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Außenansicht Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Museum für Kunst und Kulturgeschichte

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann

Vortrag

Stadtgespräche im Museum

Dr. Henry Wahlig
Deutsches Fußballmuseum Dortmund
Fußballhelden

Die wohl populärste Heldengattung heute bilden die Helden des Fußballs: Kaum eine Figur macht das Miterleben von Sieg und Niederlage, den klassischen Bewährungssituationen des Helden, so nachvollziehbar. Doch in welchen Spielsituationen kann ein Fußballer zum Helden werden? Durch welche Heldentaten kann er sich auszeichnen? Weit jenseits des eigentlichen Spielgeschehens steht der Fußballheld auch für Werte der Zuschauergesellschaft. In welcher Gesellschaftsschicht steht er für welche Werte ein? Und: Zeichnet sich der heutige Fußballheld nur durch das Spielgeschehen in der Arena oder doch vielmehr durch Heldenposen in der Werbung aus?

Dr. Henry Wahlig leitet seit 2015 das Kultur- und Veranstaltungsprogramm des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund. Er studierte Geschichtswissenschaft in Düsseldorf, Vancouver und Lausanne. Ab 2008 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sportwissenschaft der Universität Hannover, wo er 2014 mit einer Arbeit über die jüdische Sportbewegung in NS-Deutschland („Sport im Abseits“) promovierte. Im gleichen Jahr wurde er mit der Dr. Bernhard Zimmermann-Medaille des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte ausgezeichnet.

Helden und Mythen

Eine Ringveranstaltung der Technischen Universität Dortmund und des Museums für Kunst und Kulturgeschichte

Auf Helden treffen wir überall. Sie sind die herausragenden Gestalten in mythischen Erzählungen, in geschichtlichen Darstellungen und in Hollywood-Filmen, zuweilen auch Zeitgenossen, die Besonderes geleistet haben und deshalb als Helden gewürdigt werden. Die Heldin und der Held sind manchmal reale Personen, manche stellen sich als bloße Verkörperungen von erstrebenswerten Charaktereigenschaften heraus, andere wiederum sind etwas dazwischen: Verdichtungen realer historischer Personen zu Idealfiguren.

Welche Eigenschaften sie auch immer haben – es gibt Helden, seit Menschen über Menschen sprechen. Sie haben in den Zeiten je verschiedene Stellen- und Nutzwerte. Während sie seit dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere seit den 1968er Jahren häufig kritisch gesehen wurden und sogar in der Form von Antihelden auftraten, feiert der ungebrochene Held in der jüngsten Vergangenheit in politischen und populärkulturellen Kontexten eine überraschende Renaissance.

In der diesjährigen Vortragsreihe kreisen Wissenschaftler/innen und Forscher/innen das Phänomen aus der Sicht ihrer verschiedenen Fachgebiete ein und behandeln Helden in Mythen und Literatur, Geschichte und Alltag, Film und Sport.

Veranstaltungsinformation

Vortrag: Stadtgespräche im Museum

Veranstaltung liegt in der Vergangenheit.
Donnerstag, 6. Juni 2019
18:00 Uhr

Veranstalter

Museum für Kunst und Kulturgeschichte