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Bauarbeiten des Phoenixsees

PHOENIX See

Bild: Wikimedia Commons / Marku1988

Die Geschichte des PHOENIX Sees

Die Hermannshütte

Im Jahre 1841 gründete der Iserlohner Fabrikant Hermann Piepenstock unweit der Hörder Burg ein per Dampfkraft betriebenes Stahlwerk, welches nach englischem Vorbild mit dem seinerzeit innovativen "Puddelverfahren" aus Roheisen Stahl erzeugte.

Über Zwischenstationen, beginnend mit der Zugehörigkeit zum Hörder Bergwerks- und Hüttenverein, als Phoenix Ost über das Unternehmen Hoesch und zuletzt die Thyssen Krupp AG endete im Jahre 2001 eine annähernd 160 Jahre andauernde Stahlproduktionsära im Stadtteil Hörde. Wenige Jahre zuvor, im Jahr 1998, gingen auf dem benachbarten Hochofenstandort Phoenix West die Lichter aus.

Dortmund - Phoenix-Ost - Ausschnitt, 2009

2001 gingen 160 Jahre Industriegeschichte für den Dortmunder Stadtteil Hörde zu Ende.
Bild: Matthias Koch

Die Geschichte des PHOENIX See

Die Realisierung des Phoenix See Vorhabens im Auftrag der Stadt Dortmund erfolgte durch die PHOENIX See Entwicklungsgesellschaft (PHOENIX See 21), einer Tochtergesellschaft der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21). Idee und Planung für das Vorhaben stammen dabei aus dem Stadtplanungs- und Bauordnungsamt.

Nach Abbruch der oberirdischen Anlagenteile durch den ehemaligen Stahlwerksbetreiber und Ankauf des Areals durch die Stadt Dortmund fand im Jahre 2005 der erste Spatenstich statt. In der Folgezeit liefen die Bauarbeiten auf der zeitweise größten Baustelle Europas mit teils über 100 Großgeräten auf Hochtouren.

Zur Erstellung des Seebeckens und für die Modellierung der angrenzenden Entwicklungsflächen wurden mehr als 2,5 Millionen Kubikmeter Boden und rd. 420.000 Kubikmeter Stahlbeton-Abbruch bewegt. Dabei wurde das im Zuge der Industrialisierung verfüllte Emschertal weitgehend freigelegt.

Nach gerade einmal fünf Jahren Bauzeit, nämlich am 1. Oktober 2010, konnte dann der größte und sehnlichst erwartete Meilenstein des Projektes gefeiert werden: der Startschuss zur Seebefüllung.

Ein gutes halbes Jahr später, im Mai 2011, war die Seebefüllung abgeschlossen. Sämtliche Bauzäune konnten abgebaut und somit die Naherholungsanlage Phoenix See der Bevölkerung dauerhaft zugänglich gemacht werden.

Bilderstrecke: Baustelle PHOENIX See

Bau des PHOENIX-Sees 16 Bilder
Bild: Stadtentwässerung

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