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Museum für Naturkunde

Museum für Naturkunde

Bild: Museum für Naturkunde

Virtueller Rundgang durch das Naturkundemuseum Dortmund

In der neukonzipierten Dauerausstellung des Naturkundemuseums sollen zukünftig die regional geprägten Lebensräume und Ökosysteme in ihrer Komplexität, aber auch in ihrer Gefährdung gezeigt werden. Solche Themenkreise sind im Bereich der Biologie die heutigen Lebensräume in und um Dortmund und im Bereich der Geologie, neben der Darstellung der 4,56 Mrd. Jahre der Erdgeschichte, die versunkenen Lebensräume der Region wie die Welt des Karbons, das Kreidemeer sowie Flora, Fauna und Klima der Eiszeiten. Wenige, aber herausragende Objekte sollen Geschichte(n) erzählen und einen emotionalen Zugang zum wissenschaftlichen Inhalt schaffen.

Biologische Ausstellung "Stadt – Land – Fluss"

Die biologische Ausstellung "Stadt – Land – Fluss" soll den Besucher auf eine Reise durch Dortmund und sein Umland mitnehmen und die Vielfalt der Natur in der Stadt und die Schönheit der Landschaftsräume der Region zeigen. Im Vordergrund stehen dabei die vielfältigen Vernetzungen und Wechselwirkungen in Ökosystemen, zwischen Faktoren wie Klima, Boden, Wasser und Luft und ihren Bewohnern: Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen. Auch der Mensch als Teil dieser Ökosysteme wird thematisiert.

Im Ausstellungsbereich "Stadt" wird das typische kleinräumliche Mosaik urbaner Lebensräume gezeigt: Haus- und Kleingärten, Häuserschluchten und Straßenränder, Gewerbe- und Industrieflächen, Parks und Friedhöfe. Im nachfolgenden Bereich „Land“ werden Felder und Ackerflächen, Wiesen und Hecken, Waldrand und Wald, aber auch regionale Besonderheiten wie Bergsenkungsgewässer und renaturierte Flächen dargestellt. Das Thema „Fluss“ mit einer Präsentation der Lebensräume am Möhnesee und an der Ruhr, dem namensgebenden Fließgewässer unserer Region, beendet in der neugestalteten Aquariumsausstellung den Rundgang.

Geowissenschaftliche Ausstellung "Als Dortmund am Äquator lag"

Die geowissenschaftliche Ausstellung „Als Dortmund am Äquator lag“ soll den Besucher auf eine Zeitreise entführen. Von der Entstehung der Erde, über die Entwicklung des Lebens bis hin zum ersten Auftreten des Homo sapiens wird die Dimension Zeit als roter Faden fungieren, an dem die Besucher durch die Vergangenheit Dortmunds geleitet werden.

Die Erdzeitalter, die den Schwerpunkt der heimischen Geologie bilden (Quartär, Kreide, Karbon), werden auf dem musealen Rundgang durch großzügige Dioramen und Inszenierungen erlebbar gemacht. Besonders die komplexen Zusammenhänge der geologischen, klimatologischen und biologischen Aspekte, die dazu führen, dass die Erde einem permanenten Wandel unterliegt, sollen verständlich und nachvollziehbar konkretisiert werden. Abzweigend vom Rundgang wird es kleinere Themeninseln geben, die besondere Ereignisse der Erdgeschichte und traditionelle Schwerpunkte der Dortmunder Museumssammlung aufgreifen, so beispielsweise die Fossilien der Grube Messel mit dem originalen Urpferdchen. Ein Mineralien- und Kuriositätenkabinett, in dem die prächtige Farben- und Formenvielfalt im Vordergrund steht, bildet den Abschluss des Rundgangs und zeigt unter dem Titel „Schätze der Erde“ die ästhetische Seite der Natur.

Gestaltung der Räume

Die Hauptthemen der neuen Dauerausstellung sollen durch Rauminszenierungen dargestellt werden, in die der Besucher eintauchen kann. Um ein individuelles Eingehen auf die unterschiedlichen Zielgruppen des Museums zu gewährleisten (vom Kindergartenkind über Familien und Schulklassen bis hin zu Senioren), werden verschiedene Wissensebenen und Texthierarchien integriert, die durch „Hands-On-Exponate“ und Experimente unterstützt werden. Die Gestaltung der Räume und das Design der Vitrinen werden durch die zu vermittelnden Inhalte vorgegeben. So soll eine Ausstellung aus einem Guss entstehen, in der wissenschaftlicher Inhalt, Darstellung und Vermittlung Hand in Hand gehen.

Ziel der neuen Ausstellung

Das didaktische Ziel der Ausstellung ist es, dem Museumsbesucher die Heimatregion in ihrer geologischen Entwicklung und Vielfalt durch die Jahrmillionen hindurch näher zu bringen. Die Ausstellung vermittelt zudem Hintergrundwissen, das auch bei aktuellen Fragestellungen unerlässlich und Teil der geltenden Schul-Lehrpläne ist: In einer Zeit, in der vermehrt über eine sich vollziehende Klimaänderung und ihre Folgen gesprochen wird, ist das Wissen um die diffizilen Zusammenhänge, die zu einem steten Wandel von Klima, Landschaft und Ökosystemen führen, von grundlegender Bedeutung. Das Museum soll somit nicht nur das Bewusstsein für Gegenwart und Vergangenheit der regionalen Lebensräume und deren Fragilität, sondern auch das Bewusstsein für Umwelt und Umweltschutz schärfen. Nicht zuletzt werden aber auch zahlreiche verblüffende Details und die ästhetischen Seiten der Natur präsentiert, um den Museumsbesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Sinne werden zu lassen.

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