricht eine Gruppe auf, den Literaturbegriff zu verändern. Sie nennen sich die Dortmunder Gruppe 61 und kommen aus dem ganzen Land in diese Stadt. Sie sind Arbeiter, Bergmänner, Angestellte, sie sind schreibende Menschen, die den Gegenstand ihres Alltags, die Arbeit, literarisch erfassen wollen. Ein Skandal, der der Öffentlichkeit nicht lange verborgen blieb und für umfangreiche Diskussionen in allen Medien sorgte: Was ist das eigentlich – Literatur? Und wer macht Literatur?

Die Dortmunder Gruppe 61 hat in den 1960er Jahren den Literaturbegriff verändert, er sollte nicht mehr Ausdruck einer intellektuellen Elite sein, sondern Ausdruck von Menschlichkeit, Solidarität und Gegenwart. Heute ist die Gruppe fast vergessen. Die Ausstellung erinnert an die wichtige Bewegung und stellt die Frage neu: Was ist das eigentlich – Literatur?

Zur Ausstellung ist ein Katalog erhältlich.

Schwarz-Weiß-Foto einer Hand, die eine Tüte mit Tabak hält; im Hintergrund der Dortmunder Hauuptbahnhof

22.01.2011 - 13.03.2011

Die Fotografin Gitta Seiler taucht mit ihren Arbeiten in die raue Wirklichkeit von Mädchen in schwierigen Lebenssituationen ein.

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In vier Fotoserien ("weggerannt", "abgetrieben", "eingesperrt", "ungewollt") porträtiert sie den Alltag von Ausreißerinnen, minderjährigen Müttern, Insassinnen einer Jugendstrafanstalt und begleitet minderjährige Mädchen in eine Abtreibungsklinik.

"Gitta Seiler legt in den vier Abhandlungen ihre Finger in offene Wunden. Sie grenzt ein, umschreibt, benennt und das aus einer scheinbaren Unemotionalität heraus. Gleichwohl ist sie ergriffen ob der bitteren Lebenserfahrungen junger Menschen in einer aus den Fugen geratenen Welt. Die Fotografien sprechen in leisen, eindringlichen Worten von Mädchen in Zerbrechlichkeit und Stärke. Das, was hier den Protagonistinnen widerfährt, kann für viele andere gelten. Mit klarem Blick, der auch das Umfeld wahrnimmt, zeichnet sie Bilder, die in ihrer anrührenden Strenge als Metaphern von Menschen bestehen." (Barbara Lipps-Kant)

Gitta Seiler (*1967) studierte Foto-Design bei Arno Fischer. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem erhielt sie das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg sowie das Arbeitsstipendium der Stadt Konstanz. Seit 1998 ist sie freiberuflich tätig und seit 2007 Dozentin an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin.

Collage
Bild: Guido Wessel

06.11.2010 - 30.01.2011

Kunst aus psychiatrischem Kontext von 1900 bis heute

Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Sammlung Prinzhorn Heidelberg, der Sammlung Morgenthaler Bern und Art-Transmitter Dortmund.

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Die Heidelberger Sammlung ist benannt nach dem Kunsthistoriker und Arzt Hans Prinzhorn (Hemer i. Westf. 1886–1933 München), der 1919 als Assistent an die Psychiatrische Klinik der Universität Heidelberg kam. Deren Leiter Karl Wilmanns hatte ihn beauftragt, eine bereits bestehende kleine Kollektion künstlerischer Arbeiten von Psychiatriepatienten mit Werken aus anderen psychiatrischen Anstalten zu erweitern und in einer wissenschaftlichen Studie auszuwerten. So entstand Prinzhorns Buch "Bildnerei der Geisteskranken. Ein Beitrag zur Psychologie und Psychopathologie der Gestaltung" (1922). Er erkannte ihren Wert und ihren Einfluss auf die moderne Kunst. Die Ausstellung zeigt moderne Arbeiten der heute noch existierenden Sammlung mit älteren Werken aus der Sammlung Morgenthaler sowie aktuelle künstlerische Arbeiten von Psychiatrieerfahrenen des Vereins Art-Transmitter, einem Projekt der "Europäischen Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in der Psychiatrie e.V.".

Sexualität ist ein bisher in der Darstellung der Kunst von Insassen psychiatrischer Einrichtungen ein noch fast unbehandeltes Thema. Sie wurde in den Anstalten um 1900 tabuisiert. Die Abteilungen waren strikt nach Männern und Frauen getrennt, so dass sexuelle Handlungen, wenn überhaupt, dann gleichgeschlechtlich stattfinden mussten. Sehnsüchte und Verlangen wurden unterdrückt und häufig künstlerisch verarbeitet.

Während Frauen eher die romantische Seite der Liebe betonten und Bilder von Traumprinzen oder Hochzeiten malten, wurden die Männer konkreter und stellten die Objekte ihrer Begierde in eindeutigen Posen dar. Seit Mitte des 20. Jahrhundert änderten sich die Darstellungen hin zu recht realen Szenen, die auch Masturbationen oder sexuelle Übergriffe nicht ausschlossen.

Die Ausstellung wird damit zu einem einzigartigen Projekt, das neben der überraschenden Ästhetik der Bilder Einblicke in die Geschichte der Psychiatrie und den Umgang mit ihr liefert.

Sie ist ein Projekt im Rahmen von "TWINS" der Kulturhauptstadt RUHR.2010.

..bring uns viele schöne Dinge
Bild: M. Albrecht

13.11.2010 - 09.01.2011

Wunschzettel und Gabentische aus 100 Jahren

Weitere Informationen

Seit Ende des 19. Jahrhunderts schreiben Kinder in der Vorweihnachtszeit Wunschzettel. Manche sind direkt an himmlische Gabenbringer adressiert, andere geben in Listenform an, was man sich sehnlichst wünscht und, zumeist am Ende der Aufzählung, was ebenfalls noch als Geschenk akzeptiert werden würde - hier stehen oft die nützlichen Dinge. Als Wünsche finden sich neben Spielzeug aller Art und Kleidungsstücken auch Erstaunliches wie eine Tube Zahnpasta, die Reparatur der Lieblingspuppen oder Immaterielles wie die Genesung der Mutter. Solche Wunschzettel ermöglichen nicht nur einen Einblick in die privaten Lebenswelten und die Persönlichkeiten der Kinder, sondern spiegeln auch die jeweiligen historischen Umstände wider: die Überseebriefmarken als Wunsch 1928 in Zeiten großer Auswanderungswellen oder die Bitte um einen einfachen Tannenbaum 1946 in der Nachkriegszeit.

Die diesjährige Weihnachtsausstellung zeigt einen Querschnitt der oft liebevoll gestalteten Wunschzettel aus 100 Jahren mit dazu passenden Geschenken. Nach historischen Quellen zusammengestellte Gabentische und Christbäume - geschmückt entsprechend der Mode verschiedener Zeiten - ergänzen das Thema Bescherung.

Timurtas Onan: Beyoglu

19.09.2010 - 31.10.2010

Geboren in Istanbul, arbeitet Timurtaş Onan seit mehr als 18 Jahren als Fotograf und Künstler und erhielt seither über 40 Auszeichnungen für sein künstlerisches Werk.

Weitere Informationen

In seinen Fotografien von Beyoğlu, dem "europäischsten" Stadtteil Istanbuls, treten die traditionellen Symbole und Postkartenmotive in den Hintergrund und tauschen den Platz mit den Menschen der Stadt. Sie erzählen die Geschichte dieser Menschen, bescheiden, unprätentiös, ohne Pose. Wie die Tauben, die oft in seinen Fotos zu sehen sind, durchstreift Onan die Stadt und mischt sich unter die Passanten, deren Leben und Treiben er einfängt. Man kann beinahe hören, wie er vor sich hinpfeift, während er auf dem Weg ist ...

Die Ausstellung - kuratiert von Beste Gürsu - ist eine Kooperation mit dem Kulturbüro Beyoğlu und eine Referenz an die Kulturhauptstadt Istanbul 2010.

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18.09.2010 - 17.10.2010

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte präsentiert die Wettbewerbsausstellung "DEW21 Kunstpreis 2010"..

Weitere Infortmationen

Bereits zum fünften Mal hat die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH den alle Sparten der Bildenden Kunst – Skulptur, Malerei, Zeichnung, Fotografie, Installation und Medienkunst – umfassenden Kunstpreis ausgeschrieben

Mittlerweile hat er sich als einer der wichtigsten Kunstpreise des Ruhrgebiets etabliert. In der Ausstellung werden elf von einer Fachjury nominierte Künstler/innen zu sehen sein, aus denen drei Preisträger ermittelt werden. Der erste Preisträger erhält neben dem Preisgeld im folgenden Jahr eine Ausstellung.

So wird parallel die Preisträgerausstellung von Adriane Wachholz gezeigt, die den DEW21 Kunstpreis 2009 gewonnen hat. Wachholz erhielt ihn für ihre spartenübergreifenden Videoprojektionen, die in Kombination mit Zeichnungen ein Spannungsfeld zwischen Realität und psychologischer Innenwelt erzeugen. Es werden neue Installationen aus Zeichnung, Video und Bildern gezeigt, die während einer diesjährigen Künstlerresidenz in Finnland entstanden sind. Die Arbeiten setzen sich mit dem klassischen Landschaftsbild auseinander – vertraute Waldlandschaften werden zu reduzierten Objekten und Formen, Landschaften den natürlichen Gesetzen enthoben.

Es ist hierzu ein Katalog erhältlich.

07.08.2010 - 22.08.2010

Exil Café ist ein groß angelegtes, reisendes Gesamtkunstwerk, das sich stets neu, flexibel und reaktionsschnell präsentiert. In diesem Jahr findet das Werk eine vorübergehende Heimat im Ruhrgebiet, der Europäischen Kulturhauptstadt 2010. Es inszeniert sich an unterschiedlichen Orten der Region als Teil städtischer Kulturhauptstadt-Projekte.

Weitere Informationen

Oberthema ist das geistige Exil des einzelnen Menschen, der sich in der Gesellschaft nicht vertreten sieht. Die Künstler beleuchten dies mit immer wieder anderen Ausdrucksformen der Darstellenden und Bildenden Kunst. Aktionen, Performances, Ausstellungen und Auftritte bilden Teilstücke des gesamt Werkes.

Raum-Installation im Künstlerhaus

Unter dem Titel "Der Bruch der Reise" ist das nächste Teilstück als Rauminstallation im Künstlerhaus Dortmund zu erleben. Während ihres Gastaufenthaltes werden die Künstler das Haus am Sunderweg intensiv kennenlernen. Dabei entstehen Fotos und Filme, die auf eine andere Installation der kunstgruppe GOTTLIEB stoßen: "Find The Net". Diese Installation ist ein weltweit präsentes, sich ständig wandelndes Kunstwerk, das den Betrachter mahnt, die eigene Rolle im politischen und wirtschaftlichen System zu reflektieren. Dabei kommt es zu einer kraftvollen Kollision – und zugleich zu einem Nachdenken über die Ursachen der Entfremdung und geistigen Heimatlosigkeit in einer vorwiegend materiell orientierten Gesellschaft.

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26.06.2010 - 15.08.2010

Prostituierte in Dortmund

Eine Ausstellung im Rahmen von "FotoEcke"

Auf der Ravensberger Straße befindet sich der legale Straßenstrich Dortmunds.

Weitere Informationen

Mit der Verlagerung der Prostitution aus den Wohnvierteln der Nordstadt ging die Legalisierung der Arbeit der Prostituierten einher.

Seit Jahren setzt sich die Kommunikations- und Beratungsstelle für Prostituierte, kurz Kober, für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz dieser Frauen ein. Nach einer langen und kontrovers geführten lokalpolitischen Debatte wurden 2006 in der Ravensberger Straße die geforderten Sicherheitsboxen errichtet.

"Wunschbox" entstand in den Jahren 2004 und 2010 und bildet den Auftakt einer bislang dreiteiligen Reihe von Arbeiten der Fotografin Iris Wolf, die sich mit sozialkritischen und gesellschaftsrelevanten Themen befasst.

In Anlehnung an die Ausstellung "Wunschbox" leitete Iris Wolf und in Kooperation mit der vhs Dortmund den Fotografie-Workshop "Die Zeichen unserer Stadt – eine Auseinandersetzung".

www.iriswolf-fotografie.de

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Bild: Deutsche Einheit am Balaton / CHB

08.05.2010 - 11.07.2010

Eine europäische Geschichte

Kinematografische Installation von Péter Forgács und Gusztáv Hámos

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Ein intermediales Forschungs- und Ausstellungsprojekt des .CHB

Eine Ausstellung im Rahmen von "scene ungarn in nrw – 40. internationale kulturtage der stadt dortmund 2010".

Das Projekt "Deutsche Einheit am Balaton" vergegenwärtigt eine der eigentümlichsten Perioden der innerdeutschen und europäischen Geschichte. Jenen bedeutsamen Teil der Geschichte der während des Kalten Krieges gespaltenen deutschen Nation, der sich jahrzehntelang – zwangsläufig und skurrilerweise – außerhalb des eigenen Territoriums abspielte. So gab es von den 1960er bis 1980er Jahren auf ungarischem Staatsgebiet, insbesondere rund um den großen Binnensee Balaton, einen "exterritorialen" Begegnungsort.

In unzähligen gezielten oder zufälligen persönlichen Begegnungen nahmen Ost- und Westdeutsche dort – wie ein Zeitzeuge es formulierte – die deutsche Einheit vorweg und bereiteten damit die friedliche Revolution vor. Die vom Collegium Hungaricum Berlin initiierte Ausstellung konzentriert sich auf diese lange und widersprüchliche Geschichte und nicht (nur) auf ihr "Happy-End", den Sommer 1989 und die darauf folgenden Monate der Umbrüche in Europa.

Die Schau in der Ausstellungshalle der Dortmunder Museen besteht aus mehreren medialen Räumen zu verschiedenen Themen. Gezeigt werden u. a. Fotos, Filme und Zeitzeugenberichte als kinematografische Installation von Gusztáv Hámos und Péter Forgács. Letztgenannter ist Medienkünstler und unabhängiger Filmemacher aus Budapest. Seine Videos werden in den großen Kunstsammlungen der Welt gesammelt, vom Centre Pompidou bis MoMA und dem J. Paul Getty Museum. Durch seine Mitarbeit am Projekt ist dieses als Gesamtkunstwerk mit deutlichem politischem Anliegen zu sehen.

Zur Ausstellung ist ein Begleitbuch erschienen, welches zum Preis von 19,90 Euro im Museumsshop erhältlich ist.

Tirzah Haase fotografiert von Eva Horstick-Schmitt
Bild: E. Horstick-Schmitt

24.04.2010 - 06.06.2010

Tirzah Haase fotografiert von Eva Horstick-Schmitt

Im November 2008 erhielt die Schauspielerin und Sängerin Tirzah Haase die Diagnose Brustkrebs, Cancer positiv. An das Leben auf der Bühne und in der Öffentlichkeit gewöhnt, versteckte Tirzah die Krankheit nicht.

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Im Gegenteil: Sie fragte die Fotografin Eva Horstick-Schmitt, mit der sie seit der Jahrtausendwende durch gemeinsame Projekte und in Freundschaft verbunden ist, ob sie die Stationen ihrer Krankheit mit der Kamera begleiten wollte. So entstand ein Bilderzyklus vom Besuch beim Frisör, wo Tirzah ihre Haare millimeterkurz schneiden ließ, über die Verabreichung der Chemotherapie im Hospital, bis hin zur Feier ihres 50. Geburtstages im Freundeskreis nach überstandener Erkrankung. Sensible Fotos geben Eindrücke in das Innere einer an Brustkrebs erkrankten Frau, der es heute besser geht als vorher, weil die "Häutungen" durch den Krebs ihr neue Perspektiven für das Leben gegeben haben. Reife und Wachstum waren nach den Tiefen der Krankheit ein wertvolles Ergebnis: Cancer positiv.

In der Ausstellung sind rund 40 Fotografien von Eva Horstick-Schmitt, kommentiert von Tirzah Haase, zu sehen. Beide Künstlerinnen, die jeweils in ihrem Metier internationale Anerkennung fanden, leben in Dortmund. Die Ausstellung möchte Frauen in vergleichbarer Situation Mut machen und die Krankheit Brustkrebs darüber hinaus in einer breiteren Öffentlichkeit mit künstlerischen Mitteln thematisieren.

Zwei Abendveranstaltungen mit einem informativen und unterhaltsamen Programm begleiten die Ausstellung. Der Eintritt hierzu ist jeweils frei.

Geleeform aus dem 19. Jahrhundert
Bild: W. Cajz

23.01.2010 - 11.04.2010

Backformen aus Metall haben eine lange, bis in die römische Antike zurückreichende Tradition. Gewürzkuchen mit Früchten, Nüssen, Essenzen und vielem anderen mehr blieben im Mittelmeerraum und im Orient bis in die Neuzeit beliebt.

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Der Napfkuchen, gebacken in einer turbanähnlichen Form, soll beispielsweise in der Türkei "erfunden" worden sein. Seinerzeit gelangten derartige Genüsse auch nach Mitteleuropa, insbesondere an die fürstlichen Höfe. Stanislaw, König von Polen und Schwiegervater Ludwigs XIV. wird nachgesagt, tagtäglich Napfkuchen als Dessert verzehrt zu haben.

Die feine Kochkunst des 18. und 19. Jahrhunderts für die höfische und großbürgerliche Küche zelebrierte das Anrichten von Speisen. Kuchen, Cremes, pikante Sülzen und süße Gelees dienten nicht nur dem Verzehr, sondern waren vor allem auch opulenter Tafelschmuck. Nahezu jedes Gericht verlangte nach einer bestimmten Form. Hergestellt wurden die innen verzinnten oder versilberten Formen aus Kupfer und Weißblech in Manufakturen, deren Kataloge die enorme Formenvielfalt spiegeln. Der Pariser Fabrikant Ch. Trottier Fils unterhielt um 1860 bereits Filialen in Lyon, Nizza, London, Neapel, Genua, Brüssel, Konstantinopel und Hannover!

Die Sammlung von Sturzformen des 19. Jahrhunderts aus dem Leopold Museum Wien wurde wegen ihrer bizarren, an Skulpturen erinnernden Formen angelegt. In der Ausstellung sind rund 60 dieser kunstvoll gearbeiteten Exponate assoziativ mit Architekturmotiven kombiniert. Losgelöst von ihrer konkreten Bestimmung verschwimmen für den Betrachter die Grenzen zwischen Alltagskultur und Kunst.

Katalog zur Ausstellung: Hildegard Wiewelhove (Hg.), Kubistische Kuchen und geometrische Gelees. Abstrakte Kunst am Kalten Buffet oder zur Genese des allgemein beliebten Wackelpeters, Bielefeld (Museum Huelsmann) 2008, Preis im Museumsshop (Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund): 10 Euro

Zur Ausstellung gibt es ein eineinhalbstündiges buchbares Kindergartenprogramm:

Beim Ausflug an des Fürsten Tafel erfahren Kinder, wie man früher in den Adelshäusern das Essen präsentierte oder wann man eine Tafel festlich dekorierte. Nach einer Einführung in das Reich der Back- und Geleeformen aus dem 19. Jahrhundert haben die Kinder dann Gelegenheit, deren Formenvielfalt zu erforschen und Ähnlichkeiten mit bekannten Bauwerken – etwa Pyramiden, Schlössern oder Burgen – zu entdecken. Auch lernen die kleinen Teilnehmer Näheres über die Herstellung von Gelees, Sülzen und Kuchen. Jedes Kind bereitet sich zudem seine eigene Götterspeise zu, die wir in gemütlicher Runde gemeinsam verzehren. Die Kosten betragen pauschal 22,50 Euro pro Gruppe plus 0,50 Euro Materialkosten pro Kind. Es können maximal 20 Kinder teilnehmen.

Max Slevogt - Garten in Neu-Kladow

20.06.2009 - 11.04.2010

Diese Ausstellung widmet sich den farbensprühenden Werken des Berliner Impressionismus.

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Sie stammen aus dem Bestand der Nationalgalerie Berlin und wurden ausgewählt von Dr. Angelika Wesenberg, Nationalgalerie Berlin. Die Ausstellung ist Teil des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

In einer Welt des Umbruchs, Aufbruchs und Zusammenbruchs kurz vor dem Ersten Weltkrieg feierten die Künstler die heitere Seite des Daseins. Max Liebermann, Wilhelm Trübner, Max Slevogt, Lovis Corinth, Lesser Ury und Walter Leistikow bildeten den Kern der 1898 gegründeten Berliner Secession. Diese Vereinigung wandte sich radikal gegen den herrschenden Kunstbetrieb der staatlichen Akademien mit ihren pathetischen, historisierenden und angeblich moralisch erhebenden Themen.

Beeindruckt von den Errungenschaften des französischen Impressionismus zeigten die Künstler mit heller Palette und freiem Pinselstrich vor allem die einfachen Freuden des Lebens, einen Spaziergang am Meer, ein lichtdurchflutetes Zimmer oder einen geselligen Biergarten. Licht, Farbe, die Liebe zur Natur und der spontane Eindruck sind die Hauptakteure dieser freundlichen Gemälde.

Es erscheint der Katalog "Berliner Impressionismus. Werke der Berliner Secession aus der Nationalgalerie" (20,00 Euro).

Die Ausstellung wird großzügig unterstützt von der Sparkasse Dortmund und der Kulturstiftung Dortmund.

Begleitend zur Ausstellung bietet das Museum Führungen, Seniorenveranstaltungen, Kindertage sowie Vorträge an.

Allgemeine Funktionen und Angebote

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