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Ausschnitt eines Kalenders

Veranstaltungskalender

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Soeren Spoo

Vortrag

Stadtgespräche im Museum

Prof. Dr. Barbara Welzel
TU Dortmund
Hl. Reinoldus

Im frühen 14. Jahrhundert wurde in Dortmund eine monumentale Skulptur des Stadtpatrons Reinoldus öffentlich aufgestellt. Seine Legende gleicht einem Heldenepos, auch soll er heldenhaft in die Geschicke seiner Stadt eingegriffen haben. Seit damals hat die Skulptur eine wechselvolle Biographie durchlaufen – sowohl materiell wie immateriell in ihren Bedeutungen. Auch der Aufstellungsort, die städtische Hauptkirche St. Reinoldi, hat sich gewandelt, ebenso die Rolle, die sie in der Stadt einnimmt. Dem gemeinschaftsstiftenden Bild des Stadtpatrons verliehen bis zur Reformation die Reliquien des heiligen Reinoldus eine besondere Glaubwürdigkeit; riesenhafte Knochen seines Pferdes Bayard sind noch bis ins 20. Jahrhundert nachweisbar.

Prof. Dr. Barbara Welzel lehrt seit 2001 Kunstgeschichte an der Technischen Universität Dortmund. Zu ihren Forschungsthemen gehört die Kunst- und Kulturgeschichte des Hanseraums; sie hat zahlreiche Publikationen zu den Kunstschätzen in Dortmunder Kirchen vorgelegt, ebenso zur Kulturgeschichte der Stadt sowie zum kulturellen Gedächtnis; sie engagiert sich für die Erhaltung und Vermittlung des kulturellen Erbes – etwa in öffentlichen Vorträgen, in der KinderUni und mit dem Stadtführer für Kinder „Dortmund entdecken. Schätze und Geschichten aus dem Mittelalter“.

Helden und Mythen

Eine Ringveranstaltung der Technischen Universität Dortmund und des Museums für Kunst und Kulturgeschichte

Auf Helden treffen wir überall. Sie sind die herausragenden Gestalten in mythischen Erzählungen, in geschichtlichen Darstellungen und in Hollywood-Filmen, zuweilen auch Zeitgenossen, die Besonderes geleistet haben und deshalb als Helden gewürdigt werden. Die Heldin und der Held sind manchmal reale Personen, manche stellen sich als bloße Verkörperungen von erstrebenswerten Charaktereigenschaften heraus, andere wiederum sind etwas dazwischen: Verdichtungen realer historischer Personen zu Idealfiguren.

Welche Eigenschaften sie auch immer haben – es gibt Helden, seit Menschen über Menschen sprechen. Sie haben in den Zeiten je verschiedene Stellen- und Nutzwerte. Während sie seit dem Zweiten Weltkrieg und insbesondere seit den 1968er Jahren häufig kritisch gesehen wurden und sogar in der Form von Antihelden auftraten, feiert der ungebrochene Held in der jüngsten Vergangenheit in politischen und populärkulturellen Kontexten eine überraschende Renaissance.

In der diesjährigen Vortragsreihe kreisen Wissenschaftler/innen und Forscher/innen das Phänomen aus der Sicht ihrer verschiedenen Fachgebiete ein und behandeln Helden in Mythen und Literatur, Geschichte und Alltag, Film und Sport.

Veranstaltungsinformation

Vortrag: Stadtgespräche im Museum

Donnerstag, 14. November 2019
18:00 Uhr

Veranstalter