Modell der Kathedrale

Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Hans Jürgen Landes Fotografie

Kultur

Dortmunder U startet durch mit neuen Köpfen und neuen Ideen - digital und analog

Nachricht vom 16.03.2022

Neue Köpfe, neue Strukturen, neue Ideen: In den vergangenen Monaten ist im Dortmunder U eine Menge geschehen. Es gibt neue Ansprechpartner*innen und Leitungen auf den sieben Ebenen, die in veränderten Strukturen zusammenarbeiten. Und es gibt eine Reihe spannender, gemeinsam erarbeiteter Pläne und Projekte.

(v.li.) Dr. Inke Arns (Direktorin HMKV), Künstler Adolf Winkelmann, Harald Opel (Leiter storyLab kiU der FH Dortmund), Daria Jaranowska (Leiterin "Digitale Kultur"), Regina Selter (Direktorin Museum Ostwall), Nadine Hanemann (Leiterin Marketing und Veranstaltungsmanagement), Stefan Heitkemper (Leiter Dortmunder U), Dr. Florence Thurmes (Direktorin MO), Mirjam Gaffran (Leiterin UZWEI) und Prof. Dr. Barbara Welzel (wissensch. Leiterin Campus Stadt der TU Dortmund)

Die künstlerische Leitungsrunde freut sich auf die diesjährigen Projekte am U
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Dieses Jahr wird das Dortmunder U sein Profil als Haus der digitalen Kunst und Kultur und als Experimentierraum für neue digitale Technologien weiter schärfen. Das bisherige "Intendantenmodell" wurde per Ratsbeschluss aufgegeben. Der Leiter des Dortmunder U, Stefan Heitkemper, hat eine künstlerische Leitungsrunde etabliert, die sich aus den Direktor*innen und Leiter*innen folgender Institutionen zusammensetzt:

  • Dr. Florence Thurmes und Regina Selter (Museum Ostwall),
  • Dr. Inke Arns (HMKV),
  • Mirjam Gaffran und Judith Brinkmann (UZWEI),
  • Harald Opel (storyLab kiU der FH Dortmund),
  • Prof. Dr. Barbara Welzel (Campus Stadt der TU Dortmund),
  • Adolf Winkelmann, Künstler und Erfinder der Fliegenden Bilder,
  • Nadine Hanemann, Leiterin Marketing und Veranstaltungsmanagement,
  • Christina Danick, Ausstellungsmanagement sowie
  • Daria Jaranowska, Leiterin "Digitale Kultur"

Die neu gebildete Abteilung soll die digitale Kultur am U weiterentwickeln und Fördermittel für digitale Projekte einwerben.

Neu im U: Der Immersive Raum

Eine erste sichtbare Manifestation findet die Zusammenarbeit im "Immersiven Raum", der im hinteren Foyer im Erdgeschoss neu entstanden ist und ab April nach und nach für die Besucher*innen zugänglich gemacht wird. Der Immersive Raum ist ein einzigartiges Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das neue Möglichkeiten der Präsentation und Vermittlung von Kunstwerken und der Interaktion mit ihnen bietet.

Entwickelt wird es vom storyLab kiU der Fachhochschule Dortmund in Kooperation mit dem Museum Ostwall und dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Der Immersive Raum ermöglicht es, deren Kunstwerke in einer digitalen, multi-sensorischen Kunstreise neu zu erleben. In dem interaktiven Raum erwartet die Besucher*innen eine stetig wachsende Welt aus ausgeklügelten Interaktions- und Soundelementen. Der Immersive Raum ist Ergebnis des Projekts "page21", gefördert durch das Programm "Neue Künste Ruhr" des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das Dortmunder U blüht auf

"Flowers!" heißt die nächste große Ausstellung des Museum Ostwall: Auf der Ausstellungsebene 6 wird das Publikum die "Blumen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts" entdecken, so der Untertitel. Doch nicht nur dort wird’s blumig: Während der Laufzeit der Ausstellung (30. April bis 25. September) wird die blumige Pracht das gesamte Dortmunder U beleben. Schon auf dem Vorplatz ahnen die Besucher*innen, was ihnen drinnen blüht.

Der Campus Stadt der TU Dortmund schließt sich an und richtet auf der ersten Ebene die Ausstellung #KunstBlumen aus (6. Mai bis 26. Juni). Dort präsentieren sich junge Dortmunder Künstler*innen aus Graphik, Malerei, Fotografie und Plastik, die in ihren Arbeiten unterschiedliche zeitgenössische Positionen verhandeln, darunter auch die Grenzen der Malerei im Digital & Expanded Painting.

Der Regisseur und Künstler Adolf Winkelmann, Schöpfer der "Fliegenden Bilder", beteiligt sich mit einer eigenen Arbeit "Die Wiese wackelt".

Digitale Welten, künstliche Intelligenz

"Digitale Welten" ist der Titel einer Ausstellung auf der UZWEI, die vom 3. September bis 15. Januar 2023 die fantastischen Möglichkeiten erweiterter Realitäten feiert: In digitalen Welten kann man als Laubblatt dem Wind folgen, bis zum Meeresgrund tauchen, zu fremden Planeten reisen oder durch unmögliche Architekturen spazieren. Die Mitmach-Ausstellung stellt kreative Projekte vor, die mit digitalen Räumen, Virtual und Augmented Reality experimentieren. Aktuell werden noch Künstler*innen für diese Ausstellung gesucht.

Eine Etage höher beschäftigt sich der HMKV in seiner nächsten Ausstellung mit Künstlicher Intelligenz ("House of Mirrors: Künstliche Intelligenz als Phantasma", 9. April bis 31. Juli). Über 20 internationale Künstler*innen nehmen sich der positiven wie negativen Vorstellungen an, die wir heute mit KI verbinden. Die Ausstellung wird kuratiert von Marie Lechner (Paris), Francis Hunger (Leipzig) und Inke Arns (Direktorin des HMKV).

Am 8. November 2022 feiert die Fakultät Informatik der TU Dortmund ihren 50. Geburtstag. Grund genug für eine Ausstellung, die vom 11. November bis 15. Januar 2023 auf dem Campus Stadt die Geschichte der Fakultät erzählt und an historischen Geräten den Wandel der Hardware in Erinnerung ruft. Die Wissenschaft Informatik ist Grundlage der heutigen Kommunikationsstrukturen und darf zu den Disziplinen mit der größten Entwicklungsdynamik gezählt werden. Eröffnet wird daher auch ein Raum zur Diskussion von Zukunftsfragen der Digitalisierung.

Ums U herum wartet Urban Art

Nach ursprünglichen Plänen des Architekturbüros Gerber sollte die Sichtbetonwand an der Brinkhoffstraße als "lebendige Wand" grün zuwachsen - dies ist allerdings in den vergangenen Jahren nicht gelungen. Dennoch soll die Fläche temporär bespielt werden: Der französische Fotograf und Street Art-Künstler JR wird die Wand mit Porträts Dortmunder Bürger*innen gestalten. Wettereinflüsse werden die Arbeit nach und nach wieder zerstören und den alten Zustand wieder freigeben.

Das beliebte Mapping auf der Außenfassade des Dortmunder U kehrt zurück - und nicht nur zur Museumsnacht: Ab Mitte Mai wird es eine Woche lang ein Mapping zum 50. Geburtstag der FH Dortmund auf der Vorderseite des Hauses geben. Der Ton zur Installation kommt über Kopfhörer, die man sich im Haus ausleihen kann.

Neue Webseite, neue Werbung

Darüber hinaus arbeitet das Team des Dortmunder U an einer neuen Website, die im Sommer für alle Besucher*innen zugänglich sein wird. Ein Bestandteil der neuen Seite wird die derzeit schon existierende Seite digitales.dortmunder-u.de, die auch weiterhin als Blog und für digitale Angebote genutzt werden wird. Zusätzlich gibt das U ab April eine neue Programmübersicht mit allen Ausstellungs- und Veranstaltungsangeboten als komprimierten Flyer heraus.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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