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Rotunde im Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Bild: Karin Hessmann

Historische Glasmalereifenster

Im Bestand des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund befinden sich drei sakrale Glasmalereifenster, über die bisher nur wenig bekannt ist.

Zeitraum:
seit 2007, Restaurierung 2008 bis 2009
Projekttyp:
Systematische Erschließung von Sammlungsbeständen
Kooperationspartner:
Restaurierungsprogramm Bildende Kunst des Landes Nordrhein-Westfalen
Ziel:
Klärung der Urheberschaft und der Herkunft

Die Anbetung der Heiligen Drei Könige, Kirchenglasfenster, deutsch, um 1870/80

Die Anbetung der Heiligen Drei Könige, Kirchenglasfenster, deutsch, um 1870/80
Bild: Kathrin Rahfoth

Während einer Baumaßnahme im Museum für Kunst und Kulturgeschichte wurden 2007 drei Glasmalereifenster in der Sammlung wiederentdeckt. Zwei der Fenster sind figürlich bemalt und zeigen Mariä Verkündigung sowie die Anbetung der Hirten, das dritte Fenster ist ornamental gestaltet. Wahrscheinlich komplettierte mindestens ein weiteres Fenster den Zyklus, welches die Geburt Christi darstellte.
Kunsthistorische und kunsttechnologische Untersuchungen legen den Schluss nahe, dass die Fenster in der Zeit um 1870 entstanden. Auf diesen Zeitraum weisen sowohl die Malerei als auch die verwendeten Glasarten hin. Vermutlich waren die Glasmalereifenster für den Chor einer neugotischen Kirche bestimmt.

In einem aufwendigen Verfahren wurden alle drei Fenster über zwei Jahre hinweg von der Diplom-Restauratorin Kathrin Rahfoth mit Unterstützung des Restaurierungsprogramms Bildende Kunst des Landes Nordrhein-Westfalen restauriert, so dass die beiden figürlichen seit 2010 in der Rotunde des Museums ausgestellt werden können.

Wie die Fenster Teil des musealen Bestandes wurden, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nur vermuten. Möglich ist, dass sie im Rahmen einer Ausstellung über den Glasmaler Friedrich Stummel auf Schloss Cappenberg im Jahr 1980 in die damals dorthin ausgelagerte Sammlung des Museums kamen. Auch die Herkunft und die künstlerische Urheberschaft sind noch ungeklärt. Diese offenen Fragen stehen im Mittelpunkt des Forschungsprojektes.

Eine ausführliche Beschreibung der Fenster und eine detaillierte Übersicht über die bisherigen Forschungsergebnisse bietet der Aufsatz von Dr. Brigitte Buberl und Kathrin Rahfoth in der vom Land Nordrhein-Westfalen herausgegebenen Broschüre "Substanzerhalt. Das Restaurierungsprogramm Bildende Kunst des Landes Nordrhein-Westfalen".

Kontakt

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dr. Brigitte BuberlKunsthistorikerin

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