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Digitale Ausstellung im schauraum: comic + cartoons zeigt Cartoons gegen Rassismus

Nachricht vom 13.12.2021

Rassismus ist leider tägliche Realität. Um dafür sowohl ein Bewusstsein zu schaffen als auch zu sensibilisieren, präsentiert der schauraum: comic + cartoons nun Zeichnungen rund um das Thema. Das Projekt ist virtuell.

Eröffnung des digitalen Schaufensters und der Ausstellung mit (v.li.) Roman Kurth (Projektleiter Comic-Schauraum), Sophia Paplowski (Stadt- und Landesbibliothek) und Dr. Stefan Mühlhofer (Geschäftsführender Direktor der Kulturbetriebe Dortmund).

In der neuen digitalen Ausstellung im bzw. am schauraum: comic + cartoon wird das Thema Rassismus in den Fokus gerückt.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Katrin Pinetzki

"Caught in Hate: Get out!" ist der Titel einer neuen digitalen Ausstellung im bzw. am schauraum: comic + cartoon. Vom 13. Dezember bis zum 30. April 2022 werden Cartoons gegen Rassismus von 50 Zeichner*innen aus aller Welt präsentiert.

Zu sehen sind sie nonstop rund um die Uhr: Die Ausstellung läuft auf einem Monitor, der im großen Außenfenster des Schauraums angebracht ist. Das virtuelle Ausstellungsprojekt ist auch online abrufbar.

Erinnern statt vergessen

Die Ausstellung will in pandemischen Zeiten das Thema Rassismus in Erinnerung rufen: Gibt die aktuelle globale Bedrohung dem Fremdenhass neue Nahrung, wenn Reisebeschränkungen und Quarantänemaßnahmen verordnet werden? Wenn ganze Länder zu "Hochrisikogebieten" erklärt werden? Wenn Verschwörungstheoretiker*innen als "querdenkende" Teile der Bevölkerung ihre Chance gekommen sehen, die Mehrheit unter Druck zu setzen?

50 Künstler*innen aus aller Welt dokumentieren ihre persönliche Auseinandersetzung mit Rassismus mal nachdenklich und anklagend, mal provozierend schrill oder in beißender Ironie.

Vorangestellt ist der Bilderschau eine plakative Grafik des niederländischen Zeichners Ronald Slabbers. Sie visualisiert das Gefangensein des Einzelnen in seinen Vorurteilen – und in seiner Schuld. Das weiß dargestellte Individuum ist in einem (Gedanken-)Käfig eingesperrt und Sklave seiner düsteren Gedanken. Eine offene Tür ("Get out!") weist ihm einen Weg, sich aus seinem Käfig zu befreien.

Rassismus ist kein instinktives Verhalten, es wird über die Erziehung erworben und erlernt – so legen es Cartoons etwa von Orhan Ates aus der Türkei, von der italienischen Künstler*innengruppe Alagooon oder aus der Feder des deutschen Zeichners Hans Koppelredder nahe.

In manchen Zeichnungen lässt sich erkennen, wie der hilflose Umgang mit dem Fremden, mit anderen Bräuchen, Kulturen und Ethnien, mit ungeläufigen Wörtern, Namen und Sprachen zu Furcht mutiert und in Hass und Gewalt umschlägt.

Die beteiligten Künstler*innen

Alle Bilder stammen von internationalen Comiczeichner*innen und Cartoonist*innen, die ihre Arbeiten im weltgrößten Social Network für Cartoons "toonpool.com" hochladen und veröffentlichen.

Zum Thema "Cartoons gegen Rassismus" hat Toonpool-Geschäftsführer Bernd Pohlenz aus über 300.000 Bildern von allen Kontinenten Zeichnungen ausgewählt. In der Ausstellung thematisiert werden u.a. die Personen Sarah Palin, Abraham Lincoln, Mesut Özil, Thilo Sarrazin, Donald Trump, Rosa Parks, George Floyd oder Charles Darwin. Die Comics wurden überwiegend digital erstellt.

Zum Thema

"Caught in Hate: Get out!" – Cartoons gegen Rassismus läuft vom 13. Dezember 2021 bis zum 30. April 2022. Eintritt frei.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.