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MO-Kunstpreis-Gewinner Idan Hayosh kreiert eigene Installation für das Dortmunder U

Nachricht vom 19.07.2019

Der israelische Künstler Idan Hayosh ist der diesjährige Gewinner des MO-Kunstpreises "Dada, Fluxus und die Folgen" - das hat die Jury am 9. Juli entschieden. Übergeben wird der Preis jedoch erst am 15. Dezember, um 11:00 Uhr, im Dortmunder U. Anlässlich der Verleihung wird eine eigens auf das U bezogene Installation des Künstlers eröffnet.

MO-Sammlungsleiterin Dr. Nicole Grothe, Künstler Idan Hayosh und MO-Kuratorin Nathalie Calkozan

MO-Sammlungsleiterin Dr. Nicole Grothe, Künstler Idan Hayosh und MO-Kuratorin Nathalie Calkozan
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Museum Ostwall

Bereits zum sechsten Mal loben die Freunde des Museum Ostwall den MO-Kunstpreis "Dada, Fluxus und die Folgen" aus.

In einer Jurysitzung am Dienstag, 9. Juli 2019, mit insgesamt sechs nominierten Vorschlägen ist die Wahl auf den israelischen Künstler Idan Hayosh gefallen.

Symbolik der Gefahr

Hayosh arbeitet hauptsächlich mit aggressiven Bildern, überwiegend aus militärischen Zusammenhängen, die in ihrer Symbolik Gefahr repräsentieren. Dieses Material wird in eine Installation überführt, in der Objekte sorgfältig konstruiert und wiederholt werden. Mithilfe von Klang wird die emotionale Kraft der Konstruktionen noch verstärkt.

Idan Hayosh ist 1979 in Tel Aviv geboren, er lebt und arbeitet heute in Essen. Seine Werke hat er in zahlreichen internationalen Ausstellungen präsentiert, darunter auf der 54. Biennale in Venedig, im Centraal Museum Utrecht, auf dem CTM Festival Berlin und im Henie Onstad Kunstsenter (NO).

Neues Werk für das Museum Ostwall

Mit der Verleihung des MO-Kunstpreises durch die Freunde des Museums Ostwall ist der Ankauf eines Werks verbunden, das die Museumssammlung im Bereich "Dada, Fluxus und die Folgen" bereichert. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro.

Idan Hayosh wird darüber hinaus eine eigens auf das Dortmunder U bezogene Installation schaffen, die im Rahmen der festlichen Preisübergabe am 15. Dezember, um 11:00 Uhr, im Dortmunder U eröffnet wird.

Streng statt spielerisch

Die Leiterin der Sammlung des Museum Ostwall, Dr. Nicole Grothe, freut sich über den Preisträger: "Mit Idan Hayosh nimmt der MO-Kunstpreis in diesem Jahr einen anderen Aspekt von Fluxus ins Visier: Zwar arbeitet Hayosh, wie alle bisherigen Preisträger*innen, mit Alltagsmaterialien. Im Gegensatz zu den bisher im Rahmen des Preises für die MO-Sammlung angekauften Werken, die stets eine lustige, spielerische Seite hatten, zeichnen sich seine Arbeiten durch ihre strenge Form und Aggressivität aus. Sie konfrontieren uns mit gewaltförmigen Aspekten gesellschaftlichen Zusammenlebens: mit Militär und Krieg. Ich sehe in ihm einen entfernten Verwandten des Fluxus-Künstlers Wolf Vostell, dessen Installationen oft als brutal empfunden werden und unmittelbar an unsere Gefühle appellieren."