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Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Sonderausstellung

"Transparenz": Textilkunst aus dem MKK trifft zeitgenössisches Kunsthandwerk

Nachricht vom 30.10.2019

"Transparenz – Kunst trifft Handwerk" ist der Titel der nächsten Sonderausstellung vom 1. bis 10. November 2019 in der Rotunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund (MKK). Das MKK präsentiert Exponate aus seiner textilen Sammlung im Dialog mit zeitgenössischem Kunsthandwerk aus dem Galeriehaus Grosche.

„Transparenz“: Textilkunst aus dem MKK trifft zeitgenössisches Kunsthandwerk

V.l.: Dr. Gisela Framke, stellvertretende Direktorin des MKK, Dr. Christian Walda, Sammlungsleiter am MKK, und Matthias Grosche, Galerist, Goldschmied und Kurator.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Roland Kentrup

Die Ausstellung zeigt rund 100 verschiedene Arbeiten aus Textilkunst, Bildhauerei, Schmuck, Keramik, Glas, Mode und Papier.

Kunstwerke aus der textilen Sammlung des Museums und die kunsthandwerklichen Arbeiten korrespondieren dabei miteinander. Zu sehen sind Arbeiten von Michael Becker (Schmuck), Wilhelm Beestermöller (Bildhauerei), Ursula Commandeur (Keramikobjekte), Lou de Bètoly (Mode), Matthias Grosche (Schmuck), Anke Hennig (Schmuck), Angela Hübel (Schmuck), Steffen Lang (Glasobjekte), Christian Metzner (Glasobjekte) und Wilhelm Schramm (Papierarbeiten).

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 1. November, 19:00 Uhr, in der Rotunde des MKK. Im Rahmenprogramm gibt es eine Klangperformance des Universitätschors Dortmund unter der Leitung von Heinke Kirzinger (8. November, 19:00 Uhr). Dabei wird das Thema "Transparenz" musikalisch beleuchtet.

Schmuckdesigner Matthias Grosche reagiert auf textiles Kunstwerk

Der Schmuckdesigner und Goldschmied Matthias Grosche reagiert mit einem eigens für die Ausstellung neu geschaffenen Schmuckstück auf ein textiles Kunstwerk aus der Sammlung des MKK Dortmund. Grosche ließ sich von einem Kragen aus Klöppelspitze, Kupferdraht und Bast von Silvia Fedorová inspirieren. Farbige Bastadern durchziehen den symmetrisch angelegten Kragen, der trotz seiner Größe von 64 mal 50 Zentimeter leicht und filigran wirkt.

Die Kombination des Bastes mit dem dünnen Kupferdraht ergibt Transparenz und interessante Schattierungen. Das Kunstwerk von Silvia Fedorová wird zusammen mit dem neuen Schmuckstück von Matthias Grosche in der Ausstellung präsentiert. Für den Entwurf und die Ausführung verbindet Grosche das traditionelle Goldschmiede-Handwerk mit modernsten CAD-Techniken in Kombination mit einem 3-D-Drucker.

"Transparenz ist für mich als Schmuckmacher ein spannendes Gestaltungsthema. Das Thema Transparenz reizt mich schon sehr lange, da es viel mit Strukturen zu tun hat. Bei meinen Arbeiten greife ich gerne vorgefundene Strukturen auf, so wie jetzt die Strukturen des textilen Kunstwerks von Silvia Fedorová und lasse mich davon inspirieren. Ich arbeite bei meinen Schmuckstücken häufig additiv und spiele mit filigranen Elementen. Daraus ergibt sich eine Transparenz, die den Betrachter immer wieder neu fasziniert", erklärt Matthias Grosche.

„Transparenz“: Textilkunst aus dem MKK trifft zeitgenössisches Kunsthandwerk

Matthias Grosche präsentiert in der Ausstellung unter anderem seinen Halsschmuck "Atlantis" aus Gelbgold und Silber.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Volker Beushausen

Kragen aus Edelstrahldraht lässt an zarte Vogelfedern denken

Zudem werden in der Ausstellung weitere Werke aus der textilen Sammlung des MKK gezeigt: So ist ein Kragen aus Edelstrahldraht von Ines Schwotzer zu sehen, der aus der Entfernung betrachtet an zarte Vogelfedern denken lässt. Und dennoch erstaunt diese Arbeit durch ihre sehr feste, fast starre Konsistenz.

Von Silvia Fedorová wird ein weiteres Schmuckstück präsentiert, das in der alten Technik der Klöppelspitze hergestellt wurde. Der Halsschmuck besteht aus exakt in Form geklöppelten, ineinandergreifenden Kreisen aus Kupfer- und Silberdraht sowie grauen Plastiktüten. Triviales Alltagsmaterial wird so zu einem edel wirkenden Schmuckstück verarbeitet.

Klangperformance des Universitätschors Dortmund

Im Rahmenprogramm der Ausstellung wird der Universitätschor Dortmund unter der Leitung von Heinke Kirzinger am 8. November (Freitag), 19:00 Uhr, eine Klangperformance aufführen. Dabei wird das Thema "Transparenz" musikalisch beleuchtet. Mit Hilfe der Musik wird mit Raum und Klang gespielt.

"Die Zuhörer erwartet kein Konzert im klassischen Sinne, sondern eher ein Klangerlebnis, bei dem sie in die Welt des Klangs eintauchen können", erklärt Heinke Kirzinger. Aufgeführt werden der Kanon "Ja dan duia" der finnischen Komponistin Soili Perkiö, das meditative Konzertstück "Raumklang" nach einer Idee von Michael Betzner-Brand sowie ein vielstimmiges Musikstück, bei dem sechs traditionelle Kanons im Dialog erklingen.

Museum für Kunst und Kulturgeschichte