Modell der Kathedrale

Dortmunder U – Zentrum für Kunst und Kreativität

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Hans Jürgen Landes Fotografie

Stadtidentität

"Großstadt wagen" – OB Westphal setzt beim Neujahrsgespräch Impulse zur Stadtentwicklung

Nachricht vom 24.01.2023

"Wie sieht Dortmund in der Zukunft aus?" war das Thema beim ersten Neujahrsgespräch des Oberbürgermeisters. Am Montagabend, 23. Januar, kamen rund 100 Dortmunder*innen im Dortmunder U zusammen, um mit OB Westphal darüber zu diskutieren.

Rund 100 Dortmunder*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Kultur & Ehrenamt kamen zum Neujahrsgespräch von OB Westphal in das Dortmunder U. Der Abend brachte viele Impulse für die Zukunft von Dortmund. Quelle: YouTube

Neujahrsgespräch 2

Am Montag, 23. Januar, lud der Oberbürgermeister Thomas Westphal zum alten Format mit neuem Namen, dem Neujahrsgespräch, ins Dortmunder U ein.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Markus Mielek

Jahrelang begann der Januar in Dortmund mit einer festen Tradition: Dem Neujahrsempfang des amtierenden Oberbürgermeisters im Konzerthaus. Klassische Musik, eine staatstragende Rede, gute Gespräche und eine deftige Suppe zum Abschluss. So sah es das Protokoll vor. Eingeführt von Alt-Oberbürgermeister Gerd Langemeyer und weitergeführt von seinem Nachfolger Ullrich Sierau war die Veranstaltung eine Zusammenkunft von Wirtschaft, Wissenschaft, Sport, Kultur und Ehrenamt.

Bedingt durch die Corona-Pandemie fiel die Veranstaltung nun zwei Jahre aus. In diese Zeit fiel auch der Beginn der Amtszeit von Oberbürgermeister Thomas Westphal. Dieser blickte am Montagabend auf "Krisenjahre" zurück und nahm es auch zum Anlass das Format in seiner Amtszeit anzupassen.

Bewährtes Format in neuem Gewand

Aus dem Neujahrsempfang wird ab 2023 ein Neujahrsgespräch. Dieses möchte der Oberbürgermeister dafür nutzen, um über "einige Inputs für die Zukunft der Stadt zu reden, als Impuls dafür, wie es mit der Stadt weitergeht". So kamen rund 100 geladene Dortmunder*innen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Ehrenamt und Verwaltung in der siebten Etage im Dortmunder U zusammen.

Westphal macht in seiner Eröffnungsrede aktuell eine "ganz große Sehnsucht in der Stadt" aus. "Wir sind stolz auf unsere Stadt, wo wir hergekommen sind, dass wir führend sind für den Wandel nach der Industriealisierung", bekundet Westphal. "Wenn man aber fragt, was gibt uns dieses Gefühl in den nächsten zehn, fünfzehn Jahren? Da ist die Sehnsucht." Diese Frage möchte der OB mit einer Linie entwickeln: "Ganz offen und gemeinsam", um eine gemeinsame Linie für die Stadtidentität zu entwickeln. Genau diese Stadtentwicklung stand im Fokus der Veranstaltung.

Bereichernde Impulse durch Gastbeiträge

Neujahrsgespräch 4

Autor und Erlebniswissenschaftler Christian Mikunda zeigt sich von Dortmunds Power begeistert und fordert ein neues "Hochgefühl" in der Stadt.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Markus Mielek

Angeregt wurde die Diskussion durch zwei verschiedene Gastbeiträge. Einmal von Autor Christian Mikunda aus Wien sowie von dem an der TU Dortmund lehrenden Architekturhistoriker Prof. Wolfgang Sonne.

Der Erlebniswissenschaftler Mikunda, der bereits vor 20 Jahren erste Berührungspunkte zu Dortmund hatte und sich für den Phoenix See stark machte, führte "das unglaubliche Potential der Stadt und die wahnsinnige Strahlkraft" aus. "Sicher, Dortmund ist auf den ersten Blick keine Schönheit, aber Dortmund ist schön – anders schön". In seinem Impuls konzentrierte er sich vor allem auf die Möglichkeiten der City bis zum Unionviertel. "Die Graffitis der Stadt haben mich erwischt", gesteht Mikunda ein. So fordert er fast eindringlich ein neues Hochgefühl, das in der Stadt entstehen muss. "Dortmund ist eine Powerstadt und die Menschen schreien nach urbaner Kunst im öffentlichen Raum", so der Autor. In Aktionen wie die "fliegenden Nashörner" zur WM 2006 oder aktuell die Spielgeräte auf der Kampstraße sieht er den Wunsch, dass die Menschen sich in der Stadt aufhalten möchten und dafür einfache Anreize benötigen.

Neujahrsgespräch 7

Dortmund als "kompakte Stadt mit markantem Stadtgrundriss" bezeichnet der Architektur-Professor der TU Dortmund in seinem Vortrag.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Markus Mielek

Ein "Heimspiel" attestierte Oberbürgermeister Westphal dem zweiten Redner Prof. Wolfgang Sonne, Architektur-Professor an der TU Dortmund. Sonne zog seinen Vortrag geografisch größer auf und nahm die ganze Stadt unter die Lupe: "Wir müssen in Dortmund das besser machen, was schon an Gutem da ist." Dieses Gute sind für den Architektur-Experten vor allem eine kompakte Stadt mit markantem Stadtgrundriss, den "man ja sowieso nicht ändern kann". Die Fassaden der Stadt, wie z.B. im Kreuzviertel oder in der Nordstadt, sind in ihrer Ausprägung ebenso einmalig wie die Allee entlang der B1 mitten durch die Stadt. "Bei allen Planungen für unsere Stadt müssen wir über Anmutung und Schönheit von Gebäuden sprechen. Damit die Dinge zueinander passen", fordert Sonne: "Lassen Sie uns mehr Stadt wagen - mehr Großstadt wagen!"

Abschließend sah Oberbürgermeister Thomas Westphal eine große Chance diese Themen aufzunehmen und sie in das Leitbild der Stadt in der Zukunft einfließen zu lassen. Dafür benötige es einen gesunden Ehrgeiz in der Stadt, der ihm viel zu oft alles schlecht redet. Denn: "Wir wissen doch was wir können", bekundet der Oberbürgermeister. "Deshalb lassen Sie uns die Stadt gemeinsam in Szene setzen!"

Text: Soeren Spoo

Neujahrsgespräch

Der Oberbürgermeister appelliert an Dortmund, seinem eigenen Ehrgeiz zu folgen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Markus Mielek

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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