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Aussenansicht des Museums für Naturkunde

Museum für Naturkunde

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Museum für Naturkunde

Fleißige Helfer beim "Umzug XXL" des Naturkundemuseums

Das Museum für Naturkunde Dortmund hat seit Ende September 2014 für umfangreiche Sanierung- und Modernisierungsarbeiten seine Pforten für Besucher geschlossen.

Dieter Lohmann beim Ausräumen einer Vitrine.

Dieter Lohmann beim Ausräumen einer Vitrine.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Hildegund Kordon

Bevor die Bauarbeiten beginnen konnten, mussten allerdings zuerst viele wertvolle Exponate gesichert werden: Zum einen waren die gesamten Ausstellungsflächen leer zu räumen. Mehrere Tausend Objekte befanden sich hier in über hundert Vitrinen. Zum anderen galt es, auch in den Magazinräumen im Untergeschoss des Museums, in denen rund eine Viertelmillion Objekte lagern, viele Stücke für eine Auslagerung während der Baumaßnahmen vorzubereiten. Nun sind Museumsobjekte keine Dekoartikel; in der Regel haben sie einen besonderen historischen oder wissenschaftlichen Wert. Darüber hinaus sind nicht wenige Stücke auch sehr empfindlich, z. B. gegenüber Klimaveränderungen oder Erschütterungen. Daher hieß es nicht einfach: Umzugskiste auf – Exponat hinein – fertig! Vielmehr musste jedes Objekt einzeln begutachtet, der zukünftige Standort während der Sanierung festgelegt und dokumentiert, das Stück dann vorsichtig verpackt und schließlich in sein temporäres Lager verbracht werden.

Das alles war eine Arbeit von vielen Wochen, bei der die Museumsmitarbeiter von fleißigen Helfern aus dem Kreis der "Freunde und Förderer des Naturkundemuseums Dortmund e.V." tatkräftig unterstützt wurden. Inuschka und Hans-Peter Schuppert, beispielsweise, nahmen sich das Paläobotanik-Magazin vor, Stück für Stück gingen die rund 1.000 Objekte durch ihre Hände, wurden auf Listen abgehakt und sachkundig verpackt, bis das Magazin komplett leer war. Dieter Lohmann unterstützte die geologische Präparatorin des Hauses beim Leeren vieler Vitrinen in der geologisch-paläontologischen Dauerausstellung im Obergeschoss des Museums.

Helfer beim Transportieren eines Dinosauriers

Helfer beim Transportieren eines Dinosauriers
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Paul Marx

Und auch als der Styracosaurus von den Füßen gehoben und aus dem Museumsgebäude getragen werden musste, packte er kräftig mit an – wer will nicht mal sagen können, er habe einen Dinosaurier getragen! Wieder andere Museumsfreunde, wie Paul Marx und Jürgen Hempel, dokumentierten die Ausräumarbeiten und das leere Museum fotografisch und begleiten den Umbau weiterhin mit ihren Kameras.

Für diese vielfältige Unterstützung – die sich auch in zahlreichen weiteren Aktivitäten, etwa Infoständen, der Organisation von Vortragsreihen und museumspädagogischen Veranstaltungen oder dem "In-Schuss-Halten" unserer Bibliothek äußert – bedanken wir, die Museumsmitarbeiter, uns ganz herzlich bei allen Helfern! Ohne diese Hilfe würde vieles länger dauern, und manches wäre gar nicht möglich!

Dr. Oliver Adrian

Museum für Naturkunde