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Naturmuseum Dortmund

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Alle Rechte vorbehalten Roland Gorecki

Umwelt

Weiter geht's beim "Bioblitz": Jetzt beim Zählen von wilden Wiesenblumen helfen

Nachricht vom 13.05.2022

Tiere und Pflanzen während des gesamten Jahres fotografisch in einer App erfassen – darum geht es bei der Aktion „Bioblitz“, zu der Observation.org, das Naturmuseum Dortmund und die Biologische Station Kreis Unna | Dortmund aufrufen. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die wilden Wiesenblumen näher zu betrachten, die derzeit überall nach der Winterruhe wieder zum Leben erwachen.

Löwenzahn hat seine Hauptblütezeit von April bis Mai.

Löwenzahn hat seine Hauptblütezeit von April bis Mai.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): LWL/Mohr

Alle Bürger*innen der Stadt sind aufgefordert, nun Wildblumen zu zählen. "In Dortmund ist der Mai ein guter Zeitpunkt, um sich auf die Suche nach wilden Wiesenblumen zu machen", sagt Dipl.-Biologin Corinne Buch.

Die Wissenschaftlerin vermisst die typischen farbenprächtigen Wildblumen aus der Kindheit. "Durch Prozesse wie den Landnutzungswandel, verbunden mit erhöhtem Nährstoffeintrag und intensiver Landnutzung, verändern sich Artengemeinschaften auf unseren Wiesen. Doch gerade jetzt ist es besonders wichtig, den Zustand dieser besonderen Lebensräume zu beobachten", sagt sie.

Je nach Standort und Artenzusammensetzung wird zwischen Feuchtwiesen, Bergwiesen, Magerrasen und Halbtrockenrasen oder sogenannte Fettwiesen unterschieden. Buch erklärt: "Mit letzteren sind jedoch nicht die rein grünen, artenarmen Grasäcker gemeint, sondern artenreiche, wenig oder gar nicht gedüngte Wiesen auf natürlicherweise eher nährstoffreichen Standorten."

Die wilde Wiese liebt es unberührt

Je intensiver die Nutzung ist, desto geringer ist die Artenvielfalt einer Wiese, da nur spezialisierte Pflanzen vorkommen. Traditionell genutzte, nur mäßig gedüngte Fettwiesen können hingegen sehr blütenreich und bunt sein.

Wiesenkerbel blüht bei uns im Jahr als erster Doldenblütler.

Wiesenkerbel blüht bei uns im Jahr als erster Doldenblütler.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): LWL/Mohr

Sowohl die Wiesenkräuter wie Hahnenfuß, Labkraut, Glockenblumen und Klee als auch ihre tierischen Besucher können mit einem Foto in der App ObsIdentify bestimmt werden. Dabei ist es wichtig, sowohl die Blüten wie auch die Blätter zu fotografieren, da diese zur Bestimmung wichtig sind. Wer sich schon besser auskennt, kann auch die App ObsMapp oder iObs nutzen oder direkt auf der Webseite Observation.org melden. Die gespeicherten Daten können dann für den Naturschutz und die Forschung genutzt werden.

Wissenswertes über Blumen und Kräuter erfahren

Wer mehr über Pflanzen und andere, manchmal ebenso unscheinbare wie spannende, Artengruppen erfahren möchte, kann vor Ort Gruppen von Naturschutzvereinen ansprechen oder an Exkursionen der Biologischen Stationen teilnehmen, bei der man die Natur kennen lernen kann.

Es ist selbstverständlich, dass Naturfreund*innen sich rücksichtsvoll der Natur gegenüber verhalten und die jeweils fotografierten Exemplare in der freien Natur belassen. In Naturschutzgebieten dürfen die öffentlichen Wege nicht verlassen werden.

Weitere Infos

Interessierte finden zukünftig die Ergebnisse der Bioblitze 2022 auf der Homepage von observation.org. Fragen beantwortet Dr. Oliver Adrian, Naturmuseum Dortmund.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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