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Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Bild: Jesús González Rebordinos

50 Jahre danach

MKK erinnert an Martin Luther King Jr.

Nachricht vom 31.03.2017

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) erinnert in der Ausstellung "Beyond Vietnam" an den Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. mit Fotos von Benedict J. Fernandez.

Die Kuratorin Carty Gettinger in der Ausstellung

Die Kuratorin Carty Gettinger in der Ausstellung
Bild: Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Vor 50 Jahren, am 4. April 1967, hielt Martin Luther King Jr. (*1929, + 1968) in New York City seine berühmte Rede "Beyond Vietnam – A Time to Break Silence” ("Jenseits von Vietnam – Zeit, das Schweigen zu brechen”). Darin verurteilte er die Beteiligung der USA am Vietnamkrieg und forderte einen grundlegenden Wandel im Umgang mit unterprivilegierten Menschen. Ein Jahr nach dieser Rede wurde er in Memphis ermordet.

Martin Luther King Jr., geboren in Atlanta als Sohn eines Baptistenpastors, promovierte später an der Boston University und wurde ebenfalls Baptistenpastor. Er war und ist einer der bekanntesten Kämpfer gegen soziale Ungerechtigkeiten, Rassentrennung und Unterdrückung. Im Laufe seines Lebens hielt er über 2.500 Reden.

In der 12 Bilder umfassenden Ausstellung sind schwarz-weiß-Fotografien des amerikanischen Fotografen Benedict J. Fernandez zu sehen. Er begleitete den Bürgerrechtler in den 1960er Jahren bei öffentlichen Auftritten und in seinem privaten Umfeld. Fernandez‘ Fotos zeigen den Bürgerrechtler unter anderem bei Demonstrationen und in seinem Arbeitszimmer. Den Schlusspunkt setzte Kuratorin Carly Gettinger mit dem Foto vom Sarg Martin Luther King Jr.

Der Anlass der Ausstellung ist einerseits das 50-jährige Jubiläum der Vietnam-Rede, zum anderen "ist es wichtig in solch politisch unruhigen Zeiten an Martin Luther King Jr. zu erinnern", so die Kuratorin. MKK-Direktor Dr. Jens Stöcker erinnerte: "Die Ausstellung zeigt, wie tagesaktuell Geschichte sein kann." Über Kopfhörer können Besucher die einstündige Vietnam- und die viertelstündige I have a dream"-Rede nachhören.

Fotograf Fernandez (*1936), wohnhaft in New York, ist seit den1980er Jahren eng mit dem MKK verbunden. Er startete als Autodidakt, professionalisierte allerdings immer mehr seine Passion und wurde später sogar Mitglied der renommierten Magnum-Agentur.

Gaye Suse Kromer

Bilderstrecke: 50 Jahre danach

Martin Luther King Jr. 6 Bilder
Erschöpft, trotzdem entschlossen blickt King knapp an der Kamera vorbei in die Menge vor den Vereinten Nationen am 15. April 1967.
Bild: Benedikt J. Fernandez, New York

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Museum für Kunst und Kulturgeschichte