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Burgruinen Hohensyburg

Parks

Bild: Günther Wertz

Hohensyburg

Hörde: In Sichtweite der Nachbarstadt Hagen, der Berge des Sauerlands und des Zusammenfluss von Ruhr und Lenne erstreckt sich die bekannte Grünanlage von der St. Peter Kirche im Osten bis zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal im Westen.

Kasier Wilhelm Denkmal

Kaiser-Wilhelm-Denkmal
Bild: zielske photographie

Umrahmt werden die Attraktionen von weitläufigen Rasenflächen, die Spiel und Sport ermöglichen, sowie durch die Wälder der Steilhänge, alte Bäume, Rhododendren und Eiben. Für das leibliche Wohl sorgen Kioske und Gastronomie. Die Pfingstkirmes, Freiluftkonzerte und Trödelmärkte locken besonders viele Besucher. Spuren von über 1000 Jahre Geschichte und der Ausblick auf die modernen Verkehrswege der Nachbarstadt Hagen beflügeln die Fantasie und lassen die Gedanken in die Zukunft des 3. Jahrtausends abschweifen. An die Grünanlage schließt das Naturschutzgebiet "Ruhrsteilhänge Syburg" direkt am Syberg und am Klusenberg mit ihren Eichentrockenwäldern an.

Ausführliche Darstellungen zur Geschichte und zum Ortsteil Syburg finden sich auf den Seiten des Historischen Instituts der Universität Dortmund und unter www.syburg.de .

Die Burgruine Hohensyburg

Reste einer Burganlage der Herren von Sieberg. Die Syburg wurde auf dem Gelände einer ehemaligen sächsischen Fliehburg, die 775 von den Franken unter Karl dem Großen erobert worden war, errichtet. Die um 1100 aus Ruhrsandstein erbaute Burg wurde 1287 durch Graf Eberhard I. von der Mark teilzerstört. Die Burganlage war seit 1300 kaiserliches Lehen der Grafen von der Mark. Dieses Lehnsrecht ging 1609 an Brandenburg, später an Preußen über.

Von 1810 bis 1844 war die Ruine im Besitz des Freiherrn Ludwig von Vincke. Danach gehörte sie der Provinz Westfalen und seit 1945 ist sie im Besitz des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Zwei Bergfriede, Palas (Zweikammersystem), der Mauerring und die vorgelagerten Wälle um die Hofanlage sind noch zu erkennen. Im Innern der Burg befindet sich ein Kriegerdenkmal von Fritz Bagdons, 1930.

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Vincke-Turm

Aussichtsturm. Der Turm wurde zu ehren des ersten Oberpräsidenten der Provinz Westfalen errichtet (Freiherr Ludwig von Vincke 1774- 1844), der sich nach der Befreiung von den Franzosen 1815 um den Wiederaufbau Westfalens verdient machte. Durch die Heirat des Freiherrn von Vincke mit Eleonore von Sieberg zum Busch wurde er Eigentümer der mittelalterlichen Burgruine. Der 20 m hohe achteckige Turm wurde im Jahr 1857 gebaut, 1955 restauriert und findet sich heute im Besitz des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe.

Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf der Hohensyburg über dem Hengsteysee wurde zur Erinnerung an die Reichsgründung 1871 errichtet (1893-1902). Das Denkmal wurde 1903 eingeweiht. 1935-36 wurde das einst mit neugotischem Bauschmuck reich verzierte Denkmal wegen angeblicher Baufälligkeit in stark vereinfachte Formen, die dem klassizistisch geprägten Baustil des Nationalsozialismus entsprachen, umgebaut.

Kirche

Kirche St. Peter
Bild: Wikimedia Commons / Ralf Hüls

St. Peter Kirche

Ursprünglich im Jahre 776 in Hohensyburg von Karl dem Großen erbaute Wehrkirche hoch über der Ruhr. Ältester Sakralbau Dortmunds. Der Vorgängerbau der heutigen Kirche wurde 776 erstmals urkundlich erwähnt und der Überlieferung nach 799 durch Papst Leo III. geweiht. Im 12 Jh. als flachgedeckter Saalbau errichtet. Westturm 13. Jahrhundert. Im Mittelalter hatte die Kirche große Bedeutung als Wallfahrtsort und Ablasskirche. Errichtung des Chores in gotischen Formen im 17 Jahrhundert. 1945 Langhaus durch Bombenangriffe zerstört. 1953/54 Wiederaufbau.

Bei Ausgrabungen (1950/51 und 1976/77) wurden Fundamente der romanischen Apsis und eines karolingischen Rechteckbaus freigelegt.

Der historischer Friedhof mit Grabsteinen gilt als der älteste Totenhof und mit seiner Vielzahl an Steinen als einmalig in weiterster Umgebung. In der Kirche befinden sich ein merowingischer Grabstein (um 650) und zwei karolingische Grabsteine (um 800), einer davon mit Inschrift (einmalig in Westfalen).

Aussichtsplattform

In Hohensyburg befinden sich zwei Aussichtsplattformen. Aussichtsplattform am Kaiser-Wilhelm-Denkmal: In einer Höhe von 240 m üNN lassen sich hier der Hengsteysee, der Klusenberg, die Stadt Hagen, Ruhr und Lenne sowie die Berge des Sauerlands sehen. In der Mitte der Aussichtsplattform liegt das monumentale Kaiser-Wilhelm-Denkmal mit Reiterstandbild und zwei weiteren Bronzefiguren. Aussichtsplattform am Casino: Dieser Standort bietet einen besonders guten Ausblick auf das Sauerland, Hohenlimburg, Teile Hagens, Ruhr- und Lenne-Zusammenfluss sowie die Wassergewinnungsanlage Dortmunds an der Ruhr bei Westhofen.

Sonnenuntergang über dem winterlichen Hengsteysee

Blick auf den Hengsteysee
Bild: Dortmund-Agentur / Timo Lange

Historischer Bergbaupfad

Entlang des Bergbaupfades werden Spuren aus den Anfängen des Kohlebergbaus gezeigt (vom Sauerländischen Gebirgsverein als A1 ausgeschildert). Die historische Bodendenkmale spiegeln mehrere Jahrhunderte Bergbaugeschichte wieder, die auf Informationstafeln des Fördervereins Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V. erläutert werden. In vielen unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden haben die Mitglieder des Fördervereins einige Stollen wiederbegehbar gemacht. Der Förderverein bietet Fachführungen an. Aus organisatorischen Gründen ist die Besichtigung der Stollen zu festen Öffnungszeiten leider nicht möglich. Manchem kann eine Begehung wegen der niedrigen und engen Grubenbaue auch nicht angeraten werden. Aus versicherungsrechtlichen Gründen ist bei einer Besichtigung eine Haftungsausschlußerklärung erforderlich.

Sächsische Wallburg

Die alten Wälle und Gräben der sächsischen Fliehburg lassen sich auf einer Wanderung in den Wäldern um die Syburg noch heute gut erkennen. Die Wallburg wurde 775 n.Chr. duch Karl den Großen erobert.

"Im Jahre 775 wurde auf einer hervorragenden Höhe des Haarstrangs die sächsische Sigiburg (heute Hohensyburg) von Karl dem Großen und seien Franken erobert. Ein Jahr später versuchten die heidnischen Sachsen, bei Nacht die Sigiburg zurückzugewinnen. Da erschien, wie die Legende erzählt, über der Kirche auf der Höhe zwei flammende Lichtzeichen in Form zweier Schilde. Erschreckt wandten sich die ersten Angreifer zurück und rannten geradewegs in die Spieße der hinter ihnen anrückenden Mitstreiter, so daß sie sich gegenseitig umbrachten."

Abstieg zum Hengsteysee

Der Abstieg zum Hengsteysee führt in engen Serpentinen über Stock und Stein an einem Steilhang direkt an die Ruhr, die hier zum Hengsteysee aufgestaut wird. Der Hengsteysee ist 4 km lang, 400 m breit und faßt ein Volumen von 2,8 Mio Kubikmeter. Für die Wanderung durch den trockenen Eichenwald am Südhang des Sybergs, der als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, ist gutes Schuhwerk zu empfehlen und eine ausreichende Kondition für die ca. 150 Hohenmeter vonnöten.

Minigolf

Direkt nördlich neben der Burgruine, teils im Schatten großer Bäume, liegt eine Minigolfanlage mit Kiosk und Sitzmöglichkeiten. Die Anlage ist im Sommer geöffnet.

Adresse

Hohensyburg - Gelände an der alten Burgruine

44265 Dortmund

Informationen zum Syburger Bergbauweg

Heinz-Ludwig Bücking

Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier e.V.