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Botanischer Garten Rombergpark

Bild: Jesús González Rebordinos

Naturschutz

Stadträtin Zoerner übernimmt Schirmherrschaft über Streuobstwiese im Rombergpark

Nachricht vom 31.01.2018

Seit Mitte des 20. Jahrhunderts stehen im Botanischen Garten Rombergpark Obstbäume. Heute liegt die Streuobstwiese direkt am Schulbiologischen Zentrum, von dem sie auch genutzt wird. Stadträtin Birgit Zoerner hat am Mittwoch, 31. Januar, die Schirmherrschaft über die Wiese übernommen.

Von links nach rechts: Thomas Quittek (BUND Dortmund), Stadträtin Birgit Zoerner, Dr. Patrick Knopf (Direktor des Botanischen Gartens Rombergpark) und Jochen Helle (Obstbaumpfleger)

Thomas Quittek (BUND Dortmund), Stadträtin Birgit Zoerner, Dr. Patrick Knopf (Direktor des Botanischen Gartens Rombergpark) und Jochen Helle (Obstbaumpfleger) (von links) pflanzten zusammen die Apfelsorte "westfälischer Gülderling".
Bild: Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Mit einem symbolischen Spatenstich bei der Pflanzung der historischen Apfelsorte übernahm Stadträtin Birgit Zoerner am 31. Januar die Schirmherrschaft über die Wiese. "Ursprünglich diente die Streuobstwiese hauptsächlich der gesunden Ernährung der Bevölkerung, doch das änderte sich mit der ökologischen Bewegung der 80er und 90er Jahre. Heute steht die Streuobstwiese für wesentlich mehr: Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit und die Besinnung auf dieses traditionelle Kulturgut", unterstrich Zoerner.

Pflege in den Händen des BUND

Bislang pflegten überwiegend die Gärtner des Botanischen Gartens die Wiese und die Bäume. Das Schulbiologische Zentrum nutzt die Früchte im Unterricht. Wurden mehr Äpfel geerntet als für schulische Zwecke benötigt, kamen sie zu BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) und NABU (Naturschutzbund Deutschland), und aus ihnen wurde Apfelsaft gemacht.

Mit dem BUND hat der Botanische Garten Rombergpark einen über Jahre bewährten Partner gefunden, der sich immer mehr in die fachgerechte Pflege der Bäume zum Beispiel durch Schnittmaßnahmen einbrachte. Daher wurde nun vereinbart: Die Spezialisten des BUND werden Wiese und Bäume erstmals im Rahmen einer, vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten, Patenschaft eigenständig pflegen.

Von Versorgungsquelle zum Symbol für Nachhaltigkeit

Seit Jahrzehnten nutzt das Schulbiologische Zentrum die Streuobstwiese im Botanischen Garten Rombergpark. Die Anfänge der Kultur von Obstbäumen an dieser Stelle reichen allerdings bis in die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts zurück. Damals wurden die geernteten Früchte noch an die Krankenhäuser der Stadt geliefert.

Seit etwa 1930 werden verschiedene Obstbäume auf dem Gelände der jetzigen Streuobstwiese des Rombergparks angebaut. Damals umfasste die Fläche auch das Gebiet der heutigen Moor-Heidelandschaft. Der damalige Garten-Direktor Richard Nose erkannte die Bedeutung von frischem Obst und Gemüse für eine gesunde Ernährung und zur Stärkung nach Erkrankungen. Hauptsächlich wurden Kernobstsorten woie Äpfel und Birnen gepflanzt. Zeitweise standen auf der Fläche über 2.000 Obstbäume.

Auch in Kriegszeiten war die Streuobstwiese eine wichtige Versorgungsquelle. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Streuobstwiese mit weit weniger Pflanzen wieder instand gesetzt. Auch zu der Zeit stand die Versorgung der Dortmunder Krankenhäuser mit frischem Obst im Mittelpunkt. Aspekte wie Naturschutz und Diversität rückten in den 70erJahren, als es keinen Mangel an frischem Obst und Gemüse mehr gab, in den Fokus.

Die Natur spielerisch entdecken

Mit der Eröffnung des Schulbiologischen Zentrums 1985 bekam die Streuobstwiese eine neue Bedeutung. Die Kinder der Stadt sollten die ökologischen Zusammenhänge der Natur am Beispiel dieser Wiese spielerisch erlernen. Im Unterricht pressen die Kinder selbst Apfelsaft und trocknen Apfelringe. Neben Angeboten für Kinder, bietet Obstbaum-Pfleger Jochen Helle Seminare zum Obstbaumschnitt an.

Streuobstwiesen sind heute wichtige Refugien für Tiere und andere Pflanzen. Die große Bedeutung von Streuobstwiesen und ihrer hohen biologischen Vielfalt unterstützt Stadträtin Birgit Zoerner mit der Übernahme ihrer Schirmherrschaft. Die gepflanzte Apfelsorte ist ein "westfälischer Gülderling". Diese Sorte wächst schnell, ist besonders robust und lange lagerbar.

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