Modell der Kathedrale

Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Hans Jürgen Landes Fotografie

Kultur

Museum Ostwall bekommt weibliche Doppelspitze als neue Leitung

Nachricht vom 25.02.2022

Aufbruch am Museum Ostwall im Dortmunder U: Das Museum bekommt zwei Leiter*innen. In Kürze wollen Dr. Florence Thurmes und Regina Selter die Direktion des MO übernehmen. Selter profitiert von ihrer bisherigen Arbeit im MO, während Thurmes Neues mitbringt.

Florence Thurmes und Regina Selter (v.l.) sitzen für ein Foto im Museum Ostwall

Werden das MO gemeinsam leiten: Dr. Florence Thurmes (l.) und Regina Selter
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Ab März übernehmen Regina Selter und Dr. Florence Thurmes die Direktion des Museum Ostwall im Dortmunder U. Mit der Doppelspitze soll der kooperative Führungsansatz im Dortmunder U als Ort der kulturellen Vielfalt gestärkt und weitergeführt werden.

Neu ins Führungsteam kommt Dr. Florence Thurmes. Die 41-jährige promovierte Kunstwissenschaftlerin leitete zuletzt die Programm-Abteilung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, wo sie seit November 2016 tätig war. Zuvor arbeitete sie an der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, zuerst als wissenschaftliche Volontärin, dann als Kuratorin für moderne und zeitgenössische Kunst. In Luxemburg hat sie zudem Erfahrungen als freiberufliche Projektkoordinatorin, Kuratorin und Kunstkritikerin gesammelt.

Stüdemann lobt "ideale Kombination"

Thurmes kuratierte u.a. die Ausstellungen der erfolgreichen Kinderbiennale in Dresden sowie "Susan Philipsz. Separated Strings" (2018) und "Annette Messager. Exhibition/Exposition" (2014–2015), war Ko-Kuratorin von u.a. "Unter der Erde. Von Kafka bis Kippenberger" (Quadriennale Düsseldorf 2014) und für die künstlerische Auswahl Luxemburgs des Kunstpreises Robert Schuman 2013 zuständig. Für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden konzipierte sie Formate für neue Zielgruppen und verantwortete u.a. die Projekte "Mobiles Museum" und "180 Ideen für Sachsen".

Kulturdezernent Jörg Stüdemann hieß Florence Thurmes am Freitag, 25. Februar, in Dortmund und im Museum Ostwall willkommen. "Ich freue mich auf das neue weibliche Führungsduo am Museum Ostwall. Langjährige erfolgreiche Praxis und Kenntnis der Dortmunder Gegebenheiten trifft auf international gesammelte Erfahrung und neue Ansätze der Vermittlung – eine ideale Kombination", so Stüdemann.

Gleichberechtigt zur Seite steht Florence Thurmes Regina Selter (60). Seit ihrem Studium u.a. in Wien und Paris ist Selter am Museum Ostwall tätig, seit 2011 als stellvertretende Direktorin. Zusammen mit dem Direktor des Folkwang Museums ist sie Sprecherin der RuhrKunstMuseen und des zugehörigen Arbeitskreises für künstlerische Bildung.

Als kommissarische Leiterin des MO hat sie mit dem Museumsteam das Sammlungs- und Ausstellungsprofil weiterentwickelt und zahlreiche Ausstellungen zur modernen und zeitgenössischen Kunst kuratiert. Das nächste Ausstellungsprojekt ab April 2022 ist die Schau "FLOWERS! Blumen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts" auf Ebene 6 im Dortmunder U, die das gesamte Dortmunder U aufblühen lassen wird.

Das neue MO ist divers

Ausgehend von seiner Gründungsidee steht das Museum Ostwall für die Verbindung von Kunst und Leben – diese Idee ist im Sammlungsbestand, insbesondere im Fluxus-Schwerpunkt, bereits angelegt. Gemeinsam mit dem Team des MO und den Partner*innen im Dortmunder U will das neue Führungsteam diese Verbindung noch stärker ausbauen und eine Gesamtstrategie für die internationale Strahlkraft des Dortmunder U entwickeln. Dabei spielen Digitalität, Interaktion, Teilhabe der Stadtgesellschaft und Nachhaltigkeit eine ebenso wichtige Rolle wie ein hochkarätiges internationales Programm. Ein Bürger*innenbeirat soll die Diversität im Museum Ostwall künftig weiter stärken.

"Eine Doppelspitze schafft Synergien. Das Museumsteam und ich freuen uns sehr auf die gemeinsame Arbeit mit Dr. Florence Thurmes", sagt Selter. "Dabei werden die Pflege, die Schärfung des Sammlungsprofils und das zukünftige Ausstellungsprogramm im Fokus stehen. Wenn man die Sammlung des Museums als seine DNA begreift, repräsentieren die großen Sonderausstellungen den Pulsschlag. Mit anderen Worten: Bedeutende Wechselausstellungen treten u. a. mit den Sammlungsbeständen in einen künstlerischen Dialog und regen sich gegenseitig an. Hierbei nutzen wir die hervorragende Ausstellungsfläche des Dortmunder U. Unser Ziel ist es, lokale, nationale und internationale Kooperationen auszubauen."

Thurmes sagte: "Das Museum Ostwall im Dortmunder U bietet dank seines publikumsnahen Ansatzes und seiner Reflexion über die gesellschaftliche Rolle von Museen eine äußerst reizvolle Wirkstätte, die sich mit den Schwerpunkten meiner musealen Praxis gut verbinden lässt." Sie freue sich sehr "auf die vielfältigen Begegnungsmöglichkeiten mit den Partner*innen im Dortmunder U und auf eine Stadt, die Zukunftsoptimismus und positiven Humanismus ausstrahlt. Ebenso bin ich sehr glücklich über die Möglichkeit, nach NRW zurückkehren zu können, dem ich seit 2011 eng verbunden bin und dessen kulturelle Dichte und Vielfalt ich sehr schätze."

Zum Thema

Das MO ist das Museum der Stadt Dortmund für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität