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Museum für Kunst und Kulturgeschichte

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"Stadtgespräche im Museum": Ringveranstaltung dreht sich 2018 um "Universitätsstädte"

Nachricht vom 19.04.2018

Im Jahr 1968 wurde die Universität Dortmund gegründet. Heute, 50 Jahre später, ist Dortmund ein lebendiger Hochschul- und Wissenschaftsstandort. Seit Gründung der ersten Universitäten in Europa im Mittelalter gehen Stadt und Universität – "town and gown" – vielfältige und enge Beziehungen ein.

Stadtgespräche im Museum

Freuen sich auf die "Stadtgespräche im Museum": (V.l.n.r.) Prof. Dr. Walter Grünzweig (TU Dortmund), Dr. Gisela Framke (MKK, stellvertretende Museumsdirektorin), Prof. Dr. Wolfgang Sonne (TU Dortmund), PD Dr. Karl Lauschke (Ruhr Universität Bochum)
Bild: Dortmund-Agentur / Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Wie Hochschulen eine Stadt verändern und wie sich Stadt und Hochschule zueinander verhalten, darum geht es in diesem Jahr in der Reihe "Stadtgespräche im Museum" im Museum für Kunst und Kulturgeschichte: Vorträge und Diskussionen nehmen den Hochschulbau und dessen Auswirkungen für Städte in den Blick – architektonisch, städtebaulich, politisch, sozial und kulturell.

In den Vorträgen mit anschließender Diskussion geht es von Ende April bis November unter anderem um Hochschul-Architektur und die Rolle der Studierenden, um die Geschichte der Ruhr-Universitäten und auch darum, welche Auswirkungen Hochschulen auf die Stadt haben.

Den Anfang macht am Donnerstag, 26. April, Dr. Karl Lauschke mit dem Vortrag "Auf der grünen Wiese. Zur Geschichte der 'Universitätsstadt' Dortmund": Schon Ende des 19. Jahrhunderts setzte sich Dortmund für eine Technische Hochschule ein. Die Stadt wurde zwar in den folgenden Jahrzehnten Sitz einzelner Lehr- und Forschungseinrichtungen, aber eine Universitätsgründung blieb trotz aller Bemühungen – wie auch in anderen Städten des Ruhrgebiets – bis in die 1960er Jahre aus. Welche Interessen, Erwartungen und Hoffnungen die Stadt damit verband, darüber spricht der Sozial- und Wirtschaftshistoriker, der unter anderem an der TU Dortmund lehrt.

Reihe endet mit Publikumsabend

Höhepunkt nach der Sommerpause ist ein moderiertes Gespräch zwischen Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Prof. Ursula Gather, Rektorin der TU Dortmund zur Frage "Universitätsstadt Dortmund: Wohin?" Die Reihe schließt Ende November mit einem Publikumsabend, bei dem sich Dortmunder Initiativen und Kooperationen zwischen Campus und City präsentieren können. Vorschläge dafür angframke@stadtdo.de

Themen und Termine 2018

  • 26. April, 18:00 Uhr: PD Dr. Karl Lauschke: Auf der grünen Wiese. Zur Geschichte der „Universitätsstadt“ Dortmund
  • 17. Mai, 18:00 Uhr: Dr. Sonja Hnilica (TU Dortmund): Laborversuche für die Stadt der Zukunft: Die Architektur der Neuen Universitäten
  • 21. Juni, 18:00 Uhr: Prof. Dr. Dieter A. Binder (Karl-Franzens-Universität Graz / Andrássy Universität Budapest): Unruhestifter? Studenten zwischen Aufbegehren und Einübung der Bürgerpflichten
  • 12. Juli, 18:00 Uhr: Dr. Hans-Dieter Nägelke (TU Berlin): Einheitswunsch und Spezialisierungszwang: Hochschulbau im Kaiserreich
  • 13. September, 18.30 Uhr: Prof. Dr. Dr. h.c. Ursula Gather, Oberbürgermeister Ullrich Sierau, René Scheer (Moderation): Universitätsstadt Dortmund: Wohin?
  • 27. September, 18:00 Uhr: Prof. Dr. Wilhelm Schwic, Prof. Gerd Erdmann-Wittmaack (FH Dortmund): Vom Kreuzviertel über die Brückstraße in die Nordstadt: Urbane Interventionen der Fachhochschule Dortmund
  • 11. Oktober, 18:00 Uhr: Prof. Dr. Barbara Welzel, Prof. Dr. Wolfgang Sonne (TU Dortmund): Universitas gestalten: Die TU Dortmund im Kontext der europäischen Universitätsgeschichte
  • 25. Oktober, 18:00 Uhr: Prof. Michael Braum, Prof. Christa Reicher (IBA Heidelberg/TU Dortmund): Wissen-schafft-STADT: Wissensökonomien als urbane Impulsgeber - von Heidelberg bis Dortmund
  • 8. November, 18:00 Uhr: Guido Baranowski (TechnologieZentrumDortmund): 50 Jahre TU Dortmund – 33 Jahre wissensbasierte Unternehmensgründung in direkter Nachbarschaft
  • 22. November, 18:00 Uhr: Publikumsabend: Dortmunder Initiativen zwischen Campus und City - Beispiele für Kooperationen zwischen Stadt und Hochschulen

Zum Thema

MKK und TU Dortmund kooperieren bereits seit 2010 bei der Konzeption und Organisation der Reihe. Als Ringveranstaltung angelegt, finden die Vorträge in der Rotunde des MKK, Hansastr. 3, statt. Das gemeinsam gesetzte Oberthema wird aus Perspektive unterschiedlicher Disziplinen beleuchtet. Themen der Vorjahre waren unter anderem "Sammeln", "Europa" oder "Heimat". Der Eintritt ist jeweils frei, im Anschluss an die Vorträge kann diskutiert werden.