Dortmund überrascht. Dich.
Ausschnitt eines Kalenders

Stadtarchiv

Bild: Dortmund-Agentur / Soeren Spoo

Lesung

Verfolgt, verboten und verbrannt

Wie schon in den vergangenen Jahren stellen Dortmunder Autorinnen und Autoren ihre verfolgten Kolleginnen und Kollegen vor.

Hilde Domin wird vorgestellt von Marianne Brentzel

Hilde Domin, geboren 1909 in Köln, war 42 Jahre alt, als sie ihr erstes Gedicht schrieb. Sie war den Schergen Hitlers entkommen. „Die Sprache wird das »Unverlierbare«, nachdem alles andere sich als verlierbar erwiesen hat. Die Sprache ist die äußerste Zuflucht.“

Kurt Tucholsky wird von Markus Veith vorgestellt.

Kurt Tucholsky war vieles: Journalist, Satiriker, Kabarett- und Buchautor, Liedtexter, Lyriker, Kritiker, linker Demokrat, Sozialist, Pazifist, schrieb als Theobald Tiger, Peter Panter, Kaspar Hauser und Old Shatterhand. Ein Seismograf seiner Zeit, der die von den Nationalsozialisten ausgehende Gefahr früh erkannte, und sie in satirischen Artikeln und Essays mit scharfem Witz zu entblößen versuchte.

Ossip Mandelstamm wird vorgestellt von Sia Pauli.

Der Dichter Ossip Mandelstam starb 1938, ausgehungert und krank, während seiner Deportation zu einem Straflager bei Wladiwostok. Er hatte mit einem Josef Stalin verhöhnenden Gedicht den Zorn des russischen Diktators auf sich gezogen. Nur dank Mandelstams Frau Nadeschda, die viele seiner Texte auswendig gelernt hatte, konnte ein Teil seines Werkes in den 60er Jahren veröffentlicht werden.

„Die“ Weiße Rose wird vorgestellt von Heike Wulf

Schon oft wurde über die „Weiße Rose“ berichtet. Jeder denkt dabei sofort an die berühmten Geschwister Sophie und Hans Scholl. Aber wer waren die anderen Mitglieder und was hat sie alle dazu gebracht, Widerstand zu leisten?

Moderation: Heike Wulf.

Eintritt frei!

Veranstaltungsinformation

Lesung: Verfolgt, verboten und verbrannt

Mittwoch, 30. Mai 2018
19:00 Uhr

Mahn- und Gedenkstätte Steinwache
44147 Dortmund