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Museum Ostwall

Neues Spiel, neues Glück

Sammlung in Bewegung
19. September 2015 bis Frühjahr 2017

Die Sammlungspräsentation des Museums Ostwall wird in regelmäßigen Abständen neu gestaltet. Werke aus den Depots werden Altbekanntem gegenüber gestellt, so dass es immer wieder Neues zu entdecken gibt. Ein Highlight der diesmaligen Präsentation sind drei Neuerwerbungen, die seit diesem Sommer die Sammlung des MO bereichern:

Nam June Paik: Before the word there was light, after the word there will be light, 1992

Nam June Paik: Before the word there was light, after the word there will be light, 1992
Bild: © 2015 Nam June Paik Estate, Foto: Ellen Kozik

Ein transformierter Fernseher von Nam June Paik, der moderne Technik mit Zen-Buddhismus verbindet, ergänzt den Fluxus-Schwerpunkt ebenso, wie eine "Music Machine' von Joe Jones, die Zufallsmusik erzeugt. Letztere ergänzt bekannte Arbeiten wie Paiks „Schallplattenschaschlik“ oder Takako Saitos „Music Book“, die auf die enge Verbindung zwischen Fluxus und Neuer Musik verweisen. Zahlreiche Werke von Joseph Beuys und Wolf Vostell sind weiterhin zu sehen, während bekannten und seltener gezeigten Arbeiten von Allan Kaprow diesmal ein eigener Raum gewidmet wird.

Joe Jones: Auto-Music-Player, 1976

Joe Jones: Auto-Music-Player, 1976
Bild: Ellen Kozik

Im Bereich der zeitgenössischen Kunst bilden die neu erworbenen Betonskulpturen „Tribüne“, „Straight Pool“ und „Raucherecke“ von Ina Weber einen spannenden Kontrast zu den amorphen Polyester-Arbeiten von Thomas Rentmeister – aus Industriematerial gefertigt, könnten die Ergebnisse unterschiedlicher nicht sein. Außerdem treten die Arbeiten in den Dialog mit Videoarbeiten Erwin Wurms.

Die Fotografien, Videoarbeiten und Rauminstallationen von Anna und Bernhard Blume, Matthias Koch, Tobias Zielony, Adrian Paci, Freya Hattenberger, Martin Brand und Mark Dion bleiben dem Publikum ebenso erhalten wie die Klangkunstwerke Christina Kubischs und die Farbmalereien Ricardo Saros.

Paula Modersohn-Becker: Mutter mit Kind auf dem Arm, Halbakt II, 1907

Paula Modersohn-Becker: Mutter mit Kind auf dem Arm, Halbakt II, 1907
Bild: Ellen Kozik

Freundinnen und Freunde des frühen zwanzigsten Jahrhunderts können sich auf die Rückkehr von rund 30 Werken der Klassischen Moderne freuen, während die gestische Malerei der Nachkriegszeit mit Gemälden von Gerhard Hoehme, Emil Schumacher, Fred Thieler oder KO Götz vertreten ist. Lichtskulpturen und Malereien der Künstlergruppe Zero und Werke des Nouveau Réalisme zeugen von einem künstlerischen Neuanfang in den 1950er Jahren.

Das Interaktive Bildarchiv des Museums Ostwall ist Teil der Sammlungspräsentation. Es sammelt fotografische und digitale Bilder und ist als Projekt gedacht, an dem sich alle Menschen beteiligen können. Das Interaktive Bildarchiv bietet eine Plattform zur Verhandlung über und Teilhabe an einem Bilddiskurs, der über die Bilderwelten der Kunst hinausgeht. Die aktive Teilnahme, Vorträge und die Gesprächsrunden „Bildatlas“ lassen den Raum des Interaktiven Bildarchivs zu einem Ort des Denkens in Bildern, des Sprechens über Bilder und des Sammelns von Bildern werden.