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Eingang schauraum: comic + cartoon

schauraum: comic + cartoon

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Sophia Paplowski

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Kunst und Kultur

schauraum: comic + cartoon stellt Dortmunder Cartoonisten Holga Rosen aus

Nachricht vom 03.09.2021

Seit mehr als 20 Jahren kommentiert Holga Rosen zeichnerisch das Geschehen in der (Stadt-)Gesellschaft und gilt als feste Größe in der Cartoonisten-Landschaft im Ruhrgebiet. Der schauraum: comic + cartoon präsentiert etwa 200 seiner Werke vom Samstag, 4. September, bis 9. Januar 2022.

Ausstellung des Cartoonisten Holga Rosen vom 4. September 2021 bis zum 9. Januar 2022 im schauraum: comic + cartoon

Cartoonist Holga Rosen vor seiner "Robert"-Wand.

Erstmals seit der Eröffnung 2019 steht damit ein Dortmunder Zeichner im Mittelpunkt einer Ausstellung im schauraum: comic + cartoon. Zu sehen ist ein umfangreicher Einblick in Holga Rosens künstlerisches Schaffen und seine Entwicklung als Cartoonist.

In sechs Kapiteln stellt die Ausstellung Rosens Figuren, Serien und Einzelcomics vor, die u.a. in Magazinen wie "Titanic", "Eulenspiegel", "Stern", "Psychologie heute" sowie regelmäßig in lokalen und regionalen Medien erscheinen.

Beliebt nicht nur bei Cartoonisten

Seit Jahren sind seine Arbeiten in Cartoon-Samplern und -kalendern sowie in Ausstellungen vertreten, etwa in Kassel, Frankfurt und Wien. Häufig wiederkehrende Themen: Kino, Kinder, Kneipe – und Kommunales. Holga Rosen überzeugte im vergangenen Jahr auch die Jury des Deutschen Cartoonpreises.

Seine "StadtneuRosen" behandeln alle Themen, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten Stadtgespräch waren – vom BVB über Bauprojekte bis zu Polit-Skandalen. Über bluetooth-gesteuerte Beacons können sich die Besucher*innen in der Ausstellung auf ihrem Smartphone Hintergründe zu den Themen der Cartoons anzeigen lassen.

Material und Technik

Angefangen mit einfachen Finelinern, mit denen er Schwarz-Weiß-Zeichnungen anfertigte, wechselte Holga Rosen später zu Tinten-, Blei- und Buntstiften, Filzschreibern, Aquarell und Wasserfarben sowie Pastellkreiden und arbeitete "in wilder Mischtechnik mit verschiedensten Materialen", so Rosen.

Seit 2017 entstehen seine Arbeiten ausschließlich digital am Tablet, wobei jeder Strich nach wie vor handgemacht ist. Auch seine älteren Zeichnungen hat Rosen inzwischen digitalisiert und teilweise neu gezeichnet.

Erste Comics zeichnete Rosen in Schulhefte

Seine erste Zeichnung veröffentlichte er bereits im Alter von 17 Jahren in den Ruhr Nachrichten (RN). Dort startete Rosen seine erste Cartoon-Serie "Ronni Reinoldi" (1988-1989), für die allerdings nach elf Folgen Schluss war.

Fast zehn Jahre später folgte die Kolumne "StadtneuRosen", die erstmals 1998 in den RN erschien und bis heute jeden Dienstag ein aktuelles lokales Thema aufs Korn nimmt. Zudem zeichnet er 2011 die Serie "Robert und wie er die Dinge sieht" für die Kinderseite der Zeitung.

Dazu kommen Strips wie "Die Vielosaufen" (ca. 2004-2007) und, inspiriert von Holga Rosens Tätigkeit als Filmvorführer und inzwischen Kinobetreiber, "Die Roxyaner" (1998-2004).

Comic-Strip

Rosens Comic-Strip "Herr der Kinokasse"

Multitalent: Vom Comic zum Film

Die Serie "Die Roxyaner" erschien monatlich im Programmheft der Kinos Roxy und Camera und spielte stets an der Kinokasse. In diesen Comics vermischte Rosen Alltagsbeobachtungen im Kino mit Filmtiteln und -inhalten aus dem aktuellen Kinoprogramm.

Geld erhielt Holga Rosen für diese Serie nie – und doch gehört sie zu seinen liebsten Arbeiten – "wegen des speziellen Nerdwissens, das ich darin verwursten durfte", so Rosen. Nicht nur das Kino, auch das Filmen gehört zu Holga Rosens Leidenschaften. Seit 2014 entstanden mehrere Musikvideos, Trickfilme sowie Werbeclips, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde.

Auch im Kurzfilm ist er angekommen: Am 10. September feiert er sein erstes entsprechendes Werk in einer Uraufführung bei der Karikaturen-Freiluftausstellung "Cartoonair" in Prerow/Ostsee - ein 30-minütiger Horrorstreifen mit dem Titel "Der Schrank".

Deutscher Cartoon-Preis 2020

Zur aufkeimenden Pandemie zeichnete Rosen im März 2020 einen Cartoon, für den er später den zweiten Platz beim Cartoon-Preis machte.

Unter der Überschrift "Wie wir uns möglicherweise an das Jahr 2020 erinnern werden..." beschwert sich eine Dame: "Ich kann es nicht mehr hören! Auf allen Kanälen gibt es nur ein Thema!", worauf ein Mann antwortet: "Sie sagen es! Überall nur Beethoven, Beethoven, Beethoven."

Dieser Cartoon fand seinen Weg in das Buch "Beste Bilder des Jahres" (Lappan Verlag) und machte im Herbst den zweiten Platz beim Deutschen Cartoonpreis.

Zum Thema

Die Ausstellung ist geöffnet am Dienstag, Mittwoch, Samstag, Sonntag von 11:00 bis 18:00 Uhr, Donnerstag/Freitag 11:00 bis 20:00 Uhr, Montag geschlossen. Der Eintritt ist frei.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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