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Museum Ostwall

Museum Ostwall

Fast wie im echten Leben

Wolf Vostell, Dé/collage – Staatsgalerie, 1971, Plakatabriss © VG Bild-Kunst, Bonn 2017.

Wolf Vostell, Dé/collage – Staatsgalerie, 1971, Plakatabriss © VG Bild-Kunst, Bonn 2017.
Bild: Jürgen Spiler

Was eine expressionistische Landschaft aus den 1910er Jahren mit der Gegenwart zu tun hat? Die Neupräsentation der MO Sammlung zeigt: Mehr als gedacht.

Sechs verschiedene Themenräume laden die Besucher_innen dazu ein, die eigene Lebensrealität mit der von Künstler_innen aus über 100 Jahren Kunstgeschichte zu konfrontieren. Dabei werden junge Menschen Wolf Vostells Stacheldraht-Installation „TEK“ wohl mit anderen Augen sehen als Zeitzeugen des zweiten Weltkriegs; Menschen mit Fluchtgeschichte werden Werke zum Thema „Krieg“ anders wahrnehmen als ein Zwanzigjähriger, der in Deutschland aufgewachsen ist. Auch die in der Ausstellung vertretenen Künstlerinnen und Künstler nehmen unterschiedliche Perspektiven ein: Otto Muellers "Badende im Teich" fühlten sich 1912 der sie umgebenden Natur offenbar sehr verbunden, während Mark Dion in seinen Arbeiten seit den 1990er Jahren die oft zerstörerischen Eingriffe des Menschen in die Natur zum Thema haben? Und wie erleben wir Natur?

Indem das MO neue Verbindungen zwischen den Werken seiner Sammlung herstellt und ihre unterschiedlichen Kontexte sichtbar macht, ermöglicht es seinen Besucher/innen eine naheliegende und trotzdem überraschende Erfahrung: Die Arbeit von Künstler/innen findet nicht im luftleeren Raum, sondern in derselben Lebensrealität statt, die wir alle mit ihnen teilen.

Kunst ist also eine besondere Art, die Welt zu sehen - und gleichzeitig bestimmt unsere Lebenswelt die Art, wie wir Kunst sehen. Wer Freude an dieser Begegnung hat, wird danach seine eigene Welt mit anderen Augen sehen.

Fast wie im echten Leben

Andreas Langfeld, o.T., 2016 (aus der Serie Status, 2013)
Bild: © Andreas Langfeld | Gestaltung labor b

Fast wie im echten Leben - Museumsarbeit, was ist das?

Im Rahmen der Sammlungsneupräsentation "Fast wie im echten Leben", haben Besucherinnen und Besucher ab dem 14.11.2017 an verschiedenen Tagen die Möglichkeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums Ostwall am mobilen Arbeitsplatz in der Ausstellungsfläche (Ebene 4) über die Schulter zu schauen, anzusprechen und so einen kleinen Einblick in die tägliche Arbeit und den Museumsbetrieb zu bekommen.

  • dienstags, 14 bis 17 Uhr, Gabriele Gabert, FSJ-lerin der MO Kunstvermittlung
  • mittwochs, 14 bis 16 Uhr, Antje Utermann, Freunde des Museums Ostwall e.V.
  • donnerstags, 11 bis 13 und 13.30 bis 15 Uhr, Barbara Hlali, MO Kunstvermittlung
  • freitags, 11 bis 13 und 13.30 bis 16 Uhr, Nicole Grothe, Kuratorin der Sammlung des MO

Das MO-Team freut sich auf anregende Gespräche. Sprechen Sie uns gerne an!

Veranstaltungsinformation

Museum Ostwall: Fast wie im echten Leben

Nächster Termin:
Donnerstag, 23. November 2017
(14.11.2017 - 04.03.2018)
11:00 - 20:00 Uhr

Museum Ostwall im Dortmunder U
44137 Dortmund

Veranstalter