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Parks

Bild: Freundeskreis Hoeschpark e.V.

Hoeschpark

Innenstadt Nord: Vorläufer des späteren Hoeschparks bildeten ein städtischer Ballspielplatz unter der Bezeichnung "Weiße Wiese", der ab etwa 1909 zur ersten Spielstätte des "Ballspielvereins Borussia Dortmund" wurde, und der darauf folgende "Borussia-Sportpark" mit einem 1924 fertiggestellten Stadion für 18.000 Besucher.

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Baseballanlage im Hoeschpark.

Die Planungen für eine weitere Parkanlage, neben dem Fredenbaumpark, allerdings mehr an den Erfordernissen des Sports orientiert, reichen bis in die späten 1920er Jahre zurück bis dann ab 1938 der werkseigene Park unter erkennbarer Berücksichtigung der Interessen der Nationalsozialisten errichtet und durch "freiwillige" Mithilfe von Werksangehörigen trotz des Krieges 1941 fertiggestellt werden konnte.

In einem ersten Bauabschnitt entstand eine axial ausgerichtete gärtnerische Gesamtanlage mit zwei Kampfbahnen, eine mit Rundlaufbahn, die andere mit einer Radrennbahn, vier Aschen und Rasenplätzen sowie mehreren Tennisplätzen und einem Schießstand.

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Erst nach dem Krieg erlebte der Park seine Blütezeit. Im Zuge des Wiederaufbaus beseitigte die Hoesch AG, den "braunen", militärischen Charakter der Anlage. Dazu wurden 1951 das Freibad "Stockheide", ein Kindergarten, Spielplätze, Planschbecken und ein Tennisheim erstellt. Gastronomie und eine Tierschau mit Vogelvolieren ließen den Park zunehmend zu einem beliebten Ausflugsziel werden. In den 1950er Jahren fanden hier zahlreiche Sportwettkämpfe und die Veranstaltung "Hoeschpark in Flammen" mit immer neuen Besucherrekorden statt.

Ein verändertes Freizeitverhalten führte zu einem Rückgang der Besucher. Nachdem Hoesch den Park auch weiterhin unterhalten hatte – bis 1993 wurde noch ein am Ende eher symbolisches Eintrittsgeld von 10 Pfennig erhoben – gab das neue Unternehmen Krupp-Hoesch Mitte der 1990er Jahre aus Kostengründen die Pflege auf.

Schließlich erwarb die Stadt Dortmund den Park, der heute von der Sportwelt gGmbH betrieben wird. Seit knapp einem Jahr wird der Park zu einer Sport- und Spieloase umgebaut. Auf dem Gelände der alten Radrennbahn ist eine der schönsten Baseballanlagen in NRW entstanden.

Der zentrale Weg wird zur Kommunikations- und Spielachse gestaltet – zwölf Spielstationen soll es geben. Im nördlichen Teil des Hoeschparks entstehen ein Waldlehrpfad mit Schautafeln und ein Biotop. Die südliche Sportanlage erhält zur Freude von Leichtathletinnen und Leichtathleten eine Tartanbahn. Kostenpunkt der Maßnahmen: 1 Mio. €, getragen von der EU-Gemeinschaftsinitiative URBAN II, dem Land und der Stadt.

Adresse

Hoeschpark

44145 Dortmund