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Panorama - Naturmuseum Dortmund

Naturmuseum Dortmund

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Roland Gorecki

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Die neue Ausstellung

In der neukonzipierten Dauerausstellung des Naturkundemuseums werden die regional geprägten Lebensräume und Ökosysteme in ihrer Komplexität, aber auch in ihrer Gefährdung gezeigt. Solche Themenkreise sind im Bereich der Biologie die heutigen Lebensräume in und um Dortmund und im Bereich der Geologie, neben der Darstellung der 4,56 Mrd. Jahre der Erdgeschichte, die versunkenen Lebensräume der Region wie die Welt des Karbons, das Kreidemeer sowie Flora, Fauna und Klima der Eiszeiten. Wenige, aber herausragende Objekte erzählen Geschichte(n) und schaffen einen emotionalen Zugang zum wissenschaftlichen Inhalt.

Biologische Ausstellung "Stadt – Land – Fluss"

Die biologische Ausstellung "Stadt – Land – Fluss" nimmt die Besucher auf eine Reise durch Dortmund und sein Umland mit und zeigt die Vielfalt der Natur in der Stadt und die Schönheit der Landschaftsräume der Region. Im Vordergrund stehen dabei die vielfältigen Vernetzungen und Wechselwirkungen in Ökosystemen, zwischen Faktoren wie Klima, Boden, Wasser und Luft und ihren Bewohnern: Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen. Auch der Mensch als Teil dieser Ökosysteme wird thematisiert.

Im Ausstellungsbereich "Stadt" wird das typische kleinräumliche Mosaik urbaner Lebensräume gezeigt: Haus- und Kleingärten, Häuserschluchten und Straßenränder, Gewerbe- und Industrieflächen, Parks und Friedhöfe. Im nachfolgenden Bereich „Land“ werden Felder und Ackerflächen, Wiesen und Hecken, Waldrand und Wald, aber auch regionale Besonderheiten wie Bergsenkungsgewässer und renaturierte Flächen dargestellt. Das Thema „Fluss“ mit einer Präsentation der Lebensräume am Möhnesee und an der Ruhr, dem namensgebenden Fließgewässer unserer Region, beendet in der neugestalteten Aquariumsausstellung den Rundgang.

Geowissenschaftliche Ausstellung "Als Dortmund am Äquator lag"

Die geowissenschaftliche Ausstellung „Als Dortmund am Äquator lag“ entführt die Besucher auf eine Zeitreise. Von der Entstehung der Erde, über die Entwicklung des Lebens bis hin zum ersten Auftreten des Homo sapiens fungiert die Dimension Zeit als roter Faden, an dem die Besucher durch die Vergangenheit Dortmunds geleitet werden.

Die Erdzeitalter, die den Schwerpunkt der heimischen Geologie bilden (Quartär, Kreide, Karbon), werden auf dem musealen Rundgang durch großzügige Dioramen und Inszenierungen erlebbar gemacht. Besonders die komplexen Zusammenhänge der geologischen, klimatologischen und biologischen Aspekte, die dazu führen, dass die Erde einem permanenten Wandel unterliegt, werden verständlich und nachvollziehbar konkretisiert. Abzweigend vom Rundgang gibt es kleinere Themeninseln, die besondere Ereignisse der Erdgeschichte und traditionelle Schwerpunkte der Dortmunder Museumssammlung aufgreifen, so beispielsweise die Fossilien der Grube Messel mit dem originalen Urpferdchen. Ein Mineralien- und Kuriositätenkabinett, in dem die prächtige Farben- und Formenvielfalt im Vordergrund steht, bildet den Abschluss des Rundgangs und zeigt unter dem Titel „Schätze der Erde“ die ästhetische Seite der Natur.

Bilderstrecke: "Mammut-Aufgabe" geht dem Ende entgegen: Im Naturkundemuseum beginnt die Wiedereinrichtung

Die Bauarbeiter sind verschwunden, die Sanierung ist weitestgehend abgeschlossen: Im umgebauten, räumlich erweiterten und sanierten Naturkundemuseum startet nun die Einrichtung einer komplett neuen Ausstellung.

Einer der ersten Ankömmlinge ist das Mammut 12 Bilder
Das Mammut-Skelett ist ein neues Highlight im Museum. Es besteht aus fast 200 Knochen, die zu fast 200 Tieren gehören.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Gestaltung der Räume

Die Hauptthemen der neuen Dauerausstellung sind durch Rauminszenierungen dargestellt, in die die Besucher eintauchen können. Um ein individuelles Eingehen auf die unterschiedlichen Zielgruppen des Museums zu gewährleisten (vom Kindergartenkind über Familien und Schulklassen bis hin zu Senioren), sind verschiedene Wissensebenen und Texthierarchien integriert, die durch „Hands-On-Exponate“ und Experimente unterstützt werden. Die Gestaltung der Räume und das Design der Vitrinen werden durch die zu vermittelnden Inhalte vorgegeben. So ist eine Ausstellung aus einem Guss entstanden, in der wissenschaftlicher Inhalt, Darstellung und Vermittlung Hand in Hand gehen.

Ziel der neuen Ausstellung

Das didaktische Ziel der Ausstellung ist es, den Museumsbesuchern die Heimatregion in ihrer geologischen Entwicklung und Vielfalt durch die Jahrmillionen hindurch näher zu bringen. Die Ausstellung vermittelt zudem Hintergrundwissen, das auch bei aktuellen Fragestellungen unerlässlich und Teil der geltenden Schul-Lehrpläne ist: In einer Zeit, in der vermehrt über eine sich vollziehende Klimaänderung und ihre Folgen gesprochen wird, ist das Wissen um die diffizilen Zusammenhänge, die zu einem steten Wandel von Klima, Landschaft und Ökosystemen führen, von grundlegender Bedeutung. Das Museum schärft somit nicht nur das Bewusstsein für Gegenwart und Vergangenheit der regionalen Lebensräume und deren Fragilität, sondern auch das Bewusstsein für Umwelt und Umweltschutz. Nicht zuletzt werden aber auch zahlreiche verblüffende Details und die ästhetischen Seiten der Natur präsentiert, um den Museumsbesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Sinne werden zu lassen.

Naturmuseum Dortmund