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Museum für Kunst und Kulturgeschichte

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"Material / An / Sammlungen"

TU-Sammlung trifft MKK-Sammlung - Studentinnen gestalten Ausstellung

Nachricht vom 29.01.2018

Fünf Studentinnen, fünf Dinge - heraus kommt: eine Ausstellung. Fünf Objekte aus der Sammlung der TU Dortmund suchen ihre Verbindung zu 15 Objekten aus der Sammlung des Museums für Kunst und Kulturgeschichte. "Material / An / Sammlungen. Sachen suchen Bedeutung" im MKK lädt Besucher vom 2. Februar bis zum 13. Mai dazu ein, die Geschichten der Dinge und ihre Bestandteile neu zu verknüpfen.

Studentinnen, die die Ausstellung kuratieren

Die fünf Master-Studentinnen der TU Dortmund Jessica Russ, Laura Wohlbold, Katharina Armbrecht, Linda-Katharina Oetjen und Daniela Sunderhaus, Dr. Michaela Haibl vom Institut für Kunst und Materielle Kultur an der TU Dortmund und MKK-Direktor Dr. Jens Stöcker (von links).
Bild: Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Ein Paradekissen, ein Paar Turnschuhe, Perlonstrümpfe, die vietnamesische Nationaltracht Ao Dai und eine Damenunterhose – fünf Objekte, ihre Materialien und ihre Bedeutungen stehen im Fokus der nächsten Ausstellung im "Stadtlabor" des Museums für Kunst und Kulturgeschichte (MKK). Fünf Studentinnen der TU Dortmund aus dem Master-Studiengang Kulturanalyse und Kulturvermittlung haben sich diese fünf Dinge vorgenommen, und gestalten die Ausstellung unter der Leitung von Michaela Haibl.

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 1. Februar, um 18:00 Uhr. Nach einer kurzen Einführung spricht Kunsthistorikerin Prof. Dr. Monika Wagner zum Thema "Risse, Schnitte und Verschleiß. Textilien in Kunst und Mode". Die Ausstellung ist vom 2. Februar bis zum 13. Mai zu sehen.

Perlonstrümpfe und Kaiserbecher

Die Kuratorinnen bringen die fünf Objekte aus der Sammlung der TU Dortmund mit 15 ausgewählten und markierten Exponaten aus der Dauerausstellung des MKK zusammen. Mit dabei sind ein Teeservice, ein Sessel, ein Fächer und ein Familienfoto von 1880. Diese Objekte sind mit grünen Klebestreifen und Bodenbeschriftungen gekennzeichnet.

Besucher können sich im Museum auf die Suche machen und Verbindungen zwischen den Objekten herstellen. Dabei hilft ein Spiralblock mit Grundrissen, Bildern und Texten, sich den Objekten mit dem Fokus auf ihre Materialität und ihre Bedeutungen zu nähern. Woraus bestehen die Objekte, was bedeuten sie? Was hat der Kaiserbecher aus der MKK-Sammlung mit Perlonstrümpfen zu tun? Diesen Fragen können Besucher nachgehen.

Turnschuhe

Zu den Objekten, die die Studentinnen aus der Sammlung des Seminars Kulturanthropologie des Textilen mitgebracht haben, gehören diese Turnschuhe.
Bild: TU Dortmund

Verbindung von Ding, Material und Bedeutung

Im Rahmen eines Lehrforschungsprojektes haben sich die Studentinnen den Verbindungen von Ding, Material und Bedeutung gewidmet. Dabei folgten sie aktuellen Forschungen zum "Material Turn". Diese Forschungsperspektive richtet sich auf die Materialität und Präsenz von Dingen und ihrer (historischen) Bedeutung: Welche Geschichten erzählen die Objekte durch ihr Material, ihre Herkunft, ihre Herstellungsweise und ihre Verwendung?

"Die Ausstellung in Kooperation mit der TU Dortmund ist eine wunderbare Gelegenheit, neue Akzente zu setzen, Blickwinkel zu verschieben oder neu zu definieren", so Dr. Jens Stöcker, Direktor des MKK. Im Herbst wird die Zusammenarbeit mit der TU Dortmund fortgesetzt.

Begleitprogramm

Begleitend zur Ausstellung gibt es Kuratorinnenführungen sowie Angebote für Kindergruppen. Die Ausstellung endet mit einer Finissage am Internationalen Museumstag, dem 13. Mai 2018. Zu diesem Anlass wird die im Projekt entstandene wissenschaftliche Publikation vorgestellt. Diese umfasst Texte der Studierenden und renommierter Wissenschaftler und kann ab dem 13. Mai im MKK erworben werden.

Zum Thema

Unter dem Motto "Einmal bezahlen, alles erleben" beteiligt sich das Museum für Kunst und Kulturgeschichte seit 2017 am neuen Preismodell der städtischen Museen: Für einmalig 5 Euro kann man das ganze Jahr über beliebig oft die Dauerausstellungen in Museum Ostwall, MKK und Brauerei-Museum besuchen.