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Dortmunder U

Museum Ostwall

Kultur

Städtische Museen geben Vorschau auf Ausstellungen 2021

Nachricht vom 21.12.2020

Dortmunder U, Museum Ostwall im Dortmunder U, Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Naturmuseum, Westfälisches Schulmuseum, Hoesch-Museum, Uzwei und "schauraum: comic + cartoon": Sobald sie wieder öffnen dürfen, können sich Besucher*innen auf neue Ausstellungen freuen.

Dortmunder U im Sonnenlicht

Das Dortmunder U wird auch 2021 Kunst auf mehreren Etagen zeigen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Museum fur Kunst und Kulturgeschichte

Ausstellungshalle: "Werde, die du bist! Ruth Baumgarte - Lebenskunst" bis 21. Februar 2021

In einer von radikalen Umbruchen geprägten Zeit schuf Ruth Baumgarte ein künstlerisches Lebenswerk, in dem sie den Menschen und dessen fragiles Dasein im 20. Jahrhundert ins Zentrum stellt. Hellsichtig und präzise gegenüber den sozialen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen ihrer Zeit reicht ihr Werk von einfühlsamen Portraits über Darstellungen von Theater- und Arbeitswelten bis hin zu kritischen Reflexionen umweltpolitischer und sozialer Fragen am Ende des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk kulminiert in einem etwa 100 Zeichnungen und Gemälde umfassenden Afrika-Zyklus, Ergebnis ihrer 40 Reisen auf dem Kontinent. Die Übersichtsschau leitet in vier thematischen Kapiteln mit circa 180 Zeichnungen, Gemälden und historischen Dokumenten durch das Leben und Werk einer deutschen Kunstlerin.

Ausstellungshalle: "Manufactum. 30. Landesausstellung zur Ermittlung des Staatspreises fu.r das Kunsthandwerk NRW", 10. April bis 27. Juni 2021

Seit mehr als 50 Jahren schreibt das Land Nordrhein-Westfalen den Wettbewerb aus, der das Unikat, das handgefertigte Einzelstück, in den Mittelpunkt rückt. Alle zwei Jahre können sich Kunsthandwerker*innen, die in Nordrhein-Westfalen leben und arbeiten, um die Teilnahme an der Landesausstellung bewerben. Die besten von ihnen werden mit dem Staatspreis ausgezeichnet. Wettbewerb und Ausstellung werden gemeinsam von der Landesregierung und der Arbeitsgemeinschaft des Kunsthandwerks NRW durchgefuhrt. Garant fur die Qualitat ist ein zweistufiges anonymisiertes Verfahren; nach Vorauswahl durch eine Fachjury entscheidet eine weitere Kommission aus Vertreter*innen des (Kunst)Handwerks, der Wissenschaft, der Architektur und der Museen sowie der Ministerien und der Staatskanzlei über die Vergabe der Preise.

René Schoemakers: "Anders (Mummenschanz)", 2019, Acryl auf Leinwand, 160 x 120 cm

René Schoemakers: "Anders (Mummenschanz)", 2019, Acryl auf Leinwand, 160 x 120 cm

Ausstellungshalle: "Weltgeist. Rene Schoemakers", 19. August 2021 bis 9. Januar 2022

Das Werk des aus Kleve stammenden Künstlers (*1972) zeichnet sich durch einen unmittelbar anschaulichen Widerspruch aus: Trotz hypernaturalistischer Malweise und aller dargestellter Deutlichkeit sind die Kontexte, in denen sich seine Figuren und Szenen finden, zutiefst verwirrend. Schoemakers arbeitet mit Fremdheitsgefühlen, Kuriosem der Alltagswelt und menschlichen Widersprüchen. Leitthema seiner Kunst seit vielen Jahren sind Ideologien - Weltsichten, in denen Ideen wichtiger sein können als das Leben. In dieser Ausstellung, deren Titel mit dem deutschen Idealismus auf eine in unserem Land verwurzelte Tradition der Weltabgewandtheit hinweist, geht es gezielt um rechte Ideologien, die Schoemakers als klinische Formen der Weltentfremdung ansieht. Die Fülle der hier aufgehäuften ideologischen Zeichen führen zu einer überbordenden Bizarrerie, aus der man nur noch mit Humor herausfindet.

Studio: "Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung", 27. Januar bis 28. März 2021

Am 28. November 1941 ging der erste Deportationszug ins Ghetto Minsk und schließlich zum Vernichtungsort Maly Trostenez. In Malyj Trostenez wurden auch sowjetische Kriegsgefangene, Partisan*innen, politische Haftlinge und weisrussische Zivilisten ermordet. Mindestens 60.000 Menschen wurden dort mit Gaswagen oder per Schusswaffe ermordet. Gemeinsam mit dem DOW bringt das MKK die bislang in Österreich, Belarus, Tschechien und der Schweiz gezeigte Ausstellung nach Dortmund. Es sind nur 17 Überlebende von Malyj Trostenez bekannt. Der Wiener Wolf Seiler fertigte nach 1945 einen achtseitigen Bericht uber seine Überlebensgeschichte an. Im Rahmen der von den Nationalsozialisten eingerichteten jüdischen "Selbstverwaltung" in Malyj Trostenez war Seiler "Lagerältester". Ende 1944 gelang ihm und seiner Familie gemeinsam mit einigen anderen österreichischen Deportierten die Flucht. Nach der Befreiung von Minsk durch die Rote Armee Anfang Juli 1944 wurden sie aufgegriffen und in ein Lager nach Karaganda überstellt. 1946 kehrte die Familie Seiler nach Österreich zuruck, später wanderte sie in die USA aus.

Studio: "Der Museums(t)raum", 28. April bis 26. September 2020

In den 1950er Jahre beauftragte Leonie Reygers als Direktorin des Dortmunder Museum am Ostwall den weltweit angesehenen Fotografen Albert Renger-Patzsch, ihre neu eröffneten Raumlichkeiten abzulichten. Diese Aufnahmen sind nicht nur künstlerisch bedeutsam, sondern vor allem alltagskulturell: Sie erlauben ungewohnte Blicke auf Biografien und Beziehungen von Raumen, Menschen, Fotografien sowie Dingen. Ausgehend von Fotografien des Leseraums widmet sich eine Projektgruppe des Masterstudiengangs Kulturanalyse und Kulturvermittlung der TU Dortmund dieser Geschichte eines Museumstraums.

Studio: "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland", 24. Oktober bis 15. Dezember 2021

Die multimediale Ausstellung des Landschaftsverbands Rheinland gibt einen Einblick in die Geschichte von Jüdinnen und Juden auf deutschen Gebieten. Die Themen Recht und Unrecht, Leben und Miteinander, Religion und Geistesgeschichte sowie Objekte, Emotionen, Interaktionen werden anhand von Texten, Filmen und interaktiven Stationen in medialen Kuben visualisiert. Die Ausstellung bietet den Besucher*innen die Gelegenheit, in die umfangreiche Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland einzutauchen. Eine Ausstellung des LVR.

Ganzes Haus: "Mein Dortmund. Eine Stadt stellt sich aus", bis Ende 2021

Seit Marz 2019 sammelt das MKK mit einer eigens fur dieses Projekt entwickelten Tute und einem Fragebögen Dinge und Geschichten, die einen persönlichen Bezug zu Dortmund dokumentieren. In über 26 Stationen, verteilt im ganzen Haus, zeigt das MKK eine erste Auswahl der eingereichten Schenkungen und Leihgaben samt persönlichen Statements der Leihgeber. Es sind Alt- und Neudortmunder*innen, Zurückgekehrte, Pendler*innen, Reisende, Schüler*innen ebenso wie Senior*innen. Der zeitliche Bogen umspannt sieben Jahrzehnte. In dieser ersten Präsentation werden u.a. Objekte zu den Oberthemen Kunst, Kultur, Klima, Kindheit, Zukunft, Liebe, Freizeit, Ballsport und Mobilitat gezeigt - darunter ein Schlagloch der B1 sowie ein Modell der Strasenbahnlinie 20. Die jüngsten Objekte sind Schenkungen der Fridays-for-Future-Bewegung.

Auf engstem Raum treffen unterschiedlichste Emotionen aufeinander: Trauer uber das Verlorene und das Vergangene in einem Gedicht über das Zechensterben, Wut über eine moglicherweise vernachlässigte Klimapolitik oder Frustration über gravierende Veränderungen innerhalb einzelner Stadtviertel, aber auch Glück, Freude und Stolz über das (miteinander) Erreichte und ein gemeinsam gestaltetes Dortmunder Zusammenleben. Jede*r Dortmunder*in hat auch künftig Gelegenheit, Teil einer Ausstellung zu werden oder die Sammlung mitzugestalten.

Intervention in der Rotunde: "Silber", 6. bis 9. Mai 2021

Aktuelle angewandte Kunst im Bereich Silber tritt in Dialog mit der Sammlung. Die Ausstellung zeigt rund 100 vornehmlich aktuelle Silberschmiedearbeiten. Das Museum nutzt damit die Gelegenheit, Schätze seiner reichhaltigen Silbersammlung und das nun im MKK ausgestellte Ratssilber zu präsentieren und die aktuellen Arbeiten kulturgeschichtlich zu kommentieren.

Stadtlabor / Intervention in der Dauerausstellung: "Gegenüber II", 18. September 2021

Eine Ausstellung des Westfalischen Kunstlerbundes zur Museumsnacht.

Museum Ostwall im Dortmunder U

MO Schaufenster #25: "Valie Export. Irritation des Blicks", bis 2. Mai 2021

Der 7. MO-Kunstpreis "Dada, Fluxus und die Folgen" geht in diesem Jahr an die Österreicherin Valie Export - eine international bedeutende Pionierin der Medien-, Performance- und Filmkunst. In der mit dem Kunstpreis verbundenen Ausstellung mit dem Titel " Valie Export. Irritation des Blicks " werden die verschiedenen medialen und inhaltlichen Facetten ihres Schaffens gezeigt. Als Medien- und Performancekunstlerin gehort Valie Export zu den bedeutendsten internationalen Künstlerinnen der Gegenwart und gilt als Wegbereiterin der feministischen Kunst. Ihre Werke sind weltweit in Sammlungen namhafter Museen vertreten. Ihre Auseinandersetzung mit dem weiblichen Körper und der Frage, welche Rolle ihm im gesellschaftlichen Miteinander zugeschrieben wird, verbindet sie mit der Fluxus-Bewegung, in deren Fokus stets die Auseinandersetzung mit Alltagsaspekten stand. Ihre Arbeiten seit den 1960er Jahren sind oft provokant, zeugen aber zuweilen auch von einem gewissen Humor.

Von links: Benjamin Sieber und Dr. Stefan Mühlhofer vor einem Bild der Straßenaktion Homo Meter II von 1976.

Benjamin Sieber und Dr. Stefan Mühlhofer (l.) vor einem Bild der Straßenaktion "Homo Meter II" von Valie Export 1976.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Torsten Tullius

MO Schaufenster #26: "Timm Ulrichs . Willkommen im Museum Ostwall", 28. Mai bis 4. Juli 2021

In der Zeit vom 28.05. bis 04.07. prasentiert das Museum Ostwall seine Neuerwerbungen und Schenkungen des .Totalkunstlersg Timm Ulrichs. Gezeigt werden Arbeiten aus den 1960er und 70er Jahren, die verschiedene Tatigkeitsbereiche und Themen des vielseitigen und seit über 50 Jahren tätigen Künstlers aufgreifen. Mit seinen Aktionen, Performances, Objekten und Installationen hinterfragt Ulrichs auf ironische und spitzfinde Art gelaufige Wahrnehmungsmuster und Weltansichten. .Neugier und Zweifel sind die Produktivkrafte, die mich am meisten voranbringen. Nichts glauben!g

MO Schaufenster 27#: "revolution Beuys", 23. Juli bis 17. Oktober 2021

Im Jahr 2020 bilden politische Umbrüche und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse wesentliche Aspekte medialer Öffentlichkeiten. Der Umgang mit Geschichte ist gegenwärtig und ist Zukunftsfrage. Die mediale Formfindung, künstlerische Darstellung und alltägliche Inszenierung von Empowerment als globale Kulturtechnik knüpfen unmittelbar an die im Werk von Beuys gestellten Fragen nach den Menschen und ihren Handlungsoptionen an. Der Motor aus "Einsicht" und "Vernunft" provoziert Momente der Selbstermachtigung, die Beuys in seinen Werken und Worten zum Ausdruck bringt: "Macht Gebrauch von eurer Macht, die ihr habt durch das Recht auf Selbstbestimmung! Alle."

Das kollaborative Ausstellungsprojekt versammelt im Schaufenster Objekte und Fragestellungen zu einem Setting aus politischer Aktion und Reaktion. Es diskutiert historische, gegenwartige und zukunftige Prozesse gesellschaftlicher Interaktion, Aktivismusformen und Menschenbildannahmen. Das Projekt zwischen Museum Ostwall und TU Dortmund (IAEB) codiert den Ausstellungsraum zum Gesellschaftslabor und ermoglicht so den Besucher*innen eine kritische Diskussion zwischen Objekten und Konzepten und den von Beuys besetzten Themen. Die Ausstellung ist Teil des Projektes "100 Jahre Joseph Beuys" des Ministeriums fur Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Heine-Universitat Dusseldorf als Träger. Schirmherr des Jubilaumsjahres ist Ministerprasident Armin Laschet.

MO Schaufenster 28#: "MO-Kunstpreis 2021" 8. November 2021 bis 27. Februar 2022

Der MO-Kunstpreis "Dada, Fluxus und die Folgen" wird seit 2014 jährlich durch die Freunde des Museums Ostwall e.V. verliehen. Eine Fachjury wählt eine*n Künstler*in aus, die in der Tradition von Dada und Fluxus arbeiten oder deren Werk vom Geist dieser Bewegung inspiriert ist. Für 20.000 Euro wird jeweils ein Kunstwerk erworben, das die Freunde des Museums Ostwall e.V. dem Museum stiften, um den Sammlungsschwerpunkt Fluxus zu erweitern. Begleitend findet eine Ausstellung des Preisträgers bzw. der Preisträgerin im MO Schaufenster statt.

Dortmunder U

Wechselausstellungsflache, 6. Etage: "Rainer Fetting", bis 14. Marz 2021

Besucher*innen erleben uber 130 Werke von Rainer Fetting aus rund fünf Jahrzehnten, von Mitte der 1970er Jahre bis heute. Die Auswahl der Gemälde, Bronzen und grafischen Arbeiten geht auf eine enge Kooperation mit dem Künstler zuruck, der einen tiefen Einblick in sein facettenreiches Schaffen gewahrt. Fetting gehörte zu einer Gruppe von Künstler*innen, die um 1980 unter dem Etikett "Neue Wilde" bekannt wurde und eine grundlegende Erneuerung der Kunst in den 1970/80er Jahren betrieb. Die Malerei der jungen Kunstschaffenden ist emotional und direkt, heftig und sehr farbig. Insbesondere Fettings Werk zeigt figurliche Motive, die bei aller frischen Lebendigkeit komponiert und trotz des rohen Pinselstrichs alles andere als unbewusst hingeworfen sind. Bis heute zählt Fetting zu den wichtigsten deutschen Künstler*innen der Gegenwart. Die beiden wesentlichen Themen seines Schaffens finden sich auch in der Ausstellung wieder: der Mensch und die Landschaft. In Dortmund sind seine Porträts von der Frühzeit bis heute zu sehen. Auch die andere Seite seines Menschenbildes - der mannliche Akt - ist zentral vertreten und präsentiert hauptsächlich Desmond Cadogan, der seit 1984 Fettings wichtigstes Modell ist. Neben dem Menschenbild ist die Landschaft das zweite wesentliche Motiv seines Schaffens. In der Ausstellung findet sich dies ausgesprochen gegensätzlich in Szenen der Grosstadt und der Naturlandschaft wieder. Gemälde aus Berlin und New York mit urbanen Themen wie Straßen, Clubs und Nachtleben stehen Strandszenen von Sylt gegenüber.

Wechselausstellungsflache, 6. Etage: "Studio 54", 29. Mai bis 19. September 2021

Das legendare "Studio 54" kommt nach Dortmund: Das Dortmunder U präsentiert eine grose Ausstellung rund um den einflussreichen New Yorker Nachtclub, der Kultur- und Sozialgeschichte schrieb. Die Ausstellung wird nach Stationen im New Yorker Brooklyn Museum und der Art Gallery of Ontario, Toronto gezeigt. Bis heute, mehr als drei Jahrzehnte nach seiner Schließung, halt der Einfluss von Studio 54 auf Mode, Gesellschaft und Clubkultur an. In Fotografien, Mode-Objekten, Zeichnung und Film sowie nie zuvor gezeigte Kostumillustrationen, Set-Vorschlagen und Designs ordnet die Ausstellung den Nachtclub in die New Yorker Geschichte von der Prohibition bis in die 1970er Jahre ein. Am 26. April 1977 eröffnete Studio 54 in der 54. Strase in New York City. Der Club etablierte sich als weltweit erste Adresse fur Punk, Hip-Hop und Disco mit Stammgasten wie Diana Ross, Liza Minelli, Elizabeth Taylor, Andy Warhol, den Jaggers, Michael Jackson, Calvin Klein, Elton John, Madonna, Salvador Dali, Supermodel Christie Brinkley oder Grace Jones. Wegen eines Steuerskandals musste der Club nach nur drei Jahren erstmals schließen und verschwand 1986 endgültig. Doch die Legende lebt weiter - und mit ihr die Geschichten von Sex, Drogen, ersten Vorboten elektronischer Musik, von Toleranz gegenuber einer LGBTQ-Community, der Bürger- und Frauenrechtsbewegung und den ausgefallensten Garderoben.

Uzwei

"I was here", bis 6. Juni 2021

"Ich war hier" - wer hat nicht schon einmal diesen Slogan auf einer öffentlichen Toilette oder einer Hauswand in der Stadt gelesen? Ob zur Verewigung, Selbstinszenierung oder als Provokation gedacht: Oft steht er für einen ersten Versuch, sich der Welt und dem urbanen Raum mitzuteilen. Nicht selten bildet er sogar den Beginn einer künstlerischen Laufbahn. Dortmunder Künstler*innen der Street- und Urban Art-Szene zeigen auf der Uzwei im Dortmunder U Graffiti, Malerei, Rap, Fotografie und Installationen und gewahren einen Einblick in ihren ganz persönlichen "I was here"-Moment. Besucher*innen konnen sich in der Ausstellung auch selbst verewigen und eigene Nachrichten an die Welt hinterlassen: Ich war hier!

"Club (Arbeitstitel)", 25. Juni bis 7. November 2021

Eine Ausstellung begleitend zu "Studio 54" im Dortmunder U.

U.a. Bernhard Edmaiers "San Quintin Glacier Chile aerial" wird in der Ausstellung "Wasser" im Naturmuseum Dortmund zu sehen sein.

U.a. Bernhard Edmaiers "San Quintin Glacier Chile aerial" wird in der Ausstellung "Wasser" im Naturmuseum Dortmund zu sehen sein.

Naturmuseum Dortmund

"Wasser - wie es unsere Erde formt - Fotoausstellung von Bernhard Edmaier", bis 11. April 2021

Wasser gilt als Quell allen Lebens, doch es ist viel mehr. Wasser prägt unseren Planeten wie keine andere Kraft. Es besitzt die Fähigkeit, Fels zu zermuürben, Sand und Steine fortzuspülen und an anderer Stelle wieder abzulagern. So verandert es die Landschaften und formt sie immer wieder neu. Die Ausstellung "Wasser" des mehrfach preisgekrönten Fotografen Bernhard Edmaier präsentiert Wasser von eben dieser bisher kaum wahrgenommenen Seite - als die wichtigste landschaftsgestaltende Kraft auf der Erde. Und sie zeigt auf, welchen Einfluss der Klimawandel auf das Element Wasser nimmt. Ergänzt wird die Fotoausstellung mit einigen interaktiven Elementen des Museums Mensch und Natur München.

"Saurier - Erfolgsmodelle der Evolution", 30. April 2021 . 06. Marz 2022

Hoesch-Museum

"Hier im Ruhrgebiet - Werke von Martina Dickhut", 28. Februar bis 30. Mai 2021

Die Dortmunder Künstlerin Martina Dickhut schafft aus Fotos und zum Beispiel Acrylfarbe prägnante Ansichten des Ruhrgebiets. Die Besonderheiten des Reviers als Region von Bergbau und Stahlindustrie pragten bereits die Kindheit Dickhuts. Der Vater arbeitete bei Hoesch und nicht nur seine Schichtarbeit hatte einen Einfluss auf den Familienalltag. Markante Orte aus Dortmund und der Region sind ihre Hauptmotive. Die Künstlerin bearbeitet diese anhand von Fotos, die mit Acrylfarben weiter gemalt werden. Die große und zeitaufwendige Herausforderung dabei ist, dieselben Farbtone zu treffen, damit das Foto im Bild verschwindet. Die fertiggestellten Werke bestechen durch ihre Intensität, welche dem Betrachter diese speziellen Orte noch naher bringt, als es ein Foto vermag. Dadurch erweitert sie den Blick auf Bekanntes, Typisches und Überraschendes.

"EisenWasserLand. 2.500 Jahre Geschichte von Eisen und Stahl im Siegerland" 11. Juli bis 05. September 2021

Die Ausstellung erzählt uber einen Zeitraum von 2.500 Jahren die Geschichte der Eisen- und Stahlgewinnung in der Montanregion Siegerland, die als Keimzelle der deutschen Eisen- und Stahlindustrie betrachtet werden kann. Sie reicht von den Anfangen der Eisenerzeugung bis zur modernen Oberflächenverarbeitung bei thyssenkrupp Steel Europe an den Standorten Eichen und Ferndorf. Die Wanderausstellung wird an ihrer ersten Station im Hoesch-Museum durch ausgewählte Archivalien und Exponate erganzt.

Arbeit auf der Westfalenhütte. Eine Ausstellung anlässlich der Gründung der Westfalenhütte 1871, 10. Oktober 2021 bis 23. Januar 2022

1871 wurde die Westfalenhütte in Dortmund gegründet und praägte über hundert Jahre den Stadtteil rund um den Borsigplatz. Zum 150. Jahrestag und im Nachgang zum 15. Jahr des Hoesch-Museums möchte die Ausstellung Menschen, Arbeitsplatze und Geschichten lebendig werden lassen und anhand von Archivalien, Fotos und eindrucksvollen Exponaten präsentieren.

Schauraum: comic + cartoon

"Will Eisner. Graphic Novel Godfather. Eine Retrospektive", 24. Januar . 27. Juni 2021

Will Eisner gilt als einer der bedeutendsten Gründervater des modernen Comics. Niemand sonst hat das Medium so umfänglich geprägt und in seinen künstlerischen Möglichkeiten ausgelotet. Will Eisners Verdienste adäquat zu fassen, fällt schwerer als bei vielen anderen großartigen Zeichnern oder Textern des 20. Jahrhunderts, weil Eisner die Möglichkeiten des Mediums weit über das bloße Erzählen unterhaltsamer Geschichten hinaus gedacht hat. Eisner war nicht nur Zeichner und Texter, sondern auch Theoretiker und Produzent. Und er war der wichtigste Pate der "Graphic Novel" Eisner sprengte den Rahmen festgelegter Publikationsformen wie "Zeitungs-Strip" (ein Streifen pro Tag, bzw. eine Sonntagsseite pro Woche) oder "Comic-Heft". Er gestand Comic-Erzaählungen die Form und den Umfang zu, die sie brauchten und verdienten.

Die Retrospektive zeigt annähernd 100 Originalzeichnungen von Will Eisner aus seinem Nachlass und aus Privatsammlungen in Europa und den USA sowie Vintage-Archivalien. Sie wird vom "Will Eisner Estate", seiner Witwe Ann und seinem langjährigen Verleger und Freund Denis Kitchen unterstützt. 104 Jahre nach seiner Geburt und 16 Jahre nach seinem Tod ist dies die erste Ausstellung zum Werk Will Eisners im deutschsprachigen Raum - angesichts der österreichischen Wurzeln seiner Familie eine längst überfällige Würdigung.

Holga Rosen. Eine Ausstellung des Dortmunder Comiczeichners (noch ohne Titel), 5. September 2021 . 9. Januar 2022

Der "schauraum: comic + cartoon" widmet dem Preisträger beim Deutschen Cartoonpreis 2020 eine Ausstellung mit Arbeiten, die eigens fur die Präsentation entstehen.

Westfalisches Schulmuseum

"Der Struwwelpeter. Peter und die große Familie Struwwel", 7. Februar bis 4. Juli 2021

Kinderschreck oder Klassiker? Über die Grenzen Deutschlands hinaus ist er bekannt und ist ein echter Selbstläufer der Kinder- und Jugendliteratur: der Struwwelpeter. Denn noch heute bergen der kleine Lockenkopf mit den langen Nägeln und seine Freunde Paulinchen, Hans Guck-in-die-Luft und der Daumenlutscher u.v.m. Zündstoff fur hitzige Debatten. Die Geschichten des Arztes Heinrich Hoffmann, der das Buch ursprünglich fur seinen Sohn Carl zu Weihnachten entworfen hatten, sind auch heute noch Ausgangspunkt fur eine kritische Auseinandersetzung mit der historischen Entstehung des Buches, unterschiedlichsten Erziehungsstilen und der eigenen Kindheit. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Figur des Struwwelpeters völlig neu zu entdecken, seine Entstehungsgeschichte zu hinterfragen und eigene Kindheitserinnerungen aufleben zu lassen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.