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Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Hans Jürgen Landes Fotografie

Dortmunder U

Im weiten Kosmos einer Kultband: "The Pink Floyd Exhibition: Their Mortal Remains" ist in Dortmund zu sehen

Nachricht vom 14.09.2018

Backstage bei Pink Floyd: Eine der erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte lässt hinter die Kulissen ihrer über 50-jährigen Geschichte schauen. Ab Samstag, 15. September 2018, ist die multimediale Erlebnis-Ausstellung "The Pink Floyd Exhibition: Their Mortal Remains" zu Gast im Dortmunder U.

Der Eingangsbereich fängt die Energie und grafischen Designs der 1960er ein, als Pink Floyds Mitglieder sich trafen und ihre Stimme fanden. Der Bereich setzt den Rahmen und die Bühne für die Genese der Band als eine der größten und mysteriösesten in der Geschichte des Rock’n’Roll.

Der Eingangsbereich fängt die Energie und grafischen Designs der 1960er ein, als Pink Floyds Mitglieder sich trafen und ihre Stimme fanden. Der Bereich setzt den Rahmen und die Bühne für die Genese der Band als eine der größten und mysteriösesten in der Geschichte des Rock'n'Roll.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Thomas Kampmann

"The Wall" hat Rekorde aufgestellt. Das Doppelalbum mit dem unverkennbaren Mauer-Cover ist das meistverkaufte der Welt, bis heute unschlagbar. In die Schublade mit der Aufschrift "Superlative" passt auch die multimediale Erlebnis-Ausstellung, die am 15. September 2018 im Dortmunder U ihre Türen öffnet: "The Pink Floyd Exhibition: Their Mortal Remains".

Das Drehbuch der Retrospektive bietet einen einzigartigen Rückblick auf eine einzigartige Bandkarriere. Zu sehen und zu hören sind 50 Jahre Musikgeschichte auf 1.000 Quadratmetern, chronologisch aufgezogen von den Anfängen der britischen Kultband Mitte der 1960er Jahre bis heute. Erzählt anhand von mehr als 350 - darunter vielen unbekannten - Exponaten, perfekt abgestimmt mit einer innovativen Audiotechnologie, die den unverwechselbaren Sound von Pink Floyd erlebbar macht. So natürlich auch den Erfolgssong "Wish You Were Here". Den Wunsch da zu sein, werden sich sicherlich viele Musikfans aus ganz Deutschland erfüllen. Gelegenheit dazu haben sie bis zum 10. Februar 2019.

Pink Floyd-Gründungsmitglied Nick Mason (Schlagzeug) eröffnete die Ausstellung am 14. September in Dortmund.

Pink Floyd-Gründungsmitglied Nick Mason (Schlagzeug) eröffnete die Ausstellung am 14. September in Dortmund.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Thomas Kampmann

Gründungsmitglied Nick Mason zu Gast

Wer sich im U auf die Spuren der britischen Kultband begibt, ist entweder Fan der unangepassten Rebellen, die mit einem progressiven Stilmix aus Rock, Jazz, Blues und Klassik aufhorchen ließen. Oder wird zum neuen Fan gemacht. Regie führt unter anderem Nick Mason. Das Gründungsmitglied ist zur Eröffnung in der Ruhrgebietsmetropole zu Gast. Der heute 74-Jährige, der als Schlagzeuger den Takt angab, hat an Dortmund ohnehin nur positive Erinnerungen, denkt er an den Februar 1981: Damals waren die Westfalenhallen, wo Pink Floyd an sieben unvergesslichen Abenden die Mauer einstürzen ließ, neben Los Angeles, New York und London die vierte und vielbeachtete Station der damaligen "The Wall"-Welt-Tour.

Auf Augenhöhe mit internationalen Hotspots

"In Dortmund schließt sich nun dieser Kreis. Wir haben exklusiv für Deutschland den Zuschlag erhalten und spielen diesmal auf Augenhöhe mit internationalen kulturellen Hotspots wie London und Rom. Das Dortmunder U wird fünf Monate lang Pink Floyd und deren unverwechselbaren Karriere eine Heimat bieten, zurückblicken auf überwältigende Bühnenauftritte und legendäre Albumcover. Hinter dieser Band, die musikalisch wie visuell Revolution verkörpert, steckt auch nach Jahrzehnten ihres kreativen Schaffens noch immer sehr viel Geheimnisvolles – auch davon wird unsere Erlebnisausstellung erzählen", sagt Edwin Jacobs, Direktor des Dortmunder U, das auch für die Entwicklung neuer Formate mit einem Bezug zur digitalen Welt steht. Aufgrund seiner herausragenden Höhe ist das U selbst aus der Ferne sichtbar - ein Leuchtturm für Kunst und Kultur.

Begrüßt die Besucher der Pink Floyd-Ausstellung im Dortmunder U: das fliegende Schwein aus dem Album "Animals".

Begrüßt die Besucher der Pink Floyd-Ausstellung im Dortmunder U: das fliegende Schwein aus dem Album "Animals".
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Thomas Kampmann

Der Band ganz nah: Per Sound, Interviews und am Mischpult

Wer Schritt für Schritt durch die verdunkelten Räume in der sechsten U-Etage schreitet, geht langsam, macht "Kunstpausen", denn er wird viel zu sehen – und vor allem zu hören bekommen. Und kaum glauben, dass es möglich ist, Pink Floyd so nah zu kommen. Musik und Interviews mit den Bandmitgliedern werden über den innovativen Audioguide-Kopfhörer automatisch eingespielt, eine ruhmreiche Laufbahn wird über die eigenen Augen und Ohren lebendig. So wie London 1967. Hinter der Glasvitrine ein alter Röhrenfernseher der Marke Ferguson. Daneben ein Foto von David Gilmour, ganze 19 Jahre jung, spezielle Griffe auf seiner Gitarre übend, während ein Dansette Major Plattenspieler davon zeugt, wie damals die heißen Scheiben zum Laufen gebracht wurden.

Der Besucher wird mitgenommen zu "The Piper at the Gates of Dawn", dem Debütalbum der Band im gleichen Jahr. Wenige Meter weiter, ein Jahr später: "A Saucerful of Secrets", dann 1969 "Ummagumma" und 1970 "Atom Heart Mother". Der Ausstellungsbesucher geht mit auf weite Nordamerika-Tour. Ist dabei, wenn die Jungs in Pausen zum Relaxen Backstage Backgammon spielen. 1971 "Meedle", dann "Live at Pompeji" und "Dark Side of the Moon". Kein Album, keine Tour wird ausgelassen, viele neue Eindrücke kommen hinzu: durch bisher unveröffentlichte Konzertaufnahmen, Original-Instrumente, handschriftliche Notizen und viele höchst persönliche Erinnerungstücke der Mitglieder der britischen Kultband.

Wie es einem geht, bei einem Pink-Floyd-Song einmal selbst den Ton anzugeben? Das kann der Besucher mit vollem Sound miterleben: So stehen zwei professionelle Mischpulte bereit, jedermann kann Hand anlegen – bei Drums, Sax, Bass, Key Boards und Lead Vocals. Welcher hohe organisatorische Aufwand hinter der Arbeit der Band steckt, dafür ist "The Division Bell Tour" 1994 ein beeindruckender Beleg: Innerhalb von sieben Monaten spielten Pink Floyd in Europa und Nord- wie Mittelamerika vor 5,5 Millionen Fans 110 Konzerte "am Stück". Einige wenige Rahmendaten, die in Dortmund weiß auf schwarz plakativ sichtbar sind: 53 Sattelschlepper, 18 Produktions-Trucks, acht Tour-Busse, zwei Boeing 747 Frachtflugzeuge und ein Antonov Militärflieger – für Crew, Material und 700 Tonnen Stahl. Inklusive 32 exklusive Songs im Handgepäck.

3-D-Akustikerlebnis im blauen Licht und sanften Nebel

Wenn das Ende der Ausstellung näher rückt, erwartet den Besucher noch ein spektakuläres Highlight, das dem Pioniergeist der britischen Band mit jedem Klang gerecht wird. Nach der Aufforderung des Personals, den Kopfhörer doch bitte abzunehmen, führen die letzten Schritte in eine immersive Performance Zone: Blaues Licht. Sanfter Nebel. Und ein Sound, der bewegt und mitreißt. Die Fans, inmitten der Musik platziert und vollkommen von Klang umgeben, erleben eine außergewöhnliche 3D-Akustikerfahrung – während vorne auf der rund 20 Quadratmeter großen Leinwand David Gilmour, Nick Mason, Richard Wright und Roger Waters beim weltumspannenden Live-8-Konzert 2005 zu sehen sind. Ihr letzter gemeinsamer Auftritt. Mit der Technik von morgen. Als wäre es gestern gewesen.

In der Performance Zone lebt die Magie von Pink Floyds Live-Auftritten wieder auf.

In der Performance Zone lebt die Magie von Pink Floyds Live-Auftritten wieder auf.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Thomas Kampmann

Partner der Ausstellung

Als Audiopartner der Ausstellung sorgt Sennheiser für einzigartige Sound-Erlebnisse: Die legendäre Musik Pink Floyds und Interviews mit den Bandmitgliedern werden den Besuchern über einen Audioguide automatisch eingespielt. Höhepunkt ist eine 360°-Audio/Video-Installation, für die der Song "Comfortably Numb" in innovativer AMBEO 3D-Audiotechnologie neu abgemischt wurde – ein einzigartiger 17-Kanal-Remix, wiedergegeben über 25 Lautsprecher.

Als lokaler Presenting-Partner ist DSW21 an Bord. Gesellschaftliches Engagement hat bei den Dortmunder Stadtwerken einen sehr hohen Stellenwert, Kulturförderung wird dabei großgeschrieben. DSW21 unterstützt die Pink-Floyd-Ausstellung mit viel Energie, Know-how und Leidenschaft.

Zum Thema

Die Eintrittskarte zur Ausstellung ist am Veranstaltungstag als Fahrausweis für alle VRR Verkehrsmittel (2. Klasse) gültig. Dieses Angebot gilt für Hin- und Rückfahrt und – sofern nicht anders angegeben – ab drei Stunden vor aufgedrucktem Beginn bis Betriebsschluss am Tag der Veranstaltung. Für Besucher der Pink-Floyd-Ausstellung ist auch der Besuch in allen anderen städtischen Museen der Stadt Dortmund kostenfrei. Darüber hinaus erhalten sie 20% Rabatt im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund und 50% Rabatt im LWL-Industriemuseum Zeche Zollern.

Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität